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6.-12.10.2025, Mensch braucht das Nerven

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Waschsalon, Lebensmittel aufstocken, Zadarma in Gang bringen mit einer eigenen US Telefonnummer und Liefertermine bestätigt bekommen für Batterien und Kupplung, das ist unser Montagsprogramm. Werni steht wieder – braucht aber immer wieder einen Kurzschlaf – die Grippe hat ihn ganz schön mitgenommen.

Am Mittwoch bekommen wir die zwei Lithium Batterien eingesetzt. Halleluja!

Ben, der für uns zuständig ist, ist ein freundlicher, kommunikativer Mensch. Wir sind froh können wir das Projekt Boulder Campervans abschliessen.

Es wird auch in Colorado Herbst.

Jetzt stehen wir bei einem Sprinterspezialisten. Gut ausgerüstet sind Getriebe und Kupplung schnell abmontiert. Leider stellt sich heraus dass auch das Schwungrad ersetzt werden muss und das ist nicht an Lager.

Beim Blick auf die Ladesituation der neuen Lithium Batterien stellen wir fest, dass sie nicht laden trotz Landstrom – im Gegenteil, wir verlieren konstant an Leistung bis wir auf Null sind, Kühlschrank, Licht, Zahnbürste – AUS.

Zum ersten Mal auf unserer langen Reise haut mich die Situation echt aus den Socken. Ich bin so was von müde von unfähigen Grossmäulern, ihrer Angeberei, Eigenruhm, Arroganz und dann ihrer Fehlerquoten und Unfähigkeit – die Folgen tragen und berappen immer wir. Nur Johann aus Guatemala und Mercedes in Puebla haben ihre Aufgaben mit Bravour erledigt. Ich versinke in eine Depression und will nach Hause!

Mir ist nicht mehr nach Spassen.

Auf Boulder Campervan ist nicht wirklich Verlass, anstelle ihre Arbeit zu überdenken suchen sie den Fehler bei uns, keine Bereitschaft am Donnerstag  zu helfen, ab Freitag haben sie wieder geschlossen. Regula und Hansruedi unterstützen uns aus Kanada (sie fahren das selbe Büsli wie wir) wo sie können. Den Durchbruch schaffen wir mit Timon, unserem treuen und hilfsbereiten Reisebegleiter über mehrere Monate und jetzt wieder arbeitend in der Schweiz.

Zuerst hört er geduldig unserem Frust zu, dann stellt er kompetent Frage um Frage. Ein Schalter am Ladebooster steht falsch..

….und als er nach dem Temperaturmesskabel fragt, beginnt er zu lachen und ruft:“ Hey ich habe den Fehler.“

Wir verbinden die beiden Kabel des Temperatursensors miteinander und siehe da, unsere Batterien beginnen zu laden.

Danke Regula, Hansruedi und Timon für eure grossartige Unterstützung. Ihr habt den Blues bei uns vertrieben. Danke Timon für alles, bist ein Goldschatz.

Unsere Psyche bessert weiter. Auch José und Tyler von Sprinter & Benz Service machen einen guten Job. Unser Glücksstern leuchtet wieder. Ab Freitag Nachmittag sind wir erneut fahrtüchtig. Immer noch wankelmütig fahren wir zum bekannten, ruhigen Camping neben der Reithalle und überlegen wie weiter. Die 17 Tage Boulder mit Warten und Krankheit haben uns ganz schön Energie, Nerven und USD 13‘000 geraubt.

Noch etwas zum Schmunzeln:

Ob tatsächlich jemand seine Wäsche an der Sprinkleranlage des Hotelzimmers aufhängt?

 

 

Fazit der Woche: Glücklich ist wer trotzdem tanzt! 

 

 

Wochenfilm:

Musik: George Strait, I Just Want to Dance With You
Wenigstens die Wochenmusik soll fröhlich sein.

 

 

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