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Ein paar Regentage gut verteilt in den kühlen Wintermonaten weckt die schlafenden Samen der Wildblumen.
Die Wüste blüht – was für ein Anblick. Wo im Sommer Dürre, Sand und Trockenheit herrscht ist die Explosion der Blumen ein Wunder.
Dieses Wunder beginnt gerade und erreicht seinen Höhepunkt in ca. 4 Wochen. Was sind wir für Glückspilze.
Unser Grossneffe Julian macht uns neugierig auf das gleichnamige Städtchen. Ich will nur ein paar Fotos knipsen – doch welch Überraschung!
Julian ist ein historisches Goldgräberstädtchen in den Cuyamaca Mountains, bekannt für seine Goldrausch-Geschichte (1870) und vor allem für seinen köstlichen Apfelkuchen sowie Apfelwein.
Hier sind die 4 Jahreszeiten wie in der Schweiz – Frühling (Blumen), Sommer (Wandern), Herbst (Ernte) und Winter (Schnee). Apfelplantagen prägen die Umgebung, historische Gebäude können besucht werden und vor den Bäckereien stehen Schlangen um den Applepie zu kaufen.
Die Hälfte meines Herzens ist immer noch in Afrika, ob es je zurückkommt?
Gorilla-, Africa- Okawangotrail – das verheisst ein Hauch von Afrika in Südkalifornien. Im San Diego Zoo Safari Park frischen wir unsere Tier-Erinnerungen auf.
3’000 Tiere auf 1’800 Hektar lassen die 5 h Besuch im Nu vergehen. Ursprünglich als zusätzliche Zuchtanlage für den San Diego Zoo und gefährdeter Tiere wie zum Beispiel der kalifornische Kondor und das Dickhornschaf gedacht, ist er zu einem beliebten Besucherziel geworden.
In Freigehegen und grossflächigen Lebensräumen sind Giraffen, Löwen, Nashörner, Zebras, Impalas usw. zu beobachten. Je grosszügiger die Fläche – je mehr Verstecke für die Tiere und das ist auch gut so.
Im Elektrotram sitzend werden uns die Tiere in der Savannenlandschaft vorgestellt. Gamedrive Gefühl! Und wir sehen tatsächlich Tiere die wir noch nie gesehen haben wie der Okapi, eine Giraffenart die in Kongo heimisch ist.
Was für ein genussvoller Tag.
Welches ist der schönste Zoo der Welt? Es ist wohl der San Diego Zoo der oft für seine naturnahen Gehege und Naturschutzarbeit gelobt wird. Wir besuchen auch ihn, haben wir doch ein Kombi-Billett.
Das Löwenmänchen brüllt..
… die Elefanten scheinen sich im Riesengehege wohl zu fühlen..
….der übermütige Gorilla-Junge macht die Zuschauer zum Affen – er glotzt sie demonstrativ an…
…Hippos wälzen ihre Massen aus dem Wasser – ich bin auf der Suche nach meiner afrikanischen Herzhälfte.
Und da sind die ganz Kleinen….
…. und Gewöhnlichen….
Ein weiteres schönes Erlebnis auf unserer Reise.
Bei diesem süssen Blick der Löwendame erzähle ich noch etwas über Zucker. In den USA habe ich beim Einkaufen eine regelrechte Neurose entwickelt – bei allen Produkten wird der Zuckergehalt überprüft . Brot-2-3 Gramm, Schinken-2G, frische Ravioli-5G, Apfelessig-Bio-10G, Würstchen-2G, Milch-Bio 4G usw. usw. Es scheint nichts ohne Zucker oder süsse Marinade zu gehen. In Restaurants ist meine erste Frage ob das Gericht süss sei? Warmes Süsses in Zusammenhang mit Fleisch ist von meinem Gaumen nicht akzeptiert, und so hat mein Gaumen eine schwere Zeit in den USA. Eine weitere Gewohnheit der Amerikaner? Sie essen und trinken überall und zu jeder Zeit – sie scheinen konstant im Verhunger- oder Verdurstungsmodus zu sein. Die griffbereite Wasserflasche versetzt sie in einen steten Nuggel-Zustand was manchmal in ihrem Verhalten durchdrückt 🤭.
San Diego, „America’s Finest City“, überrascht uns so, dass wir den Aufenthalt immer wieder verlängern. Mexiko ist schon deutlich spürbar, das Flair der Stadt gefällt uns, wir sind zwei Tage mit dem Hop-On/Hop-Off-Trolley-Bus unterwegs.
Unser Fahrer erzählt spannend mit viel Humor, beschallt uns in den verschiedenen Vierteln mit passender Musik und ist ein wahrer Patriot als ehemaliger Marine Soldat. Der Marsch „Stars and Stripes Forever“ von Sousa erklingt immer wieder und ehemalige Marine- und Armee-Soldaten werden beklatscht.
San Diego ist ein wichtiges Zentrum der US Navy und einer der grössten Militärstandorte des Landes. Als Heimathafen der gesamten Pazifikflotte liegen über 60 mit modernen Waffensystemen ausgestattete Marineschiffe angedockt. 24’000 Militär- und über 10’000 Zivilangestellte leisten Dienst, in nahen Häfen liegen U-Boote, Flugzeugträger, Luftgeschwader und das Ausbildungszentrum für Rekruten.
Die Militärpräsenz ist ein Eckpfeiler der lokalen Wirtschaft und unterstützt Zehntausende von Arbeitsplätzen.
Wir Hopen-Off zur 2 stündigen Hafenrundfahrt. Die Skyline und das vor Anker liegende Kreuzfahrtschiff (4000 Gäste und 1000 Personal) sind beeindruckend.
Seelöwen stinken vor sich her….
…die Kormorane trocknen die Flügel, die Kriegsflotte ist omnipräsent, F/A-18 Kampfjets dröhnen über uns, das Wetter ist herrlich, die Koronado Brücke schwungvoll – eine sich lohnende Schifffahrt finden wir.
Der Kellner mogelt zwar, auf sein Buongiorno, benvenuti stellt sich heraus, dass er aus Brasilien stammt.
In „Little Italy“, einem lebendigen Viertel, essen wir hervorragende Pasta. Früher leben hier italienische Familien von der Thunfischindustrie.
Heute reihen sich gemütliche Cafés, feine Restaurants, Brauereien und Boutiquen aneinander. Kochen können sie, diese Italiener!
Wir schlendern mit dem Sonnenuntergang dem Hafen entlang…es gäbe noch viel zu erzählen wie…
…. von der HMS Surprise: Eine Nachbildung einer britischen Fregatte für den Film Pirates of the Caribbean
…. der Skulptur „küssende Matrose“ basierend auf dem ikonischen Foto vom Times Square, das das Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 symbolisiert.
…dem Midway Flugzeugträger Museum von 1945 bis 1992 im Dienst der US Navy.
…. Niki de Saint Phalle, der Baseball Player 1999…
…vom berühmten Koronado Hotel wo Szenen zu „Some Like It Hot“ Marylin Monroe unvergesslich macht…
… und der fantastischen Stadt wo wir nochmals um eine Nacht verlängern.
Fazit USA: Über 4 Monate Reisen durch den Südwesten haben uns landschaftlich total begeistert – ja sogar aus den Socken gehauen. An Schönheit und Andersartigkeit (für uns Schweizer) schwer zu übertreffen, bietet diese Ecke ein Sahnehäubchen nach dem Anderen. Die Menschen sind für uns Europäer schwer zu fassen, sie sind anders. Einige unserer Leser schreiben, dass sie die USA zur Zeit nicht bereisen würden. Das können wir verstehen ABER …. Hätten wir die Länder nach der Regierung und politischen Lage ausgesucht, hätten wir wohl einen Grossteil nicht gesehen. Keine Seidenstrasse, keine Afrikaroute, keine Süd- und Zentralamerika-Passage, kein Nordamerika und auch einige europäische Länder würden als Reiseziel wohl wegfallen. Das heisst nicht, dass wir Regime nicht kritisch hinterfragen.
Wochenfilm:
Musik: Parido Alto, Samba Rock: Mamas & the Papas (aus Kalifornien) Stück: California Dreamin