24.-31.7.2022 … schon aufgeregt….

Diese Woche brechen wir auf zu neuen Ufern. Unsere Gemütswelt ist verwirrt. Da mischt sich viel Freude mit Abschiedsschmerz und Ungewissheit mit Entdeckungslust.

Es bleiben 3 Tage bis zum Abflug, ironischerweise über Zürich da wir mit Swiss und Edelweiss nach Kuba fliegen. Also berühren wir doch noch CH Boden.

FACEBOOK EINTRAG VON MICHEL

Der Abschied naht.
Einige von Euch haben es ja mitbekommen.
Wir haben in Afrika dieses reizende, verrückte Schweizer Pärchen kennengelernt, die bereits seit 3.5 Jahren mit ihrem Wohnmobil durch die Welt reisen. Als es anstand ihren Sprinter hier in Hamburg zu überholen und die Vorbereitung für die Weiterverschiffung nach Südamerika zu arrangieren, konnten wir sie die letzten zwei Monate ein wenig unterstützen und ihnen Unterkunft sowie ein wenig Support gewähren.
Heidi Gloor und Werni passen wirklich in diese Welt, wir tauschen uns gerne mit ihnen aus und lachen sehr viel gemeinsam
Für das Abschiedsessen haben Heike Jakob und ich einen Vietnamesen in unserer Nähe ausgewählt, anscheinend eine gute Wahl. Das Essen (Hot Pot) war phantastisch und die Stimmung ausgelassen.
Eure Pläne sind Südamerika – bis runter nach Patagonien und dann den amerikanischen Kontinent rauf bis Alaska. Was für ein herrlicher Trip. Geplant ist ein Wiedersehen in Costa Rica, das für Heike und mich eines der nächsten Ziele ist.
Wir werden Euren Trip aufmerksam verfolgen und freuen uns sehr für Euch.
Genießt Euer Leben – die besten Wünsche begleiten Euch.
Herzlichst
Heike & Michel

Danke ihr zwei, für alles, und schön dürfen wir euch kennen.

Bänzli ist parat……

Wir melden ihn am Hafen an……

… und geben ihn im Terminal ab. Gute Reise Bänzli und wir sehen uns in Uruguay.

Michel zeigt uns zum Abschied noch etwas von seinem Hamburg. Es macht viel Spass von einem Urgestein geführt zu werden.

von der Strandperle …..

…bis zur leckeren Fischsuppe in Blankenese in der Kajüte geniessen wir die letzten Hamburg Stunden.

Unsere Nachbarn Nadja und Adrian überraschen uns mit einem Abschiedsgeschenk und einer so netten Karte.

Einmal mehr zeigt sich’s, dass wir überall dort, wo wir gerade leben, auch zu Hause sind. Danke Nadja und Adrian❤️.

Die zwei Flüge nach Kuba sind perfekt. Wir reisen mit viel Heimat…. (für die nicht CH Leser – Melchsee Frutt liegt im Kanton Obwalden und ist unser nächstes Ski- und Wandergebiet)

…bekommen Essen aus Nidwalden….

…. und nur in Zürich kommt Hektik auf als wir online einige Seiten ausfüllen müssen um einen Einreise QRCode für Kuba zu bekommen.

Die Migration in Kuba ist problemlos und schnell, nur der QR scheint wichtig. Wir müssen weder die verlangte Krankenkassen-Bestätigung noch den Weiterflug vorweisen. Auch die Abholung klappt. Der Bezug der Wohnungen ist jedoch ernüchternd. Es ist eine Untertags Wohnung die schwer gelüftet werden kann und muffelt. Die Möblierung und das Bad sind schön. Osmani, unser Betreuer, erzählt uns in einer Salve fast nur das Negative über Kuba und so legen wir uns bedrückt zur Ruhe. Schlaflos suche ich nach anderen Wohnungen, Weiterflügen, Alternativen.

Ausgeruht sieht die Welt anders aus. Wir entscheiden, uns auf Kuba mit allen Facetten einzulassen und auch der Wohnung eine Chance zu geben.

Auf unserem ersten Fussmarsch begegnet uns Musik überall……Buena Vista … Kuba!

Wow, jetzt gefällt es uns richtig gut! Die Dame vom Telefonanbieter Etecsa ist sehr hilfsbereit, die Suche nach einer Spanisch Lehrerin ist auf gutem Weg…..

….das kalte Bier köstlich….

… und selbst unsere klimatisierte Wohnungen lernen wir zu schätzen. Nach mehrmaliger Gasabgabe riecht sie auch nach uns.

Esta es Maricella nuestra profesora de español!

Wir haben sie durch unseren Freund Beyeler Dani gefunden der heute in Singapur lebt. Am Montag beginnt der Privatkurs.

Der Zerfall der alten Kolonialhäuser ist schon fast schön und die Lebensfreude der Menschen beispielhaft obwohl sie nichts haben.

Es gibt weder Lidl noch Aldi noch Migros.
Stattdessen gibt es staatliche Lokale und Agrarmärkte sowie die Bodegas, bei denen die Kubaner subventionierte Produkte oder Waren auf Lebensmittelkarte erhalten.

Überall dort wo lange Schlangen sind gibt es ein paar Lebensmittel wie Konserven und ein paar Wenigkeiten zu kaufen. Die Gestelle glänzen hauptsächlich durch Leere. Wenig Händler bieten ein paar Eier, kleine Zwiebeln und Knoblauch, gelbe Gurken, schöne Avocados, Bananen und Mangos an. Mehr haben wir bis jetzt nicht gefunden.

Für die Kubaner heisst es täglich um Lebensmittel zu kämpfen, das nennt sich dann La Lucha, der Kampf, und beschreibt perfekt, wie der kubanische Tagesablauf aussieht. Es muss geplant und gesucht werden, bis alle Zutaten für ein Essen gefunden sind. Einkaufen ist ein Vollzeitjob.

So stören wir uns nicht mehr an unserer eher schlecht ausgestatteten Küche (2 kleine Pfannen) –  wir kochen definitiv nicht! Selbst Trinkwasser kaufen ist schwierig.

Ein Wort zur Währung die vom Staat kontrolliert wird. Gehen wir zum Bankomaten, bekommen wir für 100 Euro 2633 Pesos. Wechseln wir auf dem Schwarzmarkt 100 Euro bekommen wir 10‘000 Pesos.

Der Sonntag gehört ganz der Musik und Kunst. Einfach wunderbar, die lauten, rhythmischen und stillen Klänge.

 

Fazit der Woche: Wir sind angekommen in Kuba! 

 

 

 

8 Kommentare zu „24.-31.7.2022 … schon aufgeregt….

  1. Hallo ihr beiden
    Schön seit Ihr gut in Kuba angekommen. Euer Kommentar erinnert mich an unsere Kubareise im 1998. Unsere erste Unterkunft war auch ein Zimmer ohne Fenster und sehr, sehr einfach. Lebensmittel und sonstige Artikel waren auch schlecht zu kaufen. Allerdings scheint es mir heute etwas schmutziger zu sein als damals. Aber die Lebensfreude und die Musik machen viel wieder wett. Unbedingt nach Santiago und in den Süden reisen.
    Viel Spass.
    Sandro und Bea

  2. Liebe Heidi, lieber Werni
    Wir freuen uns weiterhin viel Spannendes von Euch zu hören und wünschen Euch auf dem neuen Kontinent alles Gute und die richtige Prise Abenteuer!
    Herzlichst Ivo und Eliane

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