Wir nutzen die 30 Minuten Fährezeit von Rio Grande nach São José do Norte für ein „Nätschi“. Die brasilianische Familie will viel von uns wissen und auch sie erzählen aus ihrem Leben. Spannende Kurzbegegnungen die unser Leben bereichern.
Petrus kennt kein Erbarmen. Die Sonne scheint just für ein paar Momente, um den Wolken zu zeigen, wo sie sich erneut ausschütten sollen. Und das scheint immer dort zu sein, wo wir gerade sind.
Treue Hundeaugen erweichen jedes Herz. Wir haben sogar einen Sack Hundefutter mit dabei. Stehen wir frei und streunen wilde Hunde, bekommen sie eine hand-voll Futter. Sie legen sich dann treu unter das Auto und nähert sich jemand, bellen sie wachsam los. Das klappt oft aber nicht immer.😀
Hundeyoga mit Myriam! Der „Hund“ muss noch geübt werden.
Selbst die Kuh wartet auf die Morgengymnastik und beschenkt unserem Sitzplatz frischen Fladen.
Und weil es so schön ist nochmals 20 km bei Regen und Nebel dem mystischen Meer entlang.
Kautschuk-Gewinnung grossflächig.
Wer kennt sie nicht, die Pechtage? An der Lagune Pacopari scheint das Camp Lisboa schlechte Energie auszustrahlen. Wir 4 sind vom Unglück verfolgt. Zuerst bricht ein Wasserhahn und überschwemmt die Waschstelle, der Salat samt Sauce landet auf dem Boden, der Benzinkocher geht in Flammen auf und zu guter letzt beginnt es so plötzlich zu schütten, dass das Freilichtessen ins Wasser fällt und die Wäsche wieder nass ist. Shit happens, würde unser Chris von Rohr sagen und so trösten wir uns mit einem Glas Wein über das Pech hinweg. Morgen ist ein neuer Tag.
Die Tages-Fahrten können nicht immer Top sein. Unsere heutige Etappe von ca. 240 km ist weder schön noch erlebnisreich, es ist einfach eine Fahrt um von A nach B zu kommen, und das bei Regen und Stau. Doch das Ende der Fahrt belohnt uns mit schöner Landschaft und einem tollen Weingut! Wir sind im Vale dos Vinhedos angekommen.
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Der Junior des Weingutes Larentis, ursprünglich aus Trento, stellt uns 4 Weine vor, erzählt die Familiengeschichte und zeigt uns die Kellerei. Und zu guter Letzt essen wir in der besten Pizzeria Brasiliens eine so was von feine Pizza! Der Glücksstern scheint uns wieder eingeholt zu haben.
Einwanderer aus Norditalien machen es möglich, sie legen im 19. Jahrhundert an den Steilhängen die ersten Weinberge an.
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Kitschig, verträumt, touristisch – 1 Tag in Gremado reicht uns.
Fazit der Woche: Wein- und Märchenwelt passen gut zusammen.