Wir sind seit 1 Jahr in Südamerika. Unser Spanisch verbessert sich langsam aber stetig und die Mate Tee Kultur ist auch bei uns angekommen.
Wir fahren an wunderschönen Mangobäumen….
vorbei und sehen seit langem viele Termiten Hügel.
Der Wettergott meint es gut mit uns, wir haben im Moment um die 38 Grad und vorläufig soll es keinen Regen geben.
Innerhalb weniger Stunden entscheiden wir, den Nordpantanal, den Park der Jaguare, doch anzufahren, es ist ein reiner Bauchentscheid.
Ob uns alle der über 100 zu fahrenden Brücken tragen?
Ui, ui – ui, uiui…..
Schon bei der Anfahrt nach Porto Jofré sehen wir viele Tiere und es fühlt sich an wie ein Game Drive in Afrika. Ach ist das ein gutes Gefühl!
Sumpfrotwild
Rosa-Löffler
Störche….
… und Capybaras.
Der Morgen am Fluss Rio Cuiabá ist romantisch und traumhaft schön.
Patata, Kartoffel 🥔 heisst unser Führer für den Tagesausflug ins Pantanal-Dickicht. Wir sitzen alleine im kleinen Boot, unsere Kartoffel ist sehr nett, er spricht ein wenig spanisch und geht auf unsere Wünsche ein.
Jetzt beginnt die Jagd auf die 280 Jaguare, die im Nord-Pantanal leben. Wir haben ambivalente Gefühle was die Verfolgung der Katzen anbelangt. Über Funk werden die Sichtungen durchgegeben, gegen 10 Boote düsen per Eilexpress zum Standort…..
….jeder will den ultimativen Schuss – wir auch. Mit entspannter Tierbeobachtung hat dieses Verhalten rein gar nichts zu tun, weder für Mensch noch für Tier.
… sie sind schon majestätische Tiere…..
… und wir sehen tatsächlich 9 Stück …
Kartoffel soll bei der Jaguar Jagd nicht mehr mitmachen und den Funk abstellen. Wir erfreuen uns auch an den anderen Tieren. Jetzt sind wir alleine unterwegs… so viel schöner..
… das ganz ohne Dentalhygiene….
…. noch mehr Wasserschweine…..
…. Otter……
Marmorreiher und unzählige weitere Vögel …
Die Anakonda versteckt sich in einer Höhle, die Affen hören wir nur brüllen, es ist trotzdem ein Erlebnis der besonderen Art.
Jabiru, Riesenstorch
Im Pantanal Hotel am Fluss Pixaim buchen wir eine 1-stündige Morgenfahrt um weitere Vögel zu beobachten. Es hat mehrheitlich D Gäste hier, alle ausgestattet in Edel-Safari Textil samt Riesen-Teleobjektiven – aber wo bleibt die Freude in den Gesichtern? Wir sind so dankbar, dürfen wir die Welt in unserem Tempo und im kleinen Rollhaus entdecken.
Die Fahrt aus dem Pantanal nach Cuiabá mit weiteren schönen Bildern…
Ein Gaucho bringt die Herde auf die Weide.
Ein Leguan versucht sich zu verstecken…
..der Grünfischer lauert auf sein Frühstück…
…. Herr Cayman beobachtet uns kritisch mit 1 Auge…und mit vielen schönen Bildern im Herzen erreichen wir die Hauptachse Richtung Norden.
Was für ein Kontrastprogramm. Wir wälzen uns mit den Brummis Richtung Porto Velho. 27 Meter lang ist dieser Laster, da ist Fahrkunst Bedingung….
Unsere gefahrenen 2765 Kilometer seit São Paulo.
Fazit der Woche: Vielleicht hätte Gott nur die Tiere erschaffen sollen?