Am 31. Dezember, zum Jahreswechsel, bin ich immer etwas melancholisch. Heute ist viel Ablenkung; Grenzübertritt nach Costa Rica und ein gebuchtes Airbnb direkt am Meer in Punta Uva geben mir wenig Zeit für Tristesse.
Einer der ersten Gänge führt uns in jedem Land ins nächste Einkaufszentrum auch wenn wir nichts brauchen. „Sortiment prüfen“ nennen wir das, sicher gehen dass wir nicht verhungern 🤭 und schaut was wir finden?

Wird jetzt in Kerns nicht nur Pasta sondern auch Ketchup hergestellt? Der zweite Gang geht zum ATM, wir brauchen Bargeld in der Währung Colón, der Dritte in die für 2 Tage gemietete Wohnung.

Wir sind glücklich können wir selber kochen und dem Silvester Rummel ausweichen. Hübsch ist es hier.

Lachs als Vorspeise, Bratkartoffeln, Bohnen mit Speck, Tomaten, Rinderfilet und Salat – für unser Silvester Menü habe ich viel Platz zum Rüsten und Kochen mit 4 Herdplatten!

Happy New Year, es soll Frieden in die Herzen aller bringen. Wir verschlafen den Jahreswechsel – spazieren dafür frühmorgens an einem der schönsten Strände der Welt.

Das Faultier zeigt uns wie man das Jahr am besten beginnt……

…… nämlich langsam und schlafend…… ist es nicht süss?

Überall wo man mit dem Auto hinkommt ist der Teufel los. Die zwei wichtigsten Boxen werden von ganzen Familienclans an den Strand geschleppt, nämlich die Kühl- und Lautsprecherbox. Dort wo man nur zu Fuss hinkommt herrscht absolute Ruhe – für das Faultier und für uns.

Vor 36 Jahren bereisen wir Costa Rica zum ersten Mal als Gringos ohne 1 Wort Spanisch. Ich habe das Gefühl des ersten Eindrucks von damals immer noch in guter Erinnerung. Ein Mietauto das so nach Hund riecht, dass wir es später tauschen; San José so lebendig, dass uns ein Taxi zum ersten Übernachtungsplatz navigieren muss (kein GPS); Ananas Plantagen die wir noch nie vorher gesehen haben, Tortuguero NP der sich so still und wunderschön präsentiert dass wir gar nicht wissen wollen wie es heute dort ist, Golfito mit seinen gestrandeten Europäern usw. Hätte uns damals jemand gesagt, dass wir 36 Jahre später mit dem eigenen Wohnmobil durch Costa Rica reisen wäre unsere Antwort wohl gewesen: „Campen ist nicht unser Ding.“ Mit Silberfäden dafür mit Verständigungsmöglichkeiten, Ehrenfalten dafür Lebenserfahrung staunen wir wie damals ob der satten Vegetation und Tierwelt. Costa Rica, die „reiche Küste“, der kleine Staat ohne Armee, im Osten die Karibik, im Westen der Pazifik, gilt als eines der fortschrittlichsten Länder Lateinamerikas. Pura Vida ist das Lebensmotto der Ticos. Das hat viel mit der Kultur des Landes zu tun. Die Costa Ricaner leben nicht nur in einem artenreichen Land – nein sie haben ihren eigenen Lebensstil entwickelt! Was bedeutet aber ein reines Leben zu führen? Tempo verringern und jeden Moment geniessen. Kein Wunder fühlt sich das Faultier so wohl im Costa Rica.

9 Kilometer durch den Parque National Cahuita zu wandern beschenkt uns mit süssen Panama Kapuziner-Äffchen……

Waschbären, Brüllaffen, Faultieren und herrlicher Natur durch schattiges Sumpfgebiet…

….Baumriesen…

…. und Meeresblicke.

Wir schlafen wieder in unserem Minihaus bei Barbara, einer ausgewanderten Schweizerin die einen Camping direkt am Meer betreibt. Hier ist es ruhig schön, der Strand menschenleer, die Morgenstunde goldig.

Richtung San José, der Hauptstadt CR, finden wir den Familienbetrieb von Emilio. Ehefrau, Schwester, Tochter – alle arbeiten sie mit im Pochotel das hoch über dem Städtchen Turrialba thront und einen Camping anbietet.

Die Vulkane Turrialba und Irazú wären von der Terrasse aus sichtbar, sie hüllen sich in dichten Nebel.

Hier arbeitet Miguel, er sammelt Kaffee-Pflanzen-Wurzeln und Holzstücke und wartet, bis die Teile zu ihm sprechen. Dann beginnt er zu schnitzen. Das Haus der Träume nennt er sein kleines Museum.

Ganz selten kaufen wir Souvenirs – doch hier können wir nicht widerstehen.

Dieser „Knorrige“ passt doch zu uns.
Fazit der Woche: ein gelungener Jahreswechsel und Start!
Wochenfilm
Musik: Salsa, back to the great sound
Wir konnten bei Miguel auch nicht widerstehen und haben was gekauft 😀. Liebe Grüße von den Wartenden
Ihr Lieben, viel Geduld !
The wood carving of the last supper is fascinating! Thanks for sharing.
We are now doing our little adventure, driving trip around Kyushu Japan for 25 days. 😉.
Great country Japan, enjoy and have a safe trip, hugs
Ja liebe Beide – euch ein glückliches und gesundes 2025 mögen die Wochenberichte weiterhin in ihr Spannung folgen. Alles Gute und Liebe
herzlichste Neujahrswünsche aus Südafrika C&M 🥰 Somerset West
Feliz año nuevo amigos. 🙂
Danke Juan, dir und deinen Lieben auch ein rundum gutes 2025.
Herrliche Bilder und möge es ein gesundes, glückliches neue Jahr werden.
Das wünschen wir euch auch von Herzen.