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10.-17.11.2024, …wenn der Regen nicht wäre….

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Anstelle einer weiteren Bergstrecke auf unbefestigter Strasse wählen wir Asphalt. Ja wenn der Regen nicht wäre….

für kurze Momente hellt es auf…,

…dann schüttet es wieder….

Die Rute 60 nach Chiquinquirá ist landschaftlich eine Zuckerschnitte. Bescheidene Behausungen, Nebelwand, Hügel- dann Berglandschaft….

…wir überqueren die Anden, genau die Zentralcordillere, wohl ein letztes Mal. Wie oft wir in diesen bis heute 806 Tagen Südamerika die Anden wohl überquert haben? Eine unglaublich beeindruckende Bergkette im Westen des Kontinents, mit 7000 Kilometern der längste Gebirgszug der Erde.

Wehmut kommt auf, in Gedanken ziehen unzählige Bilder von Gletschern, Vulkanen, grasbewachsenen Ebenen, Wüsten, Seen, Tieren und Wäldern vorbei. Durch Kolumbien, Ecuador, Peru, Bolivien, Argentinien und Chile hat uns die Bergkette begleitet mit Höhen bis zu 6’962 Meter, der Berg Aconcagua. Unser höchst gefahrener Punkt 4‘995 Meter, der Abra del Acay, bleibt für immer unvergessen.

Die Holperstrasse bringt uns zurück in die Gegenwart. Bänzli hüpft auf und ab, vor allem die Quersprünge belasten Skelette, Nacken und unsere überschüssigen Hautlappen an Hals und Oberarmen wackeln wie Pudding.

Wir geniessen immer wieder Traumplätze zum Übernachten mit riesigen Gärten für uns alleine. Wer will denn da immer den gleichen Rasen mähen und Beete jäten?

Das Kolonial-Städtchen Villa de Leyva ist dank seinem Status „Nationaler Denkmalschutz“ von modernen Bauten wie Büro- und Wohnhochhäusern verschont. Die zweistöckigen Häuserzeilen mit ihren Ziegeldächern, mit weissen Putzen und Holzbalkonen, die Kirche mit dem niederen Turm und das jahrhundertealte Kopfsteinpflaster der riesigen Plaza sind schon beeindruckend..

Aber überall wo Steine in Gärten und Plätzen vorherrschen, herrscht auch eine steinige Atmosphäre. Wir vermissen auf der Plaza die Lieblichkeit. Scheussliche Abfalleimer und PET Sammler machen das Fotografieren schwierig, selbst Blumenschmuck bei den Häusern ist teils aus Plastik. Zum Glück nicht überall.

Der Hauptplatz, immerhin 14‘000 m2, ist so imposant dass er immer wieder als Filmkulisse dient, so auch für den Film Cobra Verde von Werner Herzog.

….. und mit Licht…..

Mit Simona und Stefan essen wir die beste Pizza in Südamerika……

……spielen Dog und geben uns Updates seit dem letzten Treffen. Immer schön sie zu sehen. Gute Weiterfahrt ihr Mutigen und Verrückten.

Es folgt eine A nach B Fahrt, immer wieder regnet es heftig. Treibhäuser mit Tomaten tragen nicht zur Schönheit der Gegend bei….

….froh erreichen wir das Städtchen Barichara. Es soll ein Geheimtipp sein. Ob es das ist erzähle ich euch nächste Woche.

Vorab schon mal das: Auch hier wird samstags geheiratet.

 

Fazit der Woche: Einiges fällt ins Wasser. 

 

Wochenfilm:

Musik : El Charrito Negro, Eligeme

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