4.-11.7.2026 …. schlimmer geht immer……

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Das Ersatzteil ist da –

….es löst unser Problem nicht. Das Motorenzeichen ist an, der Notlauf auch – wir sind definitiv am falschen Ort und im falschen Land um Probleme eines europäischen Sprinters zu lösen.

Und jetzt kommt eine echt schräge Geschichte. Der Campingbesitzer empfiehlt uns seinen Hausmechaniker. Der kiffende Chad taucht auf, er löse das Problem heute noch, er schneidet Kabelbäume auf, misst an Drähten rum, rülpst und furzt in Fortissimo – und wirft das Handtuch nach 2 Stunden – er müsse jetzt gehen – er sei kein Autoelektriker und in 3 Tagen wieder zurück. Er hinterlässt ein Chaos – mechanisch, elektronisch, verbiegt das Haubenhalter-Gestänge und drückt obendrauf eine Beule in die Karosserie. Schlimmer geht immer!

Wir fahren zurück zu Joes, die einzige Garage die helfen könne. Jetzt kann sein Diagnosegerät plötzlich Fehler auslesen (vor 1 Woche nicht) –  er schnaubt aber vor lauter Stress wie ein aufgebrachtes Pferd. Er geht auf Testfahrt – und kommt zu Fuss zurück, nebst dem Schnauben mit hochrotem Kopf und zischenden Flüchen. Das Auto springt nicht mehr an.

Zwischen Lachen und Heulen wissen wir jetzt, dass nur noch Abschleppen in Frage kommt, 1’993 Kilometer nach Edmonton. Dort geht die Bänzligeschichte in die nächste Runde.

Uns ist schwer ums Herz, der Optimismus ist verflogen, wir wissen gerade nicht mehr wie weiter. Kanada scheint nicht unser Land zu sein und meine Sehnsucht nach Sarnen ist gerade mächtig. Heulsuse bin ich keine – und doch habe ich im Moment tränende Augen. Wir fühlen uns ohne Bänzli unten ohne.

Wir wissen, dass wir Lesende mit Krankheiten und Schicksalsschlägen haben – viel schlimmer als unsere Probleme. Trotzdem schüttelt es unsere Psyche gerade um alle Ecken.

Nächsten Montag soll Bänzli bei Mercedes West in Edmonton stehen. Wir packen, buchen 1 Hotel für 2 Nächte in Whitehorse und Flüge nach Edmonton. Ich werde krank, erbreche das ganze Elend und Anspannung vom Leibe und liege flach. Können wir am Freitag fliegen? Ich bezweifle es.

Der Abschleppdienst hat schlechte Nachrichten, der Transport von Bänzli verzögere sich um 8-9 Tage. Himmel Hergott nochmal, was funktioniert denn in diesem Land?

Ich schaffe es auf den Flug……

… und über den Wolken scheint alles gut zu sein.

Im Flughafenhotel in Edmonton kuriere ich mich aus, wir finden eine kleine Wohnung Down Town.

Jeff führt uns ein in sein Loft im 10. Stock, es ist sauber, mit schöner Sicht und zentral gelegen. Wir fühlen uns sofort wohl.

… und hey…. ich habe 4 Kochplatten und Platz zum Rüsten. Es gibt Tafelspitz, er darf lange und sanft kochen. Dann drücken wir unserem Schweizer Team die Daumen – hopp Schwiiz, hopp Schwiiz!

Die Aussicht vom Balkon bringt uns Ruhe. Nächste Woche sehen wir weiter.

 

 

Fazit der Woche: Kommt es noch dümmer? Keinen Schimmer!

 

 

Wochenfilm:

Musik: Eric Burdon & The Animals, Stück: We Gotta Get Out of This Place

 

15 Kommentare zu „4.-11.7.2026 …. schlimmer geht immer……

  1. ums Himmels Wille – das isch ja ganz ganz übel. da blibt nur, eu iserni Nerve z wünsche… trotzdem, bi dinere Beschriebig händ mir würkli müese lache – chas nu immer wieder säge: du schriebsch soooo guet! ganz herzlichi Grüess us Schwede,
    moni & dani

      1. wir sind natürlich extrem verwöhnt vom anderen Kontinent, da scheint es hier fast etwas langweilig 🤭… hebed eu Sorg ihr Zwei Beide – mir denked oft a eu 💞

  2. Das sind ja Neuigkeiten… so enden ja nicht mal unsere Oldtimer-Fahrten. Gönnt euch die kleine Zwangspause und es gibt bestimmt eine „gloorreiche“ Lösung. Drück euch ganz fest die Daumen.
    Liebe Grüsse, Regina

    1. Danke liebe Regina, bekanntlich gibt es ja immer Lösungen – wir werden auch diese Eskapade von Bänzli meistern. Da wir das Vertrauen ins Büsli schon etwas verloren haben, wissen wir im Moment einfach nicht wie weiter. Drücker

  3. Finde grad keine tröstenden Worte und es tut uns so leid. Wenigstens eine schöne Küche um einen feinen Tafelspitz zubereiten. Deine Küche tut schon kleine Wunder. Hoffe du bist wieder gesund und es geht wieder aufwärts. Ich wünsch es euch so sehr. Alles Liebe

  4. Wir drücken hier alle Daumen (und Pfoten) für euch und für Bänzli!!! Schlimmer geht’s ja wirklich nimmer…
    Erholt euch gut!
    Umarmung und Grüßle
    Christine

  5. Liebe Heidi, lieber Werni
    Hoffentlich kommt Bänzli nun endlich in fachkundige, vertrauensvolle Behandlung. Auf solch haarsträubende Weise abgebremst zu werden vom Reisen ist belastend und anstrengend. Wenigsten seid ihr in einer gemütlichen Unterkunft angekommen. Weiter gehts immer, aber wie und wann macht die Warterei zur Nervenangelegenheit. Dein Heimweh ist verständlich, Heidi. Wir drücken ganz fest die Daumen, dass das Glück euch wieder umarmt. Ganz herzliche Grüße Patricia und Peter

    1. Hallo ihr Lieben Beide, danke für die aufmunternden Worte und fürs Daumen drücken, schön denkt ihr an uns und euch weiterhin einen schönen Heimurlaub. Herzlich Heidi und Werni

  6. hallo Ihr Lieben, Reiko hier, ich habe euch in Hamburg mit eurem Computer weitergeholfen. Das sind ja verrückte Neuigkeiten aber wie ich euch kurz kennen gelernt habe, werde dir auch damit fertig. Ich wünsche schnelle Reparatur, schnelle Genesung und jede Menge Lebensmut

    1. Hallo Reiko, was für eine schöne Überraschung von dir zu hören. Danke für die aufmunternden Worte, wir haben uns sehr darüber gefreut. Unser Computer ist sehr wenig bis nie im Einsatz, wir brauchen dann wohl weitere Kurse wenn wir zurück sind. Herzlich liebe Grüsse Heidi und Werni

  7. Ihr Lieben, uii, jetzt habt ihr aber eine lange Durststrecke mit Bänzli…ich nehme an, nach 7 mageren folgen wieder 7 fette Zeiten… Bleibt dran! Herzlich, Christa

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