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28.1. – 04.02.2024 fünf Jahre auf Achse

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Kaum zu glauben dass wir unser 5 jähriges Reisejubiläum feiern. Wie unglaublich ist das denn? 21 Länder und viel Erlebtes lassen uns in Dankbarkeit zurück und nach vorne schauen. Unser Glücksstern stets an unserer Seite haben wir auch schwierigere Situationen gemeistert.

Zwei kurze Heimurlaube – sonst rollen wir von Land zu Land. 180‘000 Kilometer lesen wir heute auf dem Tacho ab. Da darf doch das Glas gehoben werden – ein Hoch auf unsere Reise!

Der Südpantanal, jetzt trotz Regenzeit mit wenig Wasser, lässt uns Tiere wie Fischbussarde, einen Pampas Fuchs, Mönchssitiche, Kaimane, Störche, Löffler, Enten, Frösche usw. beobachten.

Pantanal, was Sumpf bedeutet, ist das grösste Binnenland-Feuchtgebiet der Erde. Die UNESCO erklärt es im Jahr 2000 zum Biosphärenreservat. Wie ein Schwamm saugt die Fläche das Regenwasser einige Monate auf um es in der Trockenzeit wieder sanft an Tiere und Pflanzen zurück zu geben.

Wir erreichen unseren Übernachtungsplatz spät und pünktlich zu unserer Ankunft sind auch die Stechmücken da. In grossen Mengen schwirren sie um uns herum und lechzen nach unserem Blut. Plagegeister in dieser Menge können einem den Aufenthalt ganz schön vermiesen.

Auch die letzten 120 km nach Corumbá ist unbefestigte Strasse. Wir sehen einige Kaimane und …..

… Jabiru die toll für uns posieren.

Corumbá, die Grenzstadt zwischen Brasilien und Bolivien überrascht uns. Sie ist mit Abstand die schönste Grenzstadt die wir auf unserer Reise bis jetzt angetroffen haben. Heute ist die Stadt ein wichtiges Ausgangstor für Touristen ins Nord-Pantanal.

Die industrielle Entwicklung beginnt in den 1940er Jahren. Kalkstein (daher der Name weisse Stadt) wird für die Zementindustrie geliefert. Corumbá hat einen der grossen wichtigen Binnenhäfen Brasiliens.

Auto waschen, essen gehen, spazieren am Fluss Paraguay und eine Abend-Schifffahrt rundet unseren letzten Tag in Brasilien stimmig ab.

Zum Wohl ihr zwei!

Bolivien wir kommen. Eine leichte Anspannung ist da, haben wir unseren Brasilien Aufenthalt doch um 60 Tage überzogen und reisen mit neuen Pässen aus – alles läuft rund ab.

Was als erstes auffällt in Bolivien: Es ist ein anderer Schlag Menschen, runde, schöne Köpfe thronen auf einem meist kleinen Körper. Gott sei dank – es wird Spanisch gesprochen. 100erte von Schmetterlingen und fast kein Verkehr begleiten unsere Fahrt Richtung Santa Cruz und wir kommen durch unsere erste Strassenblockade.

In Brasilien heissen sie Pao de Queijo, in Bolivien Cuñapé – schmackhaft sind sie immer, die kleinen Käsebällchen, von Mama gebacken im Holzofen.

Wir sind im Gebiet Chiquitos. Es ist warm, um die 37 Grad. Zwischen 1696 und 1790 missionieren Jesuiten hier Ureinwohner, Gründen mehrere Siedlungen, die sogenannten Jesuitenreduktionen.

Ein Grossteil der Kirchen sind vom Schweizer Jesuiten Martin Schmid konzipiert und vom Schweizer Architekten Hans Roth ab 1972 von Grund auf restauriert.

Diese Reduktion steht in San José.

Seht euch diese Turteltauben an, sogar die Kleidfarbe stimmt. Das soll euch mal einer nachmachen!

Santa Cruz de la Sierra ist das geschäftliche Zentrum von Bolivien und die Hauptstadt des Departamento Santa Cruz. Hier kaufen wir einen neuen Ersatzreifen.

Die im 16. Jahrhundert von den Spaniern gegründete Stadt ist heute ein kosmopolitisches Zentrum. Nach mehreren Versuchen finden wir einen Bankautomaten der internationale Kreditkarten akzeptiert. Weiter eine Internet Zugangslösung für die nächsten 40 Tage und das allerbeste – eine neue Batterie für unseren Rauter. Diese 2 jungen Frauen reissen sich ein Bein aus um uns zu helfen.

Wir sind begeistert ob der Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit der Bolivianer. Massimo kocht nicht nur für uns zwei mal fantastisch sondern backt noch 2 Brote nebenbei um uns Gringos glücklich zu machen.

Als Krönung platzen wir noch in die Vor-Fasnacht rein und schauen den verschiedenen Tanzgruppen bei der Parade zu. Was für eine Lebensfreude – was für ein Start in Bolivien!

Unsere gefahrene Strecke

 

 

Fazit der Woche: Bolivien du gefällst uns

 

Wochenfilm

Musik: Caetano Veloso & Gilberto Gil, de Manhã und Fabio Zambrana, Enganchados Orientales

 

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