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Werni ist nicht ganz fit, weiter ist der 8. März jedes Jahr ein trauriger Tag für uns, Bernadette bleibt für immer in unseren Herzen.
Wir bekommen wieder 6 Monate Aufenthalt für die USA, alles läuft autoritär aber korrekt ab. Auf dem Formular I94 wird unsere „Travel History“ kontrolliert, bei jedem Grenzübergang sind wir elektronisch mit Kameras erfasst.

Zurück in den USA! Einerseits hüpft mein Herz vor Freude mehr von der unglaublichen Landschaft Amerikas zu sehen. Andererseits bedrückt die politische Lage, etwas schwere Mut begleitet uns, hockt mit ihrem Gewicht in unserer Magengegend.

Plötzlich machen wir Pläne, Zeitrahmen, Jahresplanung. Ist es vorbei mit dem kalenderlosen, terminfreien Reisen, der Spontanität ohne Verpflichtung? Der Norden, sprich Kanada und Alaska, mit seinen kalten Wintern und Schneegestöber, macht eine grobe Planung notwendig. Und schliesslich möchten wir 2027 wieder in der Schweiz sein – Freude – Angst – Freude – Zweifel – Unsicherheit – Freude – Gefühle fahren Achterbahn.

Fort Davis haben wir beim ersten US-Besuch ohne Halt passiert. Es ist eng verknüpft mit militärischen Aussenposten, Grenzkriegen, Siedlern, Buffalo Soldiers und Bürgerunruhen. Mit dem Ende der Indianerkriege in Texas verliert das Fort seine militärische Bedeutung und wird 1891 als Stützpunkt aufgegeben.

1961 wird das Gelände zur National Historic Site erklärt. Heute sind dort über 20 Gebäude restauriert und mehr als 100 Ruinen erhalten.

Im Davis Mountains State Park stehen wir oben auf dem Aussichtspunkt für die Nacht. Es ist zwar windig – die Aussicht aber ganz toll. Die schwere Mut verzieht sich.
Durch das Hatch Valley, weltweit berühmt für seine speziellen Hatch-Chilis (grün und rot) drehen wir eine Runde durch das gleichnamige Dorf.

Es reihen sich lebensgrosse Figuren, Chilikränze und viel Dekoration der Hauptstrasse entlang und machen aus Hatch ein unikates Dorf.
Eine schöne, kurvenreiche Passfahrt über die Gila Wilderness führt uns nach Gila Cliff Dwellings National Monument, wir sind in New Mexico.

Gut erhaltene Felsbehausungen der Mogollon-Kultur aus dem 13. Jahrhundert gibt es hier zu sehen. In einem 30 minütigen Rundgang haben wir Einblick in fünf natürliche Höhlen mit ca. 40 Räumen.

Die Mogollon-Indianer leben hier etwa von 1280 bis 1350. Die nette Rangerin erzählt uns etwas Geschichte, der Eintritt ist frei und zum Schluss dürfen wir direkt in schönster Natur für die Nacht stehen.

Auch wenn die Kultur der Mogollons verschwunden ist, lebt die Geschichte durch ihre Nachfahren weiter. Die heutigen Pueblo-Völker stammen von ihnen ab was sich in gemeinsamen Traditionen, Töpfermustern und Glaubensvorstellungen zeigt.

Der Frühling schmückt die Universität Stadt Silver City. Gegründet 1870 nach der Entdeckung von Silbererz hat sie eine ausgeprägte „Wildwest“-Vergangenheit, so wird der gesetzlose Revolverheld Billy the Kid zum ersten Mal in Silver City verhaftet.

Bunte Farben, Art-Décor Läden, schöne Architektur und Eisdielen säumen die Hauptstrasse.

Kunst aus Abfall finden sich überall, Mosaike und Skulpturen, die aus recycelten Materialien wie Radkappen gefertigt sind.

Wir haben Spass beim durchstreifen des Städtchens – der wilde Westen liegt noch in der Luft.

Rambo ist auf einem Murales in Bowie verewigt….

… und auf Lee’s Pecan Farm, ein familiengeführter landwirtschaftlicher Betrieb in Willcox, Arizona können wir Pekan-Nüsse aus nachhaltigem Anbau mit minimalem Pestizideinsatz kaufen..

Der Camping im Chiricahua National Monument ist bis auf den letzten Platz voll. Zum Glück – so finden wir einen „Wilden“ im National Forest.

Fazit der Woche: Wir sind wieder angekommen in den USA.
Wochenfilm:
Musik: George Strait, Does Fort Worth Ever Cross your Mind