19.-26.1.2025, Admin – geliebt und gehasst

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Sonne, Bergstrecke, kein Verkehr, herrliche Landschaft – was will Frau mehr? Vielleicht ein Gaucho der mit dem Pferd aus purer Freude Dressurreiten übt?

Mikel, ein kleines schrunzliges Männlein, kommt dazu und erzählt seine Lebensgeschichte. Als US-Vietnam Soldat ist er mit seinen 2 Kindern ohne Frau nach CR umgezogen und lebt jetzt seit 40 Jahren hier. Er fühle sich sehr wohl im Land, seine Kinder sind inzwischen verheiratet und leben in der Nähe. Die Ticos seien sehr sozial und Nachbarhilfe werde aktiv gelebt.

Zurück in San José und Ankunft im Hotel La Riviera fühlt sich gut an. Wir werden erkannt, begrüsst und dürfen wieder auf dem Parkplatz campieren. Admin Aufgaben stehen an: Ich mag sie nicht weil sie bedeuten in Grossstädten rumzufahren, im Verkehr stecken zu bleiben, laute Nächte, Aufregung, Wartezeiten. Ich mag sie weil Dringendes abgehakt werden kann und wir jeweils freudig aus einer Stadt rausfahren.

Heute werden zuerst die Kunststoffteile rechts und links ersetzt, sie sind total vergilbt und zerkratzt….

….eine neue Windschutzscheibe eingesetzt….

…der Termin für das persönliche Interview bei der US Botschaft in Nicaragua vereinbart (B2 Visa)…..

…erneut ein Termin bei der Garage abgemacht, iPhone Glas ersetzt….

…. als Belohnung gut gegessen beim Chinesen….

… und schlaflos gelegen die halbe Nacht.

Eine 2-spurige Asphaltstrasse führt an Gemüseanbauflächen (Zwiebeln) vorbei hoch auf den 3400 Meter hohen Vulkan Irazú. Wir haben Wetterglück!

Der Irazú, in der indigenen Sprache Iaratzu, grollender Berg, zählt zu den gefährlichsten und unberechenbarsten Vulkanen des Landes. Bei der Vorstellung dass der Krater explosionsartig Lavastaub und Steine beladene Dampfwolken bis zu 500 Meter hoch in den Himmel spuken kann  – genau hier, wo wir jetzt stehen, gibt es Gänsehaut.

Eine unwirkliche Landschaft, fast etwas gespenstisch, wie die seit 1973 verlassene Tuberkulose-Klinik die 24 km Berg runter steht.

Thomas Manns Zauberberg lässt grüssen – wir könnten uns eine weitere Verfilmung hier gut vorstellen. Durch die Gebäude zu gehen mutet etwas gruselig an und wir stellen uns die Klinik mit 300 Lungenkranken vor. Die Wände des Sanatorio von Dr. Carlos Durán, eröffnet 1918, könnten wohl viel erzählen.

In einem Gebäude ist die Schönheit von damals gut sichtbar.

Costa Rica mit seinen netten Menschen gefällt uns so gut dass wir immer wieder Zusatzschlaufen fahren.

Der Göttervogel, der Quetzal, ist sicherlich einer der schönsten Vögel Costa Ricas und diese Beauty möchten wir gerne sehen. Mit seinen schillernden Farben, seinen bis zu 80 cm langen Schwanzfedern und seiner majestätischen Erscheinung soll er sogar als einer der schönsten Vögel der Welt gelten.

Er ist Symbol für Freiheit, Spiritualität und sichtet man ihn ist er sogar ein Glücksbringer. Der Nebel schleicht morgens um 6 Uhr durch den Wald auf 2900 Metern. Wir buchen eine Quetzal Tour! Unsicher, ob wir wirklich einen Führer brauchen, können wir die Frage nach 30 Minuten ganz klar mit ja beantworten. Wir hätten Null Chance gehabt die Tiere zu sichten.

Hoch in den Wipfeln der Avocado Bäumen hockt er ganz still, fliegt zum nächsten Baum und frisst die kleine wilde Avocado. Fotos sind nur über ein Fernglas möglich,

entsprechend schlecht ist die Bildqualität. Was haben wir für ein Glück, wir sichten über 8 Vögel, nur ist es sehr kalt, die Farben des Tages sind Grautöne und es nieselt immer wieder.

Werni ist ein guter Tierfinder.

So, genug gefroren in CR, wir wollen an die Wärme. Fast 3000 Höhenmeter geht die Fahrt runter, mit der kleinen Fähre über den Rio Sierpe…

…und schon finden wir auf der Halbinsel Osa einen Übernachtungsplatz der es wert ist, neu in die App von iOverlander eingetragen zu werden. Danke Mary und Ramon, was für ein Paradies!

Gerne erwähne ich iOverlander wieder mal. Sie ist eine App die ausschliesslich von Reisenden gefüttert und unterhalten wird. Eine hervorragende Reisehilfe weltweit.

Wir beobachten Colibris, den Sonnenuntergang und das Einnachten.

Morgen geht die Fahrt über eine Piste weiter nach Bahia Drake.

 

 

Fazit der Woche: Temperatur Schwankungen zwischen 7 bis 34 Grad fordern meinen Kopf. 

 

 

Wochenfilm

Musik: Chavela Vargas, No Soy de Aqui