11.-18.4.2026, Dauerregen und Schnee

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3 Tage Dauerregen ist vorhergesagt – der erste Langzeitregen seit mindestens 1 Jahr. Was sind wir verwöhnt bis dato. Schlechtwetter Programm?

Weindegistationen! Die Familie Hess aus Bern hat nicht nur in Argentinien ein fantastisches Weingut (Colomé) mit den Raum-Licht-Installationen von James Turrell sondern auch im Napa Valley.

Kunst und Wein – eine sehr gelungene Kombination finden wir. Der Tourismus im Napa-Valley ist seit 2 Jahren um 30 Prozent eingebrochen. Die Preise der Weine sind gesunken – es gibt zusätzliche Rabatte.

Donald Hess aus Köniz bei Bern erbt die Brauerei Steinhölzli, die er nach dem Tod seines Vaters schon mit 20 Jahren übernimmt. Visionär, Geschäftsmann, Kunstliebhaber mit Erfolgsnase kauft und verkauft er Brauerei, Valser Wasser, Weingüter, Hotels und Immobilien und schafft ein beachtliches Imperium im Wert von ca. 800 Millionen.

Auf der Suche nach einer Mineralwasser Firma in den USA entdeckt er die lieblichen Weine von Napa und kauft am Mount Veeder 1978 ein erstes Stück Land. Branchenvertreter nennen ihn den Crazy Swiss, ist sein Grundstück abseits des Touristenstroms und weit oberhalb des Napa Tals gelegen.

1986 gründet er die Galerie mit zeitgenössischer Kunst, die Hess Collection. 2016 übergibt Hess Colomé und Napa seinen Töchtern und die Schwiegersöhne sind jetzt im operativen Bereich tätig.

Natürlich buchen wir eine Degustation und natürlich finden 6 Flaschen Wein einen Platz in unserem Bänzli. Was noch wenn es regnet?

Unsere neue Bettwäsche ausgiebig nutzen, lesen und träumen….

Reparaturen vornehmen….

..Sacramento – die Hauptstadt von Kalifornien besichtigen….

… und warten bis sich die Sonne wieder zeigt…

Das Weinbaugebiet „Lodi American Viticultural Area“ (AVA) ist mit 34’400 Hektare hochwertigen Weintrauben bepflanzt. Lodi selber ist eng mit dem Familiennamen Mettler verbunden, sie stammen ursprünglich aus dem Elsass.

Nicht nur die Weine munden, die Gärten der einzelnen Güter sind prachtvoll angelegt…

Wir fahren 100 Kilometer durch Kulturen von Reben, Kirschen-, Olivenbäumen und Weideland. Was für eine Fahrt! Dazwischen besuchen wir Weingüter und hören auf unser Herz – ausser der Winzer sagt: „Nimm den Cabernet,“ – dann hören wir auf den Winzer 😀

Unsere Ziele sind der Yosemite National Park und Tahoe See – aber – oben liegt Schnee und es soll noch mehr davon geben. Wir wenden und fahren zurück nach Napa.

Weitere Weingüter folgen …. schwenken, riechen, probieren, spucken…

… bei Caymus verwandelt sich das Spucken schnell in – ich nehme noch einen Schluck!

Die Landschaft der Region ist wie in einem Werbeprospekt, die Weingüter sehen entweder aus wie französische Schlösser oder sind in moderner Architektur gehalten, protzig sind die Grossen fast alle.

Der Sommelier erzählt von Wein-Noten wie Leder, Blaubeeren, Unterholz, Hefe – von Eleganz, Stolz und Lieblichkeit ist die Rede – ich nippe am Glas – konzentriere mich auf die Noten – und weiss zum Schluss einfach nur ob ich den Wein mag oder nicht. Wie schmeckt denn Leder im Gaumen?

Am Ende des Tages hast du eine rote Nase, 8 Flaschen Wein gekauft die du nirgends verstauen kannst und weisst, dass das Napa Valley eigentlich eine Art Disneyland für Erwachsene ist – nur – dass du hier am Ende nicht vor Rührung weinst sondern einfach… einschläfst.
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Die Amerikaner lieben ihre 4 bis 6 spurigen Autobahnen. Kaum fahren wir auf asphaltierten Nebenstrassen ist fast kein Verkehr. Wir erreichen den Pazifik – es geht nordwärts.
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Die Pazifikstrasse windet sich in vielen Kurven. Küstenwanderungen ersetzen das Nippen am Weinglas – es blüht wie in der Schweiz – was für eine farbenprächtige Jahreszeit.
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Robben vergnügen sich und sehen wir tatsächlich Pinguine?

Es ist die Trottellumme. Sie sieht Pinguinen zum Verwechseln ähnlich, kann aber im Gegensatz zu ihnen fliegen.

Fort Ross, erbaut von russischen Siedlern 1812, dient dem Pelzhandel (Seeotter) und Lebensmittelversorgung der russischen Kolonien in Alaska. In einer multikulturellen Gemeinschaft leben Russen, Ureinwohner Alaskas, Kalifornier und Kreolen zusammen, betreiben Landwirtschaft, Viehzucht, Schiffbau und verfügen über die ersten Windmühlen in Kalifornien.

Missernten, sinkende Fellpreise und Druck der amerikanisch/mexikanischen Siedler zwingen die Russen, den Aussenposten 1841 für 30.000 Dollar zu verkaufen. Heute ist die Anlage State Park und kann besichtigt werden.

Fast übersehen wir sie, die kleine Kapelle Sea Ranch. Das Juwel ist Haus der Stille, Meditation und Besinnung – egal welcher Konfession du angehörst.

Die geschwungene Holzkonstruktionen, (Redwood Holz) das Schindeldach, das Buntglas – der Fantasie ist freier Lauf gewährt. Mal sehen wir Wellen, mal Flossen eines Fisches, mal einen Tirolerhut.

Wir sitzen da, ehrfürchtig, dankbar und denken an all unsere Freunde, die gerade gute Gedanken brauchen.

 

 

Fazit der Woche: Wein und Besinnung liegen nah beieinander. 

 

Wochenfilm

Musik: Savegabe, Stück: Napa Valley Wine

 

 

4 Kommentare zu „11.-18.4.2026, Dauerregen und Schnee

    1. Sex bomb… Sex bomb… your my Sex bomb…. Erinnerungen …. Einer der grössten Lacher – einer der grössten Kater… Danke Maria für deine treuen Kommentare und deine Freundschaft

  1. Dann schnell auch noch herzenswünsche nachschieben smile. All the best Heidi may your upcoming year be full of happyness ! Lots of hugs from Africa

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