11.-18.8.2024 die beiden Grossen

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Immer wieder schliessen sich Kreise und man trifft jemanden, von denen man schon gehört hat über dritte oder vierte. Heute sind es Vivian und Julian, schön sie kennen zu lernen.

Dem Amazonas sagen wir adieu, wir schlängeln uns über die Anden zurück ins Hochland. 67 km von der Hauptstadt Quito liegt das Dörfchen Papallacta auf 3’220 Metern Höhe. Zwischen den schneebedeckten Vulkanen Cayambe und Antisana gelegen gibt es warme Thermen die wir nicht auslassen, eine Wohltat.

Zum ersten Mal schnuppern wir an Quito. Über die Hauptstadt erzähle ich euch bei unserem 2. Besuch.

Eis schlecken mit Anni und Stevi

Schönes Wetter ist gemeldet, wir fahren zum Cotopaxi Nationalpark mit dem aktiven Vulkan als Herzstück. Majestätisch thront der Kegel (5’897) vor uns. Minutenschnell wechseln sich Wolken mit klarer Sicht ab, was für ein Spektakel der Natur.

Und das Beste – Marlis und Kurt sind hier.

Mit toller Sicht auf den Vulkan gibt es viel zu erzählen und zu lachen.

Die Wettervorhersage stimmt hier genau so schlecht wie in Europa. Bei der Laguna Santo Domingo nieselt es – wir spielen Brändi Dog im Auto. Cotopaxi spielt ein fieses Spiel mit, er zeigt sich den ganzen Tag nie.

Der Cotopaxi, in Kichwa für „Hals des Mondes“, ist der 2. höchste Berg Ecuadors und einer der höchsten noch aktiven Vulkane weltweit. 2015 rumort es wieder im Krater – 8 km hoch ist die Aschenwolke. Seither ist er intensiv überwacht.

Es führt eine Wellblech- Strasse hoch zum Vulkan bis auf 4580 Meter. Von dort kann man bis auf 5000 Meter hoch wandern bis zum Gletscher. Das ist unser Plan. Es kommt aber anders!

Es beginnt zu schneien, dicke Wolken verhüllen den Grossen, es ist kalt, wir haben keine Lust auf Laufen. So drücken wir unsere Freunde zum Abschied, für sie geht es Richtung Norden für uns Richtung Süden.

Wo ein Campingplatz laut GPS stehen sollte befindet sich die sehr gepflegte Hotelanlage Las Tres Piedras. Der Parkplatz ist gross, wir sind müde, warum nicht fragen ob wir hier campen dürfen? Wir bekommen einen Platz zugewiesen inmitten des schönen Gartens mit blitzsauberen Duschen und Toiletten inkl. Frühstück, was für ein Glück.

Der ganz Grosse ruft, der Vulkan Chimborazo mit einer Höhe von 6268 M.

Diesmal haben wir Glück, er zeigt sich uns in voller Pracht. Wir fahren zum Parkplatz auf 4800 Meter. Immer wieder staunen wir wie hoch man auf die Schnelle mit dem Auto fahren kann.

Wanderschuhe montieren – wir wollen hoch hinaus. Auf 5100 Meter liegt das Refugio Whymper. Die Luft ist schon dünn da oben!

Es ist Samstag und wir sind bei weitem nicht die Einzigen auf dem Weg. Neben uns steht Lukas aus Zürich mit seinem Camper-Van. Der Parkplatz ist uns zu hoch zum Übernachten und so gibt es nur einen schnellen Reiseaustausch.

Auf der Suche nach einem Übernachtungsplatz finden wir das Thermalbad in Kunugyaku. Der Platz, das Bad, die Hygiene entspricht alles Andere als europäischen Vorstellungen. Trotzdem gefällt es uns hier weil wir das echte Landleben von Indigenen zu sehen bekommen. Familien mit Kindern, Babys, Badegäste in jedem Alter benutzen das Bad als Körperpflege. Geduscht wird vor dem Bad nicht, hinsichtlich der eh übertriebenen Hygiene in Europa setzen wir uns mit rein in die 40 Grad Quelle und denken einfach nicht über die Wasserqualität nach. Reisen macht robust.

 

Fazit der Woche: die zwei Grossen machen Ecuador berühmt. 

 

Wochenfilm

Musik: Ruben E.Colque Ledesma, Fortaleza

 

2 Kommentare zu „11.-18.8.2024 die beiden Grossen

  1. Ihr Lieben, dünne Luft auf solch einer Höhe, habt euch wohl daran gewöhnt und euer Bänzli auch. (Na ja dicke Luft ist auch nicht besser.) Obwohl zwischendurch das Wetter nicht mitspielt klappt es doch immer wieder mit wunderschönen Aufnahmen. Und immer sehr schöne Begegnungen. Macht weiter so und habt jede Menge Glück, Freude und Gesundheit.
    Seid gedrückt und gegrüsst

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