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18.-25.2.2025 so süss wie Zucker

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Nach Höhen von 4100 Metern fühlen wir uns in Sucre wie neu geboren. Sucre gilt als die schönste Stadt Boliviens mit den gut erhaltenen weissen Kolonialbauten und der entspannten Atmosphäre. Hier wollen wir eine Pause machen, die Stadt ausgiebig anschauen, am Auto einige Sachen erledigen und einen Motivationsschub in der Spanischen Sprache erhalten. Unsere Tage plätschern vor sich hin.

Das Convento Museo La Recoleta ist ein Franziskaner Kloster gegründet 1601. Besonders die Innenhöfe und der 1500 Jahre alte Zeder Baum gefallen uns.

Wir machen eine Führung durch die Vergangenheit, die Kreuzgänge, die Gärten, die Schnitzereien von wunderschönen Altarbildern und hätten gerne einen Schwatz mit der knorrigen Zeder.

Beim Mirador Recoleta gibt es einen herrlichen Blick über die weisse Stadt. Reiche Minenbesitzer aus Potosí investieren ihre Gewinne in Immobilien und treiben die Preise in die Höhe. Die Gegensätze könnten grösser nicht sein. Da laufen moderne junge Frauen in Overknee Stiefeln – da verkaufen winzige Frauen und Männer vom Lande ihre paar Früchten auf dem Trottoire – da sitzt eine Frau an der Strassenecke und wartet auf Kundschaft mit dem Lauskamm – da treffen sich moderne Studenten auf dem Plaza 25. de Mayo zu einem Schwatz.

Was passiert sonst noch diese Woche? Echt nicht viel! Jeden Morgen um 9 Uhr heisst es für Werni und mich die Schulbank drücken für je 3 Stunden.

Werni übt brav Verben mit Mirian…..

… und ich quäle mich durch die zwei Vergangenheitsformen Imperfecto und Indefinido mit Ximena. Ab Sonntag heisst es wieder selber lernen.

Einkaufen im bunten Markt macht Spass. Es gibt jeden Tag frischen Salat und herrlich knuspriges Brot. Jeden Abend essen wir gemütlich mit Marlis und Kurt und unterhalten uns oft sehr engagiert und interessant.

Wir schlendern durch das schöne Sucre….

… unser Bänzli bekommt neue Finken, wir reparieren unsere Badezimmer Spülung, mein kaputtes Tigeraugen-Armband, machen Hausaufgaben und dichten das Dachfenster von Häusermann/Bucher neu ab.

Die Bewohner lieben ihre Stadt Sucre und – sie lieben Zucker. Selbst Salteñas, die leckeren Teigtaschen mit Füllung aus Huhn oder Rind beinhalten Zucker und Rosinen, Süssgetränke gibt es in 3-Liter Flaschen – Tee und Kaffee wird mit viel Zucker getrunken – ja die Stadt verdient in jeder Hinsicht den Namen SUCRE.


Fazit der Woche: Gar nicht einfach das Lernen in unserem Alter.

 

 

Wochenfilm:

Musik: Kala Marka, Yo Te Ame Yo Te Amaré

 

 

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