14.-21.4.2024 die weisse Stadt

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Ein treuer, übermütiger Begleiter macht sich auf mit uns zum stündigen Morgenspaziergang am menschenleeren kilometer langen Strand.

Wir brennen den DPF 30 Minuten aus – jetzt sind wir alle wieder parat für Höhen über 3000 Metern.

Die Fahrt nach Arequipa ist eine A nach B Strecke. Viel Verkehr lässt uns im Schneckentempo hochklettern zur weissen Stadt. Im Camp Mercedes werden wir von Ursula und Paco herzlich empfangen und bekommen einen schönen Stellplatz direkt beim Garten. Jana und Falk trudeln ein, Bea und Jürg setzen sich zu uns an den Tisch und wieder sind wir eine gemütliche Erzählrunde.

Was ist denn das?

Schon von dieser Reiseart gehört aber noch nie so nahe gesehen bekommen wir eine Einführung ins Reisen und Leben im rollenden Hotel.

Schon eng diese kleinen Schlafboxen – alle Geräusche der Nacht seien gut hörbar, erzählen sie uns lachend. 19 Touristen aus Deutschland erleben Peru 🇵🇪 zu günstigen Preisen im rundum sorglos Packet.

Einmal mehr wird uns bewusst, wie privilegiert wir reisen, zwar nur auf wenigen m2, aber so luxuriös und individuell. Manchmal können wir es selber kaum glauben wie wohl wir uns in unserem Mini-Loft seit über 5 Jahren fühlen.

Wir erkunden Arequipa und sind von der ersten Stunde an begeistert vom Städtchen.

Auf den Grundmauern einer einstigen Inka Stadt gründen 1540 die Spanier Arequipa, bauen Paläste und Kirchen aus dem charakteristischen weissen Tuffstein (Sillar). Mehrere schwere Erdbeben können der Schönheit der Stadt  nichts anhaben – liebevoll wird wieder aufgebaut und restauriert. Zu Füssen von 3 Bergriesen (Vulkane Misti, Pichu Pichu und Chachani) herrscht das ganze Jahr über ein angenehmes Klima.

Besonders angetan hat es uns das Kloster Santa Catalina. Reiche, spanische Familien senden ihre jungfräulichen Töchter mit makelloser Vergangenheit mit viel Kaution (Euro 150’000) nach Arequipa. Zum Schweigen geboten leben die Dominikanerinnen jedoch luxuriös. Es entsteht eine ummauerte Klosterstadt.

Schon beim Eintreten hören wir klösterlichen Gesang und die Besucherinnen werden zur Ruhe gebeten. In 2.5 Stunden staunen wir über Farben, Grösse, Materialien und Architektur. Noch nie haben wir ein Kloster in dieser Art gesehen. Wir sind begeistert.

Erst seit wenigen Jahren ist das Kloster der Öffentlichkeit zugänglich. Stolze 400 Jahre dürfen nur Nonnen und ihre Bediensteten die Klosteranlage betreten. Zur Hoch-Zeit leben 450 Schwestern hier ohne jeglichen Kontakt zur Aussenwelt. Je höher die Mitgift, je grösser und komfortabler ihre Zellen und Wohnungen. Sie sind teils mit kostbaren Tüchern, Geschirr aus China und weiterem Luxus ausgestattet.

Die Gassen tragen Namen wie Toledo, Córdoba, Burgos, Sevilla, Granada und Málaga. Hinter den hohen Mauern fühlt man sich wie in einem antiken andalusischen Dorf. Blumen, vor allem Geranien, schmücken die Fenstersimse, die Wände sind in verschiedenen Rot-, Orange- und auch Blautönen gestrichen.

Was für ein Vermächtnis – heute leben noch wenige Nonnen im Kloster. Ihr Leben ist inzwischen einfach ohne viel Luxus, sie dürfen raus aus den Klostermauern und das Schweige Gelübde ist aufgehoben.

Wir besuchen den Mercado San Camilo, lassen die verschiedenen Düfte durch die Nase ziehen…..

… kaufen Gemüse und Früchte…. trinken einen Aperitif….

….. und staunen nicht schlecht als ein zweiter Obwaldner im Camp steht. Es sind Sandra und Bruno Limacher aus Engelberg, beide begnadete Sänger und Gitarristen. Wir kommen in den Genuss eines Privatkonzertes im schönen Garten. Wow – wie schön. Danke ihr zwei!

Heute vor 67 Jahren bin ich an einem Kar-Samstag um 0.05 als Hausgeburt in Buochs auf die Welt gekommen.

Nicht dass mir Geburtstage viel bedeuten. Die vielen Sprachnachrichten, WhatsApp, E-Mail und Facebook Glückwünsche rühren mich jedoch sehr. Danke euch allen von Herzen und meinen 70. feiern wir dann zusammen in der Schweiz!

 

 

Fazit der Woche: Einfach nur schön, diese Woche! 

 

 

Wochenfilm

Musik: Las Guitarras de Oro del Perú & Alvaro Pérez, Stück: Mi Perú

 

3 Kommentare zu „14.-21.4.2024 die weisse Stadt

  1. Eindrücklich und immer ein Erlebnis eure Reise mit euch teilen zu dürfen. Und sehr gut stehen dir die Jahre liebe Heidi. Auf euch!!!🥂

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