21.-28.4.2024, so putzig, so schnell

 

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Das Reserva Nacional Salinas y Aguada Blanca empfängt uns mit dicken Wolken. Ein kurzer Stopp am Salzsee – wir fahren weiter.

Beim Stein Skulpturen Park schlafen wir auf 4500 Höhenmeter. Chinchillas turnen auf den Steinen……

..…die Felsen leuchten im Abendlicht und mit Thermo Wäsche geht es nach einem Spargel z‘Nacht ins Bett. Trotz 3 Lagen Decken und Mützen schläft Werni fast gar nichts, ich erwache immer wieder mit Herzklopfen – doch die Einsamkeit und Schönheit der Natur machen alles wett.

Morgenspaziergang durch die Steinlandschaft.

Eine grosse Herde Lamas und Alpacas samt Hirtin ziehen an uns vorbei. Sooo putzig! Ein Stück Brot möchte die alte Frau, mit 2 grossen Mandarinen ist sie auch zufrieden.

Wir bekommen nicht genug von den süssen Tieren.

Ganz spontan fahren wir nochmals noch Arequipa und lernen Chanti und Robin kennen. Wir kennen uns vom hören sagen und jetzt auch persönlich.

Dann kommen die zwei netten Singapuri Reuben und Bryon dazu….

…. und es gibt wieder leckeres Essen!

Die heutige Fahretappe ist 420 km lang, Kurven-, und Verkehrsreich. Werni ist zügig wenn nicht frech unterwegs nach Chala am Meer. Immer wieder halte ich mich fest, schliesse die Augen, atme tief durch. Ich habe vollstes Vertrauen in Wernis Fahrkunst – aber so schnell? Die heutige Etappe ist für mich die schlimmste Fahrt seit unserem Aufbruch 2019 und ich bin komplett erledigt bei der Ankunft. Was für ein Höllenritt und das an unserem 43. Hochzeitstag.

Der Schelm hat gut lachen! Er hat mich sicher nach Puerto Inca gefahren.

An der Westküste Südamerikas verläuft von Chile über Peru bis nach Ecuador ein 3700 Kilometer langes Wüstenband. In Nordperu wird diese Wüste Sechura genannt, ab sieben Grad südlicher Breite Atacama. Die Atacama ist die trockenste Wüste der Erde. Der Humboldtstrom verhindert Niederschläge komplett. Von Mai bis November ist die Küstenwüste oft nebelverhangen. Die Landschaft der Atacama ist hier um Chala monoton, ohne jegliche Vegetation, ich weiss gar nicht ob sie uns gefällt oder nicht. Steine, Schutt, Dünen, Dürre mit viel Abfall – dafür liegen die Küstenstädte an Flussoasen.

Ein ausgeklügeltes Bewässerungssystem lässt die Flussdeltas erblühen, Gemüse und Früchte gedeihen.

Unsere nächste Etappe könnte schöner nicht sein. Erstens ist die Strasse nur 1-spurig so dass schnelles fahren nicht geht und zweitens hat es fast keinen Verkehr. Zuerst begleitet uns ein Olivenbaum-Band über viele Kilometer durch den Distrikt Chaparra, dann sind es Avocado Plantagen.

Die Strasse schlängelt sich wieder auf 3600 Meter hoch bevor wir in einer Wow Panoramastrasse nach Pauza fahren.

Es reicht für heute, wir sind müde und morgen folgt eine weitere Bergetappe mit Naturstrassen.

Gute Nacht!

 

Fazit der Woche: Berge oder Meer? Beides schön!

 

 

Wochenfilm

 

Musik: Las Guitarras de Oro del Perú, Limeña

 

Ein Kommentar zu „21.-28.4.2024, so putzig, so schnell

  1. Bei Deinen Berichten wächst die Vorfreude auf Südamerika ungemein. LG immer noch aus Mexiko Heidi&Nobby

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