13.-20.10.2024, ….Spass und noch mehr Spass….

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Die Kaffee Region um die Stadt Armenia wird viel gepriesen, hoch gelobt –  das 10‘000 Einwohner Dorf Salento als viel besuchtes Touristenziel soll wunderschön sein. Schon bei der Abbiegung ins Cocora-Tal sind wir überrascht. Reisebus an Reisebus schlängeln sich durch die Zufahrtsstrasse, in Boquia herrscht Verkehrschaos, soviel Menschen – was wollen wir hier?

Christian, ein Motorradfahrer aus Österreich, klärt uns auf, es ist ein verlängertes Wochenende und die Kolumbianer sind unterwegs. Ab Kolumbien gehören die einsamen Fahrten durch unbesiedelte Natur wohl der Vergangenheit an. Akzeptieren statt reklamieren ist die Lösung wenn es weiter Richtung Norden und Zentralamerika geht.

Ein erstes Schnuppern an Salento. Wir setzen uns im Schatten an den Hauptplatz Bolivar und unterhalten uns köstlich am vorbeiziehenden Kino.

Salento hat sich die traditionelle Architektur der Kaffeeregion bewahrt. Wir hoffen wir können es später mit weniger Besucher erleben. Die Flucht ins Cocora Tal ist erfolglos – auch hier Massen an Autos und Menschen. Einige Stunden später wird es ruhig.

Das Cocora Tal ist bekannt für die Quindio Wachspalme die seit 1985 der Nationalbaum Kolumbiens ist. Mit bis zu 60 Metern hoch und einem Durchmesser von 20 bis 40 Zentimetern sind die Palmen die Attraktion.

Es gibt mehrere Wandermöglichkeiten. Da ist die 12 km Wanderung oder die, ich nenne sie mal Disneyland Variante. Zu den Aussichtspunkten führen Treppen, kitschige Fotomotive wie Engelsflügel, Schriftzüge, Jeeps, ein riesiger Kopf – und alle Objekte werden rege für Selfies genutzt.

Natürlich wählen wir die 12 km Variante. Die ersten 9 km sind schön, führen über viele schwingende Brücken durch Nebelwald mit immer wiederkehrenden Blicken auf die Palmen.

Den stark vermarkteten Teil durchwandern wir schnell nach dem Motto: Jedem Tierchen sein Pläsierchen. Am Abend wird es frisch und so sitzen wir zu sechst mit unseren Stellplatz-Nachbarn aus der Schweiz und Deutschland in unserem Bänzli.

Ein Zelttausch Geschäft wird abgeschlossen, alte Militär Geschichten erzählt (von wem wohl?) und munter drauflos geplaudert. Fee und Lex sind Reiseneulinge….

…. wir 4 Füchse wünschen ihnen ein tolles Jahr in Südamerika.

Ein paar Schritte durch die kleinen Strassen von Filandia, unter den bunten Holzbalkonen, den Körben mit frischen Blumen hindurch, verstehen wir, warum jedermann das Städtchen mag.

Filandia liegt auf einem Hügel mit tollem Panoramablick auf einige der schönsten Landschaften der Kaffeeregion. Klassische, farbige Willy’s Jeep Taxis gibt es auch hier. Es ist beschaulicher als Salento und gefällt uns viel besser.

Wenn man in einem Camping mit dem Namen Steel Horse übernachtet gehört Ausreiten wohl dazu? Pegasus, Sky und Oskar heissen unsere Vierbeiner die uns Anfäger auf ihren Rücken ertragen müssen.

Zuerst beschnuppert man sich etwas scheu…..

….. dann folgt die erste Kontaktaufnahme…..

….aufsteigen bitte…..

….Vertrauen fassen …..

… und geniessen.

Im Willy‘s …

…. zu fahren ist lustig – der Abend auch. Zuerst essen wir die beste Mahlzeit im Land im Bakuru….

… dann folgt Typen Studium im nahen Billard Klub…

…samt einigen Bierchen zu denen wir von diesem freundlichen Herrn eingeladen sind.

Nach den Profis wagen auch wir uns zuerst etwas scheu an den Tisch…

…. dann tauen wir auf, die Bierchen helfen dabei, und haben Spass…

…..viel Spass….

….sehr viel Spass…..

Was für ein gelungener und schöner Abend in Filandia den wir wohl nicht so schnell vergessen werden.

Über Schotter, durch schöne Kaffee- und Bananenplantagen trinken wir einen Abschiedskaffee mit Anni und Steve in Pereira.

Wir sind wieder in einer Grossstadt die allerlei Überraschungen für uns bereit hält. Davon erzähle ich euch nächste Woche.

 

Fazit der Woche: Auf den Putz hauen kommt bei uns zu selten vor ? 

 

 

Wochenfilm:

Musik: El Charrito Negro, Okalá y Te Duré

 

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