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Den Guadalupe Bergen (höchster Berg Texas’s mit 2‘667 Meter) verdankt der NP seinen Namen.
Die Wanderung auf den Guadalup Gipfel trauen wir uns noch nicht zu. Als Konditionstraining wählen wir den Frijole Trail zur Smith Quelle und zurück.
Es sind 13.8 Kilometer rauf und runter, als Sporteinheit gut. Der Pfad ist grösstenteils Steppe, immerhin gibt es Kraft in die Beine.
Bis ins 19. Jahrhundert leben Apachen in dieser Region. Die Spanier bringen im 16. Jahrhundert Pferde nach Texas. Die Apachen freuen sich über die Vierbeiner, die Jagd und Wanderung des Stammes wird wesentlich vereinfacht.
Was wir unglaublich schätzen, sind die Besucherzentren in den jeweiligen NP. Es wird freundlich und kompetent informiert, Pflanzen und Tiere im Park vorgestellt, wir bekommen einen Prospekt in die Hand gedrückt, die Wanderwege sind ausgeschildert, es wird kein Führer aufgedrängt, keine Souvenirs angepriesen und es gibt saubere Toiletten sogar mit Klo-Papier.
Wir bekommen Besuch von dieser süssen Maus!
Chemtrails oder Kondensstreifen? Tatsächlich haben wir die weissen Bahnen in Süd- und Zentralamerika fast nie gesehen. Schnurgerade Strassen über viele Kilometer sind keine Seltenheit.
White Sands – die erste Test-Atombombe der Welt explodiert am 16. Juli 1945, für den US-Physiker Robert Oppenheimer und sein Team ein Moment des Triumphes. Mit dem Trinity Versuch beginnt das traurige Kapitel der Atomwaffen. Kurze Zeit später wird Hiroshima und Nagasaki Zielscheibe atomarer Angriffe.
Für die nahen Bewohner, mehrheitlich Latinos und Indigene, ist die Explosion ein Ereignis mit schrecklichen Folgen. Viele erkranken in Folge an Krebs. Für die Betroffenen gibt es keinerlei Entschädigungszahlungen, in Christopher Nolans Film „Oppenheimer“ wird ihr Schicksal nicht mal erwähnt.
Im Film ist das Trinity-Testgelände als menschenleere Wüste dargestellt, in Wirklichkeit leben damals nicht nur Oppenheimers Mitarbeiterstab, sondern tausende andere Menschen in einem Umkreis von nur 80 Kilometern. Die Explosion, die pilzförmige Riesenwolke von 15’000 Meter, der radioaktive Staub der durch anschliessende Regenfälle breitflächig verteilt wird, lässt viele Strahlenopfer zurück.
White Sands spielt aber auch eine wichtige Rolle bei den Tests und Starts verschiedener Raketen Missionen wie die V-2 (die erste Rakete die den Weltraum erreicht) und ist 1982 Schauplatz der Landung des Space Shuttles Columbia. Noch heute werden Piloten im nahe gelegenen Holloman Air Force Base ausgebildet.
Das White Sands Missile Range Museum befindet sich in Militärgebiet. Wir durchlaufen eine Befragung, Passkontrolle, Fingerprints und Fototermin – dann erhalten wir die Besucherbewilligung.
Erinnerungen an Familien TV Stunden kommen auf. Alle sitzen wir in der guten Stube auf der grünen Velour-Polstergruppe, Frigor-Schokolade auf dem Salontisch und lauschen gespannt der Stimme von Bruno Stanek. Wir zählen beim Start mit….. 6-5-4-3-2-1-0 und hoch geht sie, die Rakete.
Jetzt stehe ich auf dem Gelände, fasziniert und bedrückt zugleich.
Das Gelände des Atomversuches ist nur 2 mal jährlich für Besucher geöffnet, das Museum das ganze Jahr über. Es ist gut und ehrlich dokumentiert und teils schwere Kost. So diskutieren wir, dass von Kindern lernen aus Fehlern verlangt wird – wir Erwachsenen aber nichts dergleichen tun – weiter Kriege führen mit hauptsächlich Verlierern.
Nur wenige Kilometer entfernt liegt der Nationalpark White Sands. Jetzt hellt sich unsere Stimmung rapide auf, wir sind in einer Märchenwelt aus Weiss.
Hier befindet sich die grösste Gipsdünenlandschaft der Welt inmitten der Wüste von New Mexiko. Ein kitschiges Meer aus Glitzern begleitet uns auf unserem Spaziergang durch die Dünen.
Die hier lebenden Pflanzen und Tiere haben es nicht leicht. Im Winter sehr kalt, im Sommer sehr heiss trotzen sie den harten Bedingungen.
Es ist wunderschön durch die Hügel zu gehen – jedoch zu warm für die 3 stündige Wanderung.
Der Kopf sagt Schnee, der Körper sagt Schwitzen.
Was für eine gigantische Natur.
Wir haben immer noch viel zu lernen im System USA. Zum Beispiel wie man Diesel tankt und bezahlt, Auto wäscht, Waschmaschinen selber betätigt mit einer App….
… auch hier fressen Waschmaschinen Socken….
….Vergünstigungen auf Campingplätzen erhält, US-App im App-Store sichtbar werden ohne US-SIM usw. usw. Schritt für Schritt, mit viel Zeitaufwand, finden wir Lösungen.
… und nach viel hin und her und langer Verweigerung zieht auch Starlink bei uns ein.
Freistehplatz am Van-See, Roswell.
Unser Erich von Däniken hätte seine wahre Freude am Int. Alien und UFO Museum in Roswell. Als Roswell-Zwischenfall bekannt behauptet ein Rancher 1947, eine fliegende Untertasse gesehen und Teile eines abgestürzten UFOs gefunden zu haben.
Das Militär bestätigt zuerst den Fund, dementiert kurz darauf aber – es seien Überreste eines abgestürzten Wetterballons. Spekulationen, Vermutungen, Fantasien, Spinnereien oder Realität? Das Museum zieht auf jeden Fall viele Besucher an. Es hat einen gewissen Spassfaktor – ist aus unserer Sicht aber kein Muss.
Der Shop „Camping World“ in Albuquerque ist eine grosse Enttäuschung. Wir bräuchten einiges an Zubehör, finden ausser ein paar Kleinigkeiten nichts. Ausnahmsweise kommt das BIG nicht zu tragen.
Fazit der Woche: Es gibt immer noch viel zu lernen
Wochenfilm
Musik: The Chick‘s, Long Time Gone