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Sollen wir unser Bänzli eintauschen?
Eine sehr schöne Fahrt durch Wälder und Berge führt uns in den Rocky Mountain NP.
Das Visiter Zentrum in Estes Park ist besetzt, das Personal im Nationalpark ist im Shutdown. Das heisst keinen Eintritt bezahlen, keine Parkkontrolle, keine Vorausbuchungen nötig. Das lockt Unmengen von Besuchern an, es ist sehr viel los.
Leider sind die zwei Strassen über die Pässe zum Grand Lake geschlossen – wegen Eisgefahr (wir vermuten wegen Shutdown) – so schade. Wir haben zwei Optionen, warten bis die Pässe wieder geöffnet werden (wenn überhaupt) oder umdrehen.
Wir entscheiden uns fürs Umdrehen.
Es ist Brunftzeit und so rocken nicht nur die Berge – nein auch die Wapiti-Hirschen folgen lautstark den Duftspuren der Weibchen. Wir sind überrascht wieviele Tiere wir sehen aus nächster Nähe. Neben Wapitis sollen Bären (Grizzly- und Schwarzbären), Elche, Dickhornschafe, Murmeltiere, Pikas, Mufflon, Wölfe, Pumas, Kojoten, Schneeziegen, Karibus und Biber im NP hausen. Wir möchten gerne mehr von den Rockies sehen, wir fahren über den Berthoud Pass nach Grand Lake…..
…. frech in den …
….rein. Hier ist das Visitor Zentrum geschlossen. Bis zum Milner Pass ist die Strasse offen, dann geht es auch von dieser Seite nicht weiter.
Das rot eingezeichnete Stück Strasse ist geschlossen
Im Oktober 2020 zerstört das East Troublesome-Feuer 761 Quadratkilometer Wald rund um den Grand Lake und den NP. Die Menschen vom Dorf werden evakuiert. Starke Winde lassen das Feuer schnell ausbreiten, die Folgen sind bis heute gut sichtbar.
Hoffnung keimt zwischen dem Totholz, das wie Mikado-Stäbe am Boden liegt, auf. Zartes Grün sucht seinen Weg.
Die Strasse ist in einem Top-Zustand, die Picknick Plätze sauber, die Wanderwege und Attraktionen gut beschriftet, überall Toiletten Häuschen und Abfalleimer – leicht überorganisiert und reglementiert. Heute sind wir fast alleine in den Rockies.
Wir haben zwei treue Irène Leserinnen. Ihnen zu Ehren laufen wir um den Irène-See.
Grosse Namen wie „Rocky Mountain NP“ sind mit Erwartungen verknüpft. Uns hat der Park gefallen, in den Ah- und Oh-Modus sind wir aber nicht gefallen. Vielleicht bin ich immer noch Boulder-geschädigt – ich finde, dass es auf dem Niederbauen (CH) noch viel schöner ist.
Bild: Niederbauen, Emmetten, Schweiz, unsere Heimat. Wernis Fazit: „Es hat mir gefallen, als Schweizer muss man den NP nicht wirklich besucht haben.“
Die Sonne immer im Rücken leuchten die Steppen und Bäume in den schönsten Herbstfarben.
Ist das nicht wunderschön? Wir sind unterwegs auf Nebenstrassen nach Salt Lake City. Durch die Laramie Mountains, den Battle Pass und den Medicine Bow National Forest wechseln sich Nieselregen mit Sonnenschein. Nebel schleicht um die Bergspitzen und finden einige Sonnenstrahlen den Weg durch den Fichten- und Kiefernwald wird die Stimmung nahezu mystisch.
Werni erzählt mir ganz begeistert von Laramie, dem Städtchen, das in vielen Western-Filmen vorkommt. Tatsächlich sind einige Filme in Laramie gedreht. Das unterscheidet den echten Western Kenner vom Laien der nicht über die Serie Bonanza hinauskommt. Warum nicht wieder mal einen Western schauen?