Website-Icon wenn-nicht-jetzt

17.-24.3.2024 da sind sie wieder, die Berge

Sorry bei der Veröffentlichung ist etwas schief gelaufen…..

 

http://www.wenn-nicht-jetzt.com

Eine seltene Freundschaft!

Hallo neue Woche, hallo tierische Freunde!

Nach 1 Tag Pause in Rurrenabaque erreichen wir das Städtchen Caranavi. Unser Bänzli ist in nur 1 Tag schmutziger denn je. Selbsterklärend in welchem Zustand die Hauptachse nach La Paz ist.

In Caranavi wird zu fast 60 Prozent Aymara gesprochen. Die Bevölkerung lebt von Kaffee Plantagen, Zitrusfrüchten und von Goldminen, legalen oder illegalen.

Der Baum steht gut verankert, trotzdem schauen wir mit etwas gemischten Gefühlen auf die bevorstehende Gross-Stadt La Paz. Kurz vor Coroico startet, respektive endet die Todesstrasse, auch Camino Antiguo, die einst gefährlichste einspurige Strasse der Welt. Auf dem Camino de la Muerte verlieren jährlich über 300 Menschen ihr Leben. 2006 wird eine gut ausgebaute, weniger riskante Umfahrungsstrasse von La Paz in die Yunga-Täler eröffnet. Seitdem sind auf der Todesstrasse hauptsächlich Touristen und Mountainbiker unterwegs – Nervenkitzel bringt gutes Geld. Auf einer Strecke von rund 65 Kilometern überwindet sie 3450 Höhenmeter und durchläuft mehrere Klimazonen, vom kalten trockenen Altiplano runter in die Tropenhitze.

Gelb: Umfahrungsstrasse, Rot: Todesstrasse, Blau: Unsere Alternativroute.

Natürlich möchten wir die legendäre Strasse gerne fahren aber in umgekehrter Richtung hoch nach La Paz. Schon im Flachland werden wir darauf hingewiesen, dass die Todesstrasse über ein langes Teilstück verschüttet sei. In Coroico fragen wir nochmals nach und erhalten die gleiche Antwort. Die ganze Strasse ist nicht passierbar.

So fahren wir eine Alternativstrecke über die Berge, vielleicht weniger spektakulär aber auch schön, staubig, eng und ermüdend😀. Freitag und Samstag sind die Strassen um La Paz gesperrt, es ist Volkszählung. Akklimatisieren und der Sperre entweichen ist unser Ziel und so landen wir im 300 Seelendorf Yanacachi auf 2‘200 Meter Höhe.

Hier endet der Takesi Trail, ein von der Bevölkerung Tiwanakus konstruiertes Meisterwerk der präkolumbianischen Ingenieurskunst. Er ist ein Kopfsteinpflaster Weg mit Wasserkanälen. Tiwanaku ist die erste Hochkultur Südamerikas, die 27.5 Jahrhunderte lang existiert, ca. von 1580 vor Christus bis 1172 nach Christus. Und ein Grossteil dieses Weges existiert heute noch – wie unglaublich ist das denn?

Wetterstimmungen aus unserem Schlafzimmerfenster. Eduardo und Lupita geben alles, um unseren Aufenthalt unvergesslich zu machen. Zusammen arbeiten wir im grossen Garten – ich vermisse Gartenarbeit.

Am Palmsonntag macht Eduardo eine Dorfführung mit uns. Wir bekommen viele Erklärungen über Menschen, Bräuche, Bäume, Pflanzen usw. und Einblicke in das einfache Leben der Bergbewohner.

Wir fühlen uns sehr wohl in Yanacachi und wer weiss, vielleicht sind wir bald zurück.


Fazit der Woche: Erholung pur auf 2200 Höhenmeter

 

Wochenfilm

Musik: Zulma Yugar, K’oli Pankarita

Die mobile Version verlassen