23.-30.11.2025, Thanks Giving

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An Thanksgiving (vierter Donnerstag im November) wird Dankbarkeit, Gemeinschaft und Zusammengehörigkeit gefeiert. Das erste Festmahl 1621 findet zwischen den Pilgern und den Wampanoag-Indianern statt um sich für die Ernte zu bedanken. Heutzutage kommen Familien und Freunde zusammen, essen traditionell Truthahn und zelebrieren die freien Tage. Es sind viele Amerikaner unterwegs diese Woche.

Im historischen Lees Ferry, am Oberlauf des Grand Canyon und direkt am Colorado Fluss gelegen, ist es am Dienstag noch ruhig. Hier wird die Geschichte der ersten Mormonen-Siedler erzählt.

John D. Lee gründet 1871 einen Fährbetrieb, die einzige Möglichkeit, den Colorado River in einem Umkreis von Hunderten von Kilometer zu überqueren.

In der „Lonely Dell Ranch“ lebt seine Familie, Reisegäste werden beherbergt. 1928 sinkt die Fähre, dies ist das Ende des direkten Zugangs zwischen Utah und Arizona. Erst mit dem Bau der Navajo Stahl-Brücken 1929 ist die Verbindung wieder hergestellt.

Heute ist die Lonely Dell Ranch eine vom National Park Service (.gov) gepflegte historische Stätte. Pioniergeist schleicht um die restaurierten Gebäude und erzählt vom harten Alltag der frühen Siedler.

Trotz der Isolation und des rauen Wüstenklimas wird auf der Ranch dank einem ausgeklügelten, handgegrabenen Bewässerungssystems Landwirtschaft betrieben. Obstplantagen mit Aprikosen-, Pfirsich-, Pflaumen- und Birnbäumen. werden bis dato im Spätsommer/Frühherbst gepflückt.

Wir laufen zur Lonely Dell Ranch, schauen die Relikte an, lesen ihre Geschichten und sind dankbar dass unser Leben doch wesentlich einfacher ist als das der damaligen Siedler. Hier kommen wir dem Colorado Fluss zum ersten Mal ganz nah.

Heute starten in Lees Ferry Schlauchboote ihre Rafting-Touren, es wird nach Forellen gefischt und in mehreren Wanderwegen die Einsamkeit genossen.

Autos kämpfen um freie Parkplätze, prozessionsartig laufen Scharen zum Horseshoe Bend, alle wollen wir die Flussschlaufe um den markanten Fels sehen. Kitschige Fotos (das muss Fotoshop sein) werden herumgereicht, meine werden nicht annähernd so farbenprächtig.

Mit den Massen müssen wir uns wohl arrangieren, wir vergrössern sie ja auch um zwei, besonders beim Besuch des Publikumsmagneten Antelope Canyon.

Er kann nur im Rahmen einer geführten Navajo Tour besucht werden. Wir telefonieren mit Dixie‘s und bekommen tatsächlich einen Platz für den nächsten Tag. Wir lassen uns ungern in Zeitfenster drängen so dass wir die Nachteile einer Spontanbuchung, höherer Preis, gerne in Kauf nehmen.

Cedric führt uns sehr angenehm durch die Spalte. Nebenbei erzählt er über seinen Stamm, seine Liebe zur Natur und spielt inmitten der Sandsteinformationen die Flöte für uns.

Wunderschön ist der fast 1 Kilometer Gang durch die Schlucht. Die Farben, Formen – einmal mehr ist die Natur der grösste Baumeister und Künstler.

Strahlen durchfluten den Canyon. In Rosa – Orange – Rot – Violett bis zu Brauntönen schimmert der Navajo Sandstein, es fühlt sich für mich an als ob das Licht tanzt.

Tsé bighánílíní bedeutet übersetzt „der Ort, an dem das Wasser durch die Felsen fliesst“, und das geschieht im Sommer für einige Tage immer noch. Obwohl diese Woche Unmengen von Menschen durch den Slot geschleust werden fühlt sich der Besuch nicht schlecht an. Die Gruppen geben sich genügend Abstand – so hat jeder Zeit zu staunen und Fotos zu knipsen.

Es gibt Sehenswürdigkeiten in der USA die nur durch ein Auswahlverfahren (Lotterie) besucht werden können. Online meldet man sich für die Teilnahme an, bezahlt 6 Dollar pro nur um einige Stunden später eine Absage zu erhalten. Auch wir sind 2 Mal erfolglos für den Coyote Buttes (Wave). Clevere Einnahme Idee – Scheissgefühl für den Teilnehmer. Alternative suchen ist angesagt. Jakob, der Betreiber des Page-Camps, schwärmt von seinem Lieblingsplatz, dem abgelegenen White Pocket. Der Ort sei nicht minder schön als Coyote Buttes, der Besuch ein Muss.

Doch zuvor lassen wir uns den Powell See und seine Canyons per Boot zeigen.

Einfach nur schön!

Glasklar ist hier der Colorado Fluss. Über den White Pocket berichte ich gerne nächste Woche. Euch allen eine leuchtvolle Adventszeit.

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Fazit der Woche: Noch schöner, noch farbenvoller
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Wochenfilm

 

Musik: Michelle Moonshine, Echoes of the Past

 

4 Kommentare zu „23.-30.11.2025, Thanks Giving

  1. Beautiful pictures! They bring back great memories from my road trip through these canyons. I’ll never forget my fear of heights being put to the test while I tried to photograph Horseshoe Lake.

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