8.-15.12.2024, … wir haben ihn wieder…

http://wenn-nicht-jetzt.com

Die Führung durch die Casco Viejo, „altes Viertel“, dem historischen Bezirk von Panama-Stadt, begeistert uns nicht vollends. Einige Grossmäuler und Besserwisser sind in der Gruppe die mir mächtig auf den Wecker gehen.

Der Bezirk ist UNESCO-Weltkulturerbe, unser Führer, älter, erfahren, wissend aber mit einem für uns schwer verständlichen Englisch – legt sich mit einem Autofahrer an und wird später sogar auf der Strasse bedroht.

Auch Zerfall kann schön sein.

Gute Tipps für Restaurants, Kaffees und Eiscreme-Buden im Sack schlendern wir durch die Altstadt….

Der wohl teuerste Kaffee der Welt, Geisha, kommt aus Panama. Ursprünglich aus einer Bergregion Äthiopiens, dem Distrikt „Gesha“ kommt die Arabica Pflanze über Kenia und Tansania nach Costa Rica. Bei internationalen Auktionen erzielt er regelmässig Höchstpreise. So werden sieben Pfund Geisha-Kaffee des Lamastus Family Estate im September 2022 bei einer vom Auktionshaus Sensible Coffee veranstalteten Privatauktion für 42’000 US-Dollar verkauft.

Diesen Kaffee müssen wir natürlich testen. Wir trinken bis Dato den teuersten Kaffee in unserem Leben, 2 Tassen für USD 20.- Eh etwas übellaunig von der vorangegangenen „Walking Tour“ bezeichne ich den Kaffee als „Gwäsch“ (für unsere Google Translate Nutzer: Schweinefutter) – Werni ist etwas milder  – er zuckt einfach mit den Schultern. Später meint er dass der Kaffee im Abgang ein feines Aroma habe, nun ja….

Es ist Muttertag in Panama, viele Familien spazieren der Uferpromenade entlang. Die Gunst der Stunde nutzen auch Waschbären, sie betteln um Futter.

Toll diese Erholungszone mehrere Kilometer dem Pazifik entlang.

Der Montag gehört ganz der Depression. Die Stadt haben wir gesehen, das einzige Museum das uns noch interessiert ist geschlossen und wir haben das auswärts essen satt.

Wir sehnen uns nach unserem einfachen Leben im Bus. Mensch ist der Montag ein langer Tag, er hat mindestens 30 Stunden.

Dann ist er da! Nach 13 Tagen haben wir Bänzli wieder, heil, ohne Beule ohne Schramme. Ein französischer Camper, verschifft mit RoRo, hat weniger Glück – er ist komplett ausgeraubt. Für uns hat sich die Verschiffung per FlatRack definitiv gelohnt. Nur ein paar hundert Dollar teurer als RoRo ist FlatRack einfach sicherer und besser überwacht, erzählt Boris, unser Agent auf der Panama Seite.

Tanken, einkaufen, Gas füllen, das alles schaffen wir in Rekordzeit. Über 3 Stunden beobachten wir bei der Pedro Miguel Schleuse die Container Giganten auf dem Panama Kanal bis es zu spät wird für die Weiterfahrt Richtung Norden.

Übernachten auf der Isla Naos in Panama City Nähe erweist sich als Fehlentscheid. Die ganze Nacht über werden Motorräder auf ihre Startgeschwindigkeit nach dem Motto wer heulender getestet, Jugendliche schreien und lachen, Musikanlagen werden voll aufgedreht – Mensch müsst ihr denn morgen nicht arbeiten?

Das Kopf einziehen und leben auf engstem Raum muss wieder geübt werden. Päng – Auwe – Knall!

Ohm – Morgenyoga mit schönster Sicht bringt uns ins Lot und Wachmodus.

Feigenbaum, Eingang Museum.

Das Bio Naturmuseum befasst sich mit der Entstehung der Landenge Zentralamerikas, seiner Bewohner, Tierwanderung und mehr. Interaktiv erklärt, zieht es nicht nur Erwachsene an.

Architekt ist Frank Gehry (ehemals Goldberg) Kanadischer und US-Bürger.

Die New York Times bezeichnet ihn als den „höchstgepriesenen amerikanischen Architekten. Kein Wunder, zählt zu seinen Werken das Guggenheim-Museum in Bilbao.

Dank der Heirat mit einer Panamaerin nimmt Gehry den Auftrag Bio Museum an. Es entsteht ein architektonisches Wahrzeichen für Panama City.

Wir sind uns einig, die schlaflose letzte Nacht nur 2.5 km vom Museum entfernt hat sich gelohnt, es ist informativ, gut strukturiert und absolut sehenswert, innen wie aussen.

Über die Brücke „Puente de las Américas“ geht es Richtung Norden. Ein High Speed Bahnprojekt begleitet uns über viele Kilometer.

Meer oder Berge, 36 oder 27 Grad? Wir entscheiden uns für die Berge. Das malerische Städtchen El Valle de Antón liegt im Krater eines gigantischen erloschenen Vulkans. Umgeben von grünen Wäldern und zerklüfteten Bergen ist hier ein wahres Wanderparadis mit einem Mikroklima der besonderen Art. Und was tun wir in El Valle?

Flora und Fauna geniessen und für 1 Tag einfach gar nichts. Am 2. Tag besuchen wir Butterfly Haven…

… und auf der Suche nach Lebensmittel finden wir einen chinesischen Laden nach dem anderen, zum Glück auch „Rey“, unser favorisierter Supermarkt in Panama. Das Wandern verschieben wir auf nächste Woche.
Viele sprechen Englisch, das können nicht alles Touristen sein? Beim Nachfragen erfahren wir, dass viele ausländische Rentner/innen (viele aus der USA und Kanada) hier ihren Lebensabend verbringen, Menschen aus über 40 Ländern sollen hier leben.

Die ganze Bevölkerung (7800 Einwohner) versammelt sich am Samstag zu einer Klaus- und Weihnachtsparade. Wir staunen wie viele Musikgruppen es gibt, soviel Junge spielen ein Instrument.

Kleine, Teenager und alte Kläuse haben sichtlich Spass an der 2 stündigen Parade die in erster Linie so lang dauert weil sie immer wieder stockt.

Auch wir stellen uns zu den Zuschauern, lassen uns begeistern bis wir frieren, ja ihr habt richtig gehört, wir frieren trotz Jacke und das im prophezeiten heissen Panama und auf einer Höhe von nur 600 Metern.

Unser Start in Panama ist geglückt.

 

Fazit der Woche: Kläuse gibt es überall 

 

Wochenfilm:

Musik: Juan de Sedas, El Hijo del Garrobe

 

5 Kommentare zu „8.-15.12.2024, … wir haben ihn wieder…

  1. Hallo Heidi und Werni, dabke für
    den guten Bericht! 10 Franken für eine Tasse Kaffee habe ich in Venedig vor mehr als 20 Jahren schon bezahlt! Der ist heute sicher teurer!
    Weiterhin viel Glück und alles Gute!
    Liebe Grüsse und fohe Weihnachten
    Max

  2. Ihr Lieben, so schön hat alles geklappt und weiter geht’s mit eurem Bänzli. Glück, Freude und beste Gesundheit auf eurem Weg. Immer eine Freude von euch zu hören und den sehr professionellen Blog zu lesen.
    Alles Liebe

Kommentar verfassen