Anzeigeprobleme? Dann klicke unsere Webseite direkt an: http://wenn-nicht-jetzt.com
Schätzungsweise 30’000 Menschen sind in Mexiko-Stadt obdachlos. Da liegen oder hocken sie auf schmutzigen Strassen die nach Urin stinken, leere Blicke treffen uns, der Zahnarzt Stuhl bleibt bei ihnen unbesetzt, ihre paar Habseligkeiten liegen achtlos herum, ausgemergelt suchen sie nach Essensreste. Ein Anblick der für uns schwer zu ertragen ist, arm, hoffnungs- und würdelos vegetieren sie vor sich hin. Es wäre interessant ihre Lebensgeschichten zu hören, zu verstehen warum sie da sind wo sie heute sind. Was können wir tun? Betroffen wegschauen? Ihnen mindestens ein Lächeln schenken? Geld geben?
Wir verschenken alte Kleider immer an Obdachlose, manchmal besorgen wir Essen. Verkaufen sie Lutscher oder spielen ein paar schräge Töne auf einem Instrument geben wir auch Geld. Nützt es ihnen? Nein – es ist vielleicht 1 Minute in ihrem Leben die etwas wie einen Hoffnungsmoment vortäuscht.
Ihre Lebenserwartung ist gering – hoffen wir, dass sie einen Ehrenplatz auf der anderen Seite bekommen.
Farbenprächtige Kostüme, einzigartige Choreografien, Grazie, hohe technische Schwierigkeiten und verdammt flinke Füsse haben die 60 Tanzenden – es ist eine bezaubernde Vorführung voller Kunst und Lebensfreude.
Die Band Vargas de Tecalitlán begleitet das Ballett, jeder auf seinem Instrument ein Virtuose. Diese renomierte Mariachi-Gruppe begeistert nicht minder.
Auf dem Zócalo (dem Hauptplatz) treffen Musiker/innen und Tänzer/innen aus der ganzen Region ein. Die Stimmung ist ausgelassen friedlich.
Es wird musiziert, getanzt, geschlendert, verkauft, geplaudert – was für ein schönes Ende der Kulturwoche der Indigenen Bevölkerung.
Meine Krone kommt am Montag rein, sitzt, Farbe ist gut, Mund wund, essen schwierig – macht nichts – habe eh 3 kg mehr auf den Rippen.
Nochmals einen Streifzug durch die Stadt, eine Kontrolle beim Dermatologen von Wernis Kopfhaut und schon sitzen wir wieder im Bus nach Puebla.
Da steht er, Bänzli, in neuem Glanz mit neuen Ölen versorgt, rundum erneuert und abholbereit. Die Rechnung, von Fehlern gespickt, muss 3 mal neu ausgestellt werden, die Zahlung dauert – wir sind halt immer noch in Mexiko.
Die neuen Reifen sind montiert, unsere Reise geht weiter nordwärts.
Eine Wohltat wieder in freier Natur zu stehen, draussen zu essen, im eigenen Bett zu schlafen und selber zu kochen.
Teotihuacán ist eine weitere bedeutende Stätte in Mexiko die zur Blütezeit 200‘000 Einwohner hat.
Dieses Mal erkunden wir die Ruinen nicht zu Fuss sondern per Heissluftballon. Morgens um 5.20 h werden wir im Camping abgeholt, es ist ein leuchtender Morgen. Was für eine Stimmung!
Bunte Ballone füllen sich mit Heissluft und schweben in der Morgendämmerung Richtung Pyramiden, Magie liegt in der Luft.
Es ist einer jener Momente, die sich für immer in die Matrix der Erinnerung einbrennt.
Die bekanntesten Bauwerke sind die Sonnen- und die Mondpyramide. Die Grundfläche der Sonnenpyramide ist genauso gross wie die der Cheops Pyramide in Ägypten. Wikipedia https://de.m.wikipedia.org/wiki/Teotihuacán
Im Camping von Omar und Julia gefällt es uns so gut, dass wir eine weitere Nacht bleiben und unser Büsli auch von innen zum Glänzen bringen. Wir wollen ja schliesslich alle 3 einen guten Eindruck hinterlassen wenn wir in ca. 1 Woche in die USA einreisen.
Fazit der Woche: Was haben wir für ein Glück nicht zu den Vergessenen zu gehören.
Wochenfilm:
Musik: Vargas de Tecalitlán, Járabe Tapatío