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Wer hätte das gedacht, nach X-Grenzübertritten wird uns ausgerechnet in Mexiko die Einreise verweigert. Auf dem Motorfahrzeugausweis steht der Name: Gloor – Ambauen Werner Erwin auf dem neuen Pass nur Gloor Werner Erwin. So sorgt „dä Ambaiä“ für echten Trouble. Wir bekommen keine temporäre Einfuhrbewilligung TIP für Bänzli. Sie wollen eine Heiratsurkunde sehen, haben wir nicht. 5 Stunden diskutieren, 5 h Beweise liefern, dass Ambauen mein lediger Name ist; 5 h Beweise liefern, dass wir verheiratet sind, das kostet Nerven, Tränen fliessen. Anny, Bruno und Maria versuchen alles, uns weitere Belege zu liefern, hilft alles nichts. Was tun?
Ohne TIP bekommen wir die Bewilligung, zum nächsten Ort zu fahren. Wir brauchen gute Energie. Erst mal ein Bier trinken, gut essen und jeden Winkel unseres wunderschönen Hotels geniessen.
Wo das Auge hinschaut sind liebevolle Details, von Gnomen über Kunst, Ruheplätzen über Bademöglichkeiten und das Beste, der junge Küchenchef Elias hat in London und Paris gelernt und komponiert unglaubliche Geschmacksexplosionen – wir versuchen die Schikane am Zoll zu vergessen.
Gedanken-Wirrwarr die ganze Nacht. Gelöst ist unser TIP Problem nicht. Unsere Sonja legt sich in der Schweiz ins Zeug, organisiert Namensänderung und Heiratszertifikat in windeseile, Laura hat Beziehungen zu einem Edelweiss Crew Mitglied, ✈️ Ankunft nächsten Samstag in Cancún und wir dürfen uns nach erneuter Rücksprache mit der „Banjercito Aduane“ innerhalb des Bezirks Quintana Roo frei bewegen da Zollfrei Region.
Das heisst, wir dürfen nach Cancùn fahren. Lichtblicke, langsam kommen wir in Mexiko an, Tränen trocknen, Migräne verschwindet, mein Wunsch zu packen und nach Hause zu fliegen wird weniger.
Was als erstes auffällt in Mexiko: Es wird wieder spanisch gesprochen, es gibt sensationelles Essen, eine Eisenbahn und ein tolles Lebensmittel Angebot.
Haarfärbemittel speziell für Männer.
Bacalar ist der perfekte Ort um zur Ruhe zu kommen. An der Lagune der sieben Farben liegend ist das Städtchen eine wahre Oase.
Zu sehen gibt es nicht viel, das Fort Fuerte de San Felipe hat man schnell besichtigt,
die Strassenkunst auch –
– und genau diese Belanglosigkeit macht Bacalar für uns so attraktiv. Die Süsswasser-Lagune, über 50 km lang, leuchtet in kräftigen Blau- und Türkistönen. Sie lockt zum Baden, zu Bootstouren oder einfach zum Bummeln dem Ufer entlang um die Farben aufzusaugen.
Wir sind so wohl auf unserer privaten Terrasse dass wir 3 Nächte bleiben.
Ich muss zuerst Google fragen was eine Cenote ist denn davon gibt es alleine in Quintana über 1’000 Stück. Der Name bedeutet in der Maya Sprache „ts’ono’ot“ = „Heiliger Quell“. Es sind eingestürzte Kalksteinhöhlen die von Quellen und unterirdischen Flüssen geflutet sind. Früher als Trinkwasserbrunnen genutzt, wird heute darin gebadet und getaucht – im glasklaren Wasser, mit schönem Lichtspiel, kühl und meistens umrandet von Wald und Grün.
Die Farbe der Cenote Azul ist nicht so spektakulär wie jene der Lagune. Menschen planschen mit obligatorischen Sicherheitswesten – wir beobachten vergnügt das Treiben.
Unglaublich schön diese Farben der Lagune de Bacalar – wir können uns kaum satt sehen.
Moderne Architektur trifft auf Naturfarben.
Beim Mittagessen bin ich in netter Gesellschaft dieser zwei Herren.
Jetzt ist sie da, die Regenzeit. Auf der Fahrt Richtung Cancún gäbe es einige sehenswerte Cenoten – wir lassen sie weg.
Baustelle reiht sich an Baustelle, Hotelkomplexe und Residenzen werden aus dem Boden gestanzt und künden den Touristenort Tulum an.
Es türmen sich Tonnen von See-Grass am Strand, englisch sprechende „Von allem zuviel Menschen“ spazieren ihre kosmetischen Eingriffe, kunstvollen Tattoos und Boutique Mode in sehr teure Restaurants, es fehlt an nichts, nur an Natürlichkeit und Ausstrahlung.
Ob Weihrauch dieser Gesellschaft von Oberflächlichkeit und Smartphone-Mania noch hilft? Wir sind auf jeden Fall froh sind wir nur 1 Nacht hier.
Auf der Fahrt nach Cancún organisieren wir 2 Billette für den Cirque du Soleil. Schon so lange haben wir keine Veranstaltung mehr besucht. Wir freuen uns sehr auf nächste Woche.
Der erste Blick auf Cancún überrascht. Klar ist die als Zona Hotelera bekannte, 20 Kilometer lange Küste an schönsten Karibikstränden sehr touristisch.
Es reihen sich Hotelkomplexe in die Breite und Höhe, vorwiegend im 5Sterne Bereich, wo ein Zimmer in der Nebensaison (und das sind wir jetzt) locker über 1‘000 USD pro Nacht kostet. Sehen und gesehen werden ist das Motto, in Pools wird an Drinks genippt und viel, viel Geld ausgegeben.
Restaurants sind von Architekten geplant und dekoriert, alle mit hervorragend geschultem Personal die Anspruch auf 25% Service erheben, Vorgeschmack auf Amerika.
Isla Mall lässt alle kauffreudigen Herzen höher schlagen, es ist ein ganzes Dorf wo sämtliche Edel-Marken vertreten sind….
… und wir fragen uns wieviele Millionen hier wohl monatlich umgesetzt werden?
Swatch, Viktorinox und Montblanc, die seit 1993 zur Schweizer Richemont-Gruppe gehört, sind vertreten – zum Glück brauchen wir nichts.
Was so harzig beginnt, endet mit einer Woche voller Luxus und Überfluss, wir sind froh haben wir ein Airbnb etwas abseits.
Samba Pa Ti ist unser Beziehungslied seit 53 Jahren und da Carlos Santana 1947 in Mexiko geboren ist, wähle ich sehr gerne diesen grossartigen, geradlinigen Gitarristen als Auftaktmusik zu unserer ersten Woche Mexiko.
Fazit der Woche: Wechselbad der Gefühle in nur 1 Woche
Wochenfilm:
Musik: Carlos Santana, Samba Pa Ti