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24.2.-2.3.2020 Informationsspeicher

Kennst du das Buch über Wasserkristalle vom Japaner Masaru Emoto? (wärmste Empfehlung.) Ich denke an das Buch weil  diese Woche weiter geprägt ist vom Thema Wasser.

Die Kleinstadt Kawambwa, mit  immerhin 1 Tankstelle, wurde durch Sambias einzige Teeplantage bekannt. Bis hier ist die Strasse geteert und verläuft grösstenteils der kongolesischen Grenze entlang. Wir wollen im besten Hotel in der Stadt um Camping nachfragen. Sie sind so unfreundlich, dass wir weiter fahren und bei dem kleinen und sauberen Gästehaus „la Villa“ Unterschlupf finden.

Das Lachen des fröhlichen Managers ist ansteckend.

Willkürlich wählen wir jeweils eine sehr arme Region aus, um einen finanziellen Beitrag zu leisten. Diesmal kommt das Spendengeld aus dem „Schaub-Fond“. Der hiesige Pfarrer wählt die 6 ärmsten Familien seiner Gemeinde aus, es sind Witwen, Eltern von Kindern mit Handicap und geschiedene Mütter.

Wir gehen mit den Frauen einkaufen. Jede Familie bekommt einen 25kg Sack Mais, Seife, Wasch-, Milchpulver und kleine Extras.

Wir bekommen ein Gebet und viele gute Wünsche mit auf den Weg.

Über eine zeitraubende Piste mit heiklen Teilabschnitten begrüssen uns die Lumangwe Fälle als Juwel.

Wasser als Informationsträger ist in der energetischen Medizin bekannt. Bei den Naturwissenschaften wird dies bezweifelt und als „Scharlatanerie“ abgetan. Durch 12 jährige Forschungsarbeit von Emoto gelingt ihm der Nachweis, dass Wasser in der Lage ist, nicht nur Informationen, sondern auch Gefühle und Bewusstsein zu speichern. Als Zweifler bitte Emotos Buch zur Hand nehmen, lesen und staunen. 

Wir stehen 3 Tage am tosenden Fall und schreien uns an –  so laut ist das Rauschen des Wassers.

Hier ist nichts! Schwer zu erreichen verirren sich selten Gäste in die Schönheit des Urwalds und Sprühnebels.

Im ruhigeren Gewässer waschen wir uns und das Geschirr und erleben Natur pur.

Die 15 km hin und zurück zum Kabwelume Fall laufen wir und viele bunte, kleine und grosse Schmetterlinge umflattern uns. Die Fälle und Landschaft ist atemberaubend.

Bei den nächsten ca. 90 km Erdstrasse nach Mporokoso sind wir aufs Schlimmste gefasst. Die Piste soll in einem äusserst schlechten Zustand sein und Stunden verschlingen. Wir haben Glück, es ist seit 2 Tagen trocken und Werni fährt die Strecke relativ locker.

Es kann behauptet werden, dass der Nord/Osten von Sambia die Region der Wasserfälle, Sümpfe und Seen ist. Jeder Fall ist auf seine Art imposant und anders, wir lieben sie und sehen längst nicht alle.

Der Chishimba Fall gilt als heiliger Ort. Über einen 300 Meter langen Weg durch Palmendickicht erreichen wir die Abbruchkante wo der Fluss Luombe in die Tiefe donnert. Wasserkraft die beeindruckt.

Hier finden wir den schönsten Yoga Platz seit wir unterwegs sind. Da vibriert das Om von alleine durch unsere Zellen.😃

Wir flüstern dem Wasser zu: „Grüsse all unsere Lieben zu Hause,“ in der Hoffnung, dass die selben Wassertropfen irgendwann in Europa ankommen und Dir die Botschaft überbringt.

Hast du noch mehr Wasserfälle geplant fragt mich Werni augenzwinkernd beim Frühstück?

Die Stadt Kasama mit ca. 120’000 Einwohnern beherbergt einen Bischofsitz, ein Ausbildungsseminar für Lehrer, ein Spital, eine Zuckerraffinerie und gilt als Handelszentrum und Versorgungsstadt des ganzen Nordens.

Die Provinz gehört zu den am dünnsten besiedelten in Sambia. Miombo Wälder prägen die Landschaft, dazwischen liegen hauptsächlich Mais- und Maniokfelder. 

Nein, falsch – ich nehme kein „Jödäli“ sondern lande beim einzigen Zahnarzt von Kasama. Die ägyptische und im Dezember in der CH kontrollierte Füllung landet in einem Bissen Brot. 
            
          
Es tut mir leid, es braucht eine Krone,“ wird mir mitgeteilt. „Scheisse,“ denke ich! 
Es braucht etwas Mut, sich einen Zahn zu einem Stumpf fräsen zu lassen und das in der tiefen Provinz von Sambia.
         
         
CHF 97.- kostet die ganze Behandlung inkl. Zahntechnik. Wenn das nur gut kommt. Und so drückt Elijah meinen Kopf an seine Brust und beginnt zu schleifen, fräsen, bohren und ich sende Stossgebete gen Himmel es möge doch alles gut kommen. Das Provisorium wird eingesetzt, meine trockenen Lippen mit Vaseline eingeschmiert und entlassen bin ich bis Montag. 
Fubest Trading ist ein riesiger Laden im Besitz von Chinesen und das ganze Sortiment ist made in China. 
         
            
Billigstprodukte von Koffer über Teppich, Kunstblume über Creme, Ventilator über Werkzeug, alles nötige und unnötige steht im Angebot. 
          
Und wie so immer im Leben wollen weisse Menschen braun, und schwarze Menschen weiss werden. 
Wir entdecken diese Überraschung in Kasama! 
         
           
Ein Montessori Lernzentrum! Und schon entfacht Maria Montissori eine Diskussion zwischen Werni und mir, was bei uns als Informationsspeicher aus unseren Schultagen hängen geblieben ist. 
Wo es eine Montessori Schule gibt können die Zahnärzte nicht so schlecht sein tröste ich mich und schaue dem Montag zuversichtlich entgegen. 

 

Fazit der Woche: stets dem Wasser zuhören 

 

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