21.-28.2.2026, …. und tschüss…

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Es ist viel los auf der Rancho de Dionisio. Eine mexikanische Gruppe versprüht Fröhlichkeit, es wird getanzt, gesungen, gelacht und die ganze Küche in Beschlag genommen.

Wir turnen in der Morgenruhe, danach machen wir uns auf zu einer kleinen Wanderung. Wir suchen den Wasserfall – finden ihn nicht – und enden auf einem Berggipfel. Der Wasserfall existiere im Moment nicht, erklärt der Hof-Besitzer. Im Juli beginnen heftige Regenfälle, dann schwillt das jetzige Rinsal zu einem Fluss an.

Sind wir in Dubai gelandet? Ein gigantisches Immobilienprojekt prägt die Küste von La Ribera. Es umfasst eine Marina, verschiedene aufgeschüttete Inseln – Villen und Yachten stehen in protziger Kombination.

Ein weiteres Gross-Projekt ist in Planung wofür man den Fluss Arroyo Santiago umleitet und die ganze Küstenlinie verändert. Die Fischer freuts nicht, die Investoren schon.

Die unbefestigte Strasse nach San José del Cabo führt an einsamen Stränden vorbei mit weissem, feinem Sand und den schönsten Wasser-Blautönen. Was ist nur los mit uns? Wir haben beide keine Lust auf Meeresrauschen und Sand. Einmal hat es zu viel Wind, dann zu viele Wohnmobile, zu hohe Wellen, zu viel Sand 😂 , dann ist der Strand zu nahe an der Strasse – ja, wer Ausreden sucht findet sie.

Wir fahren die 90 km Küstenstrasse im Nu durch und wiederholen das selbe Mantra: “Schon schön diese Strände“ und trotzdem landen wir im nagelneuen Campingplatz mit Sicht in die Berge und auf San José del Cabo. Auch so können Campingplätze aussehen.

In San José del Cabo ziehen wir Parallelen mit Cannes. Eine gewaltige Show-Demonstration von Reichtum liegt im Hafen, hier scheint eine Million Franken gleich viel Wert zu haben wie für uns 1000 Franken, eine komplett andere, für uns fremde Welt.

„El Arco“, eine Felsformation die den Golf von Kalifornien vom Pazifik trennt, ist das Wahrzeichen von Cabo San Lucas.

3 Kreuzfahrtschiffe liegen im Hafen, ein Gewühl von Menschen, Lautstärken und Düften belegt die Altstadt. Wir machen ein paar Schritte – dann fahren wir weiter.

So viel besser gefällt uns das Städtchen Todos Santos. Seit Langem treffen wir Schweizer Overlander. Monica und Daniel sind mit ihrer Villa Büx Richtung Süden unterwegs. Ein sehr unterhaltsamer und angeregter Nachmittag folgt, gute Reise ihr zwei – schön euch jetzt zu kennen, @MoniundDani

Das Pueblo Mágico Todo Santos kommt ruhig daher. Es gibt zwar unzählige Souvenir Shops aber mit wenig Ramsch dafür mit Ledertaschen, Kupferschmuck, Teppichen, Töpfereien usw.

Mir haben es vor allem die Fliesen angetan. Sie werden hier farbenfroh und kunstvoll von Hand bemalen. Talavera-Fliesen heissen sie und sind typisch für das mexikanischen Kunsthandwerk. Wandbilder, Fassaden, Innenräume, Waschbecken….

..sind geschmückt mit kräftigem Farbkeramik.

Noch einmal fahren wir der unbefestigten Strasse dem Pazifik entlang…..

…. laufen ein paar Schritte ….

… und sagen den sehr schönen Stränden der Baja California tschüss.

Zufällig begegne ich den „Sausage Ladies“ auf Facebook. Das Wasser läuft uns im Mund zusammen, wir bekommen eine unbändige Lust auf die Ladies.

Hausgemachte deutsche und internationale Wurstspezialitäten werden am Samstags-Markt in La Paz angeboten. Brat-, Weiss- und Bockwurst, Sauerkraut, Leberkäse, Frankfurter – lecker –  nur – leider sind wir am Samstag nicht mehr in der Stadt. Kurzerhand greift Werni zum Telefon, ruft Manuela, die Besitzerin an. Seine Seele verlange nach Leberkäse und Co. Manuela erbarmt sich Wernis Gelüsten und kurzerhand deckt sie uns bei sich zu Hause mit all den Leckereien ein.

Wir fahren hinter Ana und Frank zum Hafen der TMC Fähre. Ana ist Spanierin und hilft uns einen Platz auf dem Oberdeck der Fähre zu erhaschen.

Mit der Santa Rita verschiffen wir von La Paz nach Mazatlán. Es ist faszinierend den Truck Fahrern beim Rangieren zuzusehen.

Wir verabschieden die Baja…

…. schön ist sie…. wir treffen auf bekannte Gesichter, Eva und Gábor…..

…. und zusammen schauen wir neuen Ufern entgegen.

Danke Baja California, du hast uns mit unglaublichen Momenten beschenkt. Wir sagen tschüss – zur Halbinsel und unseren Überfahrtbegleitenden.

Unsere gefahrene Route.

 

Fazit Baja California: Wir möchten die 5 Wochen Baja nicht missen. Die Wahlbeobachtung gehört mit zu einem der schönsten Erlebnisse auf unserer Reise. Strände gibt es haufenweise, von einsam bis überfüllt. Ein breites Angebot an Aktionen steht zur Verfügung: Hochseefischen, Wandern, Offroadabenteuer, Kanutouren, Reiten, Surfen, Massagen, Yoga, Degustationen, Schwimmen, Shoppen, Kunst, Party, Ruhe, Walbeobachtung – alles ist möglich auf der Baja – da ist für jedermann was mit dabei. Trotzdem freuen wir uns auf das Festland.

 

Wochenfilm:

Musik: Manoella Torres, Stück: Cabo San Lucas

 

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