12-19.10.2025 …. es rockt in den Bergen…

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Sollen wir unser Bänzli eintauschen?

Eine sehr schöne Fahrt durch Wälder und Berge führt uns in den Rocky Mountain NP.

Das Visiter Zentrum in Estes Park ist besetzt, das Personal im Nationalpark ist im Shutdown. Das heisst keinen Eintritt bezahlen, keine Parkkontrolle, keine Vorausbuchungen nötig. Das lockt Unmengen von Besuchern an, es ist sehr viel los.

Leider sind die zwei Strassen über die Pässe zum Grand Lake geschlossen – wegen Eisgefahr (wir vermuten wegen Shutdown) –  so schade. Wir haben zwei Optionen, warten bis die Pässe wieder geöffnet werden (wenn überhaupt) oder umdrehen.

Wir entscheiden uns fürs Umdrehen.

Es ist Brunftzeit und so rocken nicht nur die Berge – nein auch die Wapiti-Hirschen folgen lautstark den Duftspuren der Weibchen. Wir sind überrascht wieviele Tiere wir sehen aus nächster Nähe. Neben Wapitis sollen Bären (Grizzly- und Schwarzbären), Elche, Dickhornschafe, Murmeltiere, Pikas, Mufflon, Wölfe, Pumas, Kojoten, Schneeziegen, Karibus und Biber im NP hausen. Wir möchten gerne mehr von den Rockies sehen, wir fahren über den Berthoud Pass nach Grand Lake…..

…. frech in den …

….rein. Hier ist das Visitor Zentrum geschlossen. Bis zum Milner Pass ist die Strasse offen, dann geht es auch von dieser Seite nicht weiter.

Das rot eingezeichnete Stück Strasse ist geschlossen

Im Oktober 2020 zerstört das East Troublesome-Feuer 761 Quadratkilometer Wald rund um den Grand Lake und den NP. Die Menschen vom Dorf werden evakuiert. Starke Winde lassen das Feuer schnell ausbreiten, die Folgen sind bis heute gut sichtbar.

Hoffnung keimt zwischen dem Totholz, das wie Mikado-Stäbe am Boden liegt, auf. Zartes Grün sucht seinen Weg.

Die Strasse ist in einem Top-Zustand, die Picknick Plätze sauber, die Wanderwege und Attraktionen gut beschriftet, überall Toiletten Häuschen und Abfalleimer – leicht überorganisiert und reglementiert. Heute sind wir fast alleine in den Rockies.

Wir haben zwei treue Irène Leserinnen. Ihnen zu Ehren laufen wir um den Irène-See.

Grosse Namen wie „Rocky Mountain NP“ sind mit Erwartungen verknüpft. Uns hat der Park gefallen, in den Ah- und Oh-Modus sind wir aber nicht gefallen. Vielleicht bin ich immer noch Boulder-geschädigt – ich finde, dass es auf dem Niederbauen (CH) noch viel schöner ist.

Bild: Niederbauen, Emmetten, Schweiz, unsere Heimat. Wernis Fazit: „Es hat mir gefallen, als Schweizer muss man den NP nicht wirklich besucht haben.“

Die Sonne immer im Rücken leuchten die Steppen und Bäume in den schönsten Herbstfarben.

Ist das nicht wunderschön? Wir sind unterwegs auf Nebenstrassen nach Salt Lake City. Durch die Laramie Mountains, den Battle Pass und den Medicine Bow National Forest wechseln sich Nieselregen mit Sonnenschein. Nebel schleicht um die Bergspitzen und finden einige Sonnenstrahlen den Weg durch den Fichten- und Kiefernwald wird die Stimmung nahezu mystisch.

Werni erzählt mir ganz begeistert von Laramie, dem Städtchen, das in vielen Western-Filmen vorkommt. Tatsächlich sind einige Filme in Laramie gedreht. Das unterscheidet den echten Western Kenner vom Laien der nicht über die Serie Bonanza hinauskommt. Warum nicht wieder mal einen Western schauen?

Gottes Versprechen nie wieder eine Sintflut zu senden.

Wir sind in Bundesstaat Utah. Liebhaber von alkoholischen Getränken haben es hier schwer.
Seit wir in der USA sind, müssen wir beim Kauf einer Flasche Wein unsere Pässe an der Kasse zeigen und zwar beide. Hier in Utah kommt es dicker! Starker Einfluss der Mormonen schränken Kauf und Konsum von Alkohol ein.
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Die sündigen Getränke stehen auf der Karte, von Bier über Wein und Drinks ist alles erhältlich, man scheint heute liberaler mit dem Thema Alkohol umzugehen.
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Die hoch gelegene Hauptstadt SaltLakeCity, vom grossen Salzsee und schneebedeckten Gipfeln eingebettet, ist unser nächstes Ziel. Da die zwei einzigen Campingplätze über USD 100 pro Nacht kosten buchen wir über Booking.com ein Studio. Unsere Odysee beginnt. Nach dem Buchen online kommt ein Eintrittsformular der Verwaltung. Pässe müssen eingescannt, Fragen beantwortet, Kreditkarten Details hinterlegt werden. Dann stehen wir vor der Selbst-Eincheck-Türe – mit unserem erhaltenen Code lässt sich die Türe nicht öffnen. Wir schlüpfen mit anderen Bewohnern ins Foyer. Wir telefonieren mit der Verwaltung, unsere 3 Nächte seien nicht bezahlt. Wir senden unsere Bankbelastung, 3 Codes werden uns zugestellt, 1 zum öffnen der Haupttüre, einer für den Lift, einer für das Studio. Keiner der 3 Codes funktioniert. Wir erhaschen einen venezianischen Mitarbeiter, er versucht es mit unseren Codes – nichts geht. Er nimmt Kontakt mit der Verwaltung auf. Wir haben die falsche Studio Nummer erhalten und falsche Cods. 3 neue PIN, 3 neue Versuche. Andere Bewohner helfen uns, Haupttüre und Lift lassen sich nicht öffnen, das Studio schon. Langer Rede kurzer Sinn – wir brauchen über 1.5 Stunden bis sich die 3 PIN geschützten Türen öffnen lassen. „Its very complicated,“ bestätigen andere Studio Bewohner. Das Reisen in der USA ist definitiv nicht einfacher geworden und wir um eine Geschichte reicher.
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2002 gewinnt die Schweiz 11 Medaillen an den Winterspielen in Salt Lake City. „Flieg Simi, fliiiieg,“ spornt der Reporte Michael Stäuble Simon Ammann zu 2 Goldmedaillen an. Schöne Erinnerungen an grosse Momente.
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Auf unserem ersten Spaziergang zum Temple Square werden wir von jungen Menschen überaus freundlich gegrüsst. Die jungen Frauen sind natürliche Schönheiten, etwas konservativ gekleidet mit Röcken und Blusen aber durchaus adrett.
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Was für ein grosser Unterschied zu den Lippen aufgeblasenen Tussis im Selfie Dauermodus, zu Performern die sich halbnackt auf Bühnen räkeln,  von mediengeilen Klums und Co. Da ist mir persönlich etwas Konservatismus, Erdung und Glaube an ein „freundliches Universum“ um einiges lieber.
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Die Mormonen prägen die Stimmung der Stadt. Der Grundstein von Joseph Smith gelegt, säumen heute Häuserblöcke, moderne Skyline, Grünanlagen, religiöse Architektur, lebendige Kulturszene und viele Bibliotheken die Innenstadt.
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Fazit der Woche: Es geht aufwärts 
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Wochenfilm
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Musik: John Denver, Rocky Mountains High

6 Kommentare zu „12-19.10.2025 …. es rockt in den Bergen…

  1. Thanks for bringing the Rockies to me in the video. I am a big JD fan and to hear this song being used as a soundtrack is so pleasing. I especially like the part of the video with the colorful cargo trains…Have fun and safe travel.
    Reuben from Tehran

  2. Ich fühle mich geehrt. 🙂 Wisst ihr, dass es sich bei Irene um eine Göttin handelt bzw. dass es eine solche gegeben hat (eine griechische, Eirene)? Ich wünsche euch, dass euch das Universum weiterhin grundsätzlich gut gestimmt ist. Warum es immer wieder Herausforderungen einbaut, werden nur die Götter wissen. 🙂 LG aus der Ostschweiz, Irene

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