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Wir fahren nach Golden weil wir dem Wochenendrummel am Lake Louise und Banff ausweichen wollen nur um herauszufinden, dass Golden eng verbunden ist mit Schweizer Pionieren.

Golden würde es ohne die Canadian Pacific Railway (CPR) nicht geben. Der Bahnhof ist heute Güterzug-Knotenpunkt, Wartung und Reparaturstätte, (16 Hektar grosses Areal) das unter anderem als hochmodernes Reparaturzentrum für Kohlewagen dient. Kompositionen werden hier mit zusätzlichen Lokomotiven für die steile „Big Hill“ Strecke umgestellt. Unser Nachtplatz liegt direkt an den Gleisen und so können wir Züge beobachten und auch hören – stört uns aber nicht.

Die Canadian Pacific Railway siedelt damals Pioniere aus der Schweiz an. Bekannt sind vor allem die Schweizer Bergführer, die für ihre unfallfreien Erstbesteigungen in den kanadischen Rocky Mountains geachtet sind. Im Jahr 1899 kommen Eduard Feuz Senior (Interlaken) und Christian Hasler nach Golden, weitere folgen.

Zwischen 1899 und 1954 arbeiten insgesamt 35 Schweizer Bergführer in der Region. Um ihnen das Pendeln zu ersparen, baut die CPR 1912 am Stadtrand sechs Chalets.

Diese historische Siedlung ist heute als Edelweiss Village bekannt und ist langjähriges Zuhause von Eduard Feuz Junior.

Heute sind die Chalets aufwändig restauriert.

Für all unsere Ob- und Nidwaldner Leserinnen ist der Name von Rotz ein Begriff. So heissen viele im Obwaldner Ländli, so heisst unser langjähriger Freund und Nachbar Bruno.

Walter von Rotz (Bruder von Bruno) wandert im Jahr 1973 nach Kanada aus. Ursprünglich kommt er für ein Abenteuer ins Land aber wie so oft kommt es anders als man denkt.

Er lernt Leonie aus Grindelwald kennen und lieben und zusammen bauen sie Schritt für Schritt ein eigenes Geschäft in Canmore auf. Fleiss, Mut, Menschenliebe, Fachwissen und eine grosse Freude am Aufbau machen die „Valbella Gourmet Food“ schnell sehr erfolgreich.

Heute ist die Metzgerei ein Betrieb von 50 Mitarbeitenden. Es ist für uns wie Weihnachten – Servelats, Landjäger, Fleischkäse, Schüblig, Bündnerfleisch, knuspriges ungezuckertes Brot – usw. – das Wasser läuft uns im Mund zusammen – zum Glück ist unser Kühlschrank leer – es wird Traumessen geben die nächsten Tage!

Bisiwetter, Bisiwetter – die vielen Kunden werden kompetent, speditiv und äusserst freundlich bedient – fast familiär wirkt auf uns der ganze Betrieb.

Leider ist Walter nicht mehr, er ist letztes Jahr mit 74 Jahren verstorben. Wir haben uns so auf ein Wiedersehen mit ihm gefreut – wir verschieben es auf eine andere Ebene.

Seine Kinder Chantal und Jeff führen heute das Geschäft und vertreten den wunderbaren Spirit der Eltern auf perfekte Art und Weise. Wir lernen Jeffs Familie kennen. Was für tolle Menschen – ich kann die Kinder gar nicht genug anschauen – hübsch mit so leuchtenden Augen und Aura wie ich es bei Kindern selten sehe.

Mama Heather ist mit 41 Jahren nicht nur Mutter der 3 Kinder sondern hat das Erbe von Schwiegermutter Leonie übernommen, auch das Herz der Angestellten zu sein.
Wir ziehen den Hut vor Walter und Leonie, den Pionieren – und vor der nächsten Generation, die aus dem auch bürdenden Erbe etwas Grossartiges weiter führt.
Die vollständige Lebensgeschichte findest du unter Artikel der Obwaldner Zeitung.
Im Kootenay National Park vertreten wir die Füsse..

…. nur um danach eine längere Pause zu machen.

Was für ein Campingplatz in Radium! Wir bleiben 3 Nächte, geniessen die geniale Infrastruktur wie Schwimmbad, Grill und eigene Terrasse.

Werni kann’s! Das Städtchen Radium ist klein aber fein. Wir laufen täglich – und geniessen Urlaub vom Urlaub.

Ich möchte noch erwähnen, dass wir Banff und den Lake Louise auslassen, es ist uns einfach zu voll. Einzig dem Fairmont Hotel in Banff statten wir einen Kurzbesuch ab um für unseren Schwager Wolfgang ein Foto zu knipsen.

Die Übernachtung kostet hier CHF 1188 die Nacht ohne Frühstück….

… was sind wir doch froh haben wir unser 5 Sterne Bänzli Hotel.

Wir sind erstaunt wieviele europäische Touristen bereits mit gemieteten Wohnmobilen unterwegs sind. Zwei bis drei Wochen ist ihr Zeitfenster, Vancouver oder Calgary ist der Startpunkt. Ein Touristen Ort nach dem anderen wird angefahren, Whistler, Jasper, Lake Louise, Banff.
So treffen wir nicht nur Landsleute – unsere Woche ist gespickt mit Spuren von Schweizer Pionieren sei es in Form von Essen und Trinken…

…eines hiesigen Jodlerklubs mit dem Namen Heimattreu Calgary, Schweizer Chalets oder Feldblumen wie zu Hause.

Fazit der Woche: Wir ziehen den Hut vor jedem Auswanderer
Wochenfilm
Musik: Obwaldner Trachtenchörli, Obwaldner Ländli
En Guete!!
Wow, you are now in Canada. Nice to learn some Swiss heritage there. I wonder how their kids get to remain connected to their Swiss roots. Sounds like Banff is really touristy, but I hope to visit there and Canada one day. Happy travels.
I just got into Madrid, heading home tomorrow. Will catch up with your previous posts soon.
Dear Reuben, you and we have had an intensive time. Have a save flight back home with many memories in your heard. A very big hug Heidi and Werni
so schöööönes Video mit dieser Musik… Dankeschön für die schönen Bilder und interessante Geschichten. glg Juan 🙂
Danke Juan, habe beim Schreiben und Filmen Heimweh bekommen, und zwar gröber. Wird sich wieder legen, herzlich