17.-24.01.2026, Hallo Baja California

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Der Balboa Park, die grüne Oase im Herzen der Stadt San Diego mit seinen 5 Quadratkilometern ist grösser als der Central Park in NY und der Millennium Park in Chicago zusammen. Die Panama-Kalifornien-Ausstellung 1910-1916 macht den Glanz des Parks von heute möglich.

Aus 16 Museen kann ausgewählt, schöne Architektur besichtigt und Düfte von 130 Rosensorten eingeatmet werden.

Wir lassen uns heute von der grössten Freilichtorgel der Welt mit über 5000 Pfeifen und dem Stadtorganisten Raúl Prieto Ramírez mitreissen. Nicht dass die Orgel zu unseren Top-Instrumenten gehört, das neckische Spiel des international gefeierten Spaniers lässt die Zuhörer und uns schmunzeln und aufmerksam zuhören.

Die kraftvolle Persönlichkeit, die leidenschaftliche Ausdruckskraft, die Kommunikationsgabe und das Charisma des 46-Jährigen lassen das einstündige Konzert zu etwas Besonderem werden.

Der Fort Rosecrans National Cemetery, ein historischer Militärfriedhof der Veteranen verschiedener Konflikte ehrt, ist ein nachdenklicher Ort. Die Einfachheit der Grabsteine und seine Einheit sind sehr berührend. Es sind 86‘700 Gräber.

Werni möchte gerne einen Weinkeller besuchen. Die Dulzura Vineyard & Winery ist ein Familienbetrieb in der 3. Generation auf der historischen Clark Ranch mit einzigartiger Atmosphäre. Vorfahren von Grand Schmid stammen aus Wimmis in der Schweiz. Wir platzen in eine gemütliche Degustationsrunde.

Kräftiger Cabernet Sauvignon, ein fruchtiger Malbec, Weissweinen wie Viognier, Sauvignon Blanc und Fumé Blanc stehen zum Probieren parat und es wird immer mehr gelacht – vor allem lauter.

Trotz 76 Jahren und gesundheitlichen Problemen steht der Patron persönlich hinter der Theke und schenkt grosszügig ein.

Natürlich kaufen wir 6 Flaschen und stellen erst beim Einräumen fest, dass wir gar keinen Platz dafür haben. Wir übernachten auf der Farm.

Hallo Mexiko, wir sind zurück. Ich krame nach meinen Spanischkenntnissen, kann man soviel in nur 4 Monaten vergessen? Die zweitgrösste Halbinsel der Welt bietet zauberhaftes Land, schöne Weingüter, romantische Sonnenuntergänge, perfekte Surfwellen, Pisten zum Entdecken, Farmen, Sternenhimmel, leckere Fischrestaurants und mehr. Und was suchen wir an der Baja California?

Zuerst mal Ruhe nach dem Stadtleben. Die Zufahrt zu unserem ersten Übernachtungsplatz ist recht holprig und lang, den Schlüssel zum verschlossenen Tor müssen wir ausgraben – doch die Mühe lohnt. Wir sind auf der …

Bellota Ranch. Ein ruhiger Ort wo wir nach Langem wieder Overlander treffen, Alicia und Ben aus der Schweiz. Alicia bringt meinen Tolino wieder zum Laufen, backt Zimtschnecken im Omnia und wir haben, wie könnte es anders sein, angeregte Gespräche in Muttersprache.

Zur Ranch gehören 30 Pferde, Schafe, Naturpfade, Gästezimmer und ein Gratis Campingplatz mit Infrastruktur. Wie krass ist das denn – in den USA kann campen bis zu CHF 120 pro Nacht kosten und hier? Wir sind wieder bei den gastfreundlichen, herzlichen und lebendigen Latinos angekommen.

Bei der Weiterfahrt bleiben wir nach wenigen Kilometern stecken – das Valley de Guadalupe ist das Schlaraffenland für Weinliebhaber. Eine Kellerei übertrumpft die nächste nicht nur im traubigen Saft – auch in Architektur.

Modern oder rustikal, klein oder kommerziell – wer die Wahl hat hat die Qual.

Bei der 3. Degustation entdecken wir eine wahre Rosine. Aimé Desponds, ursprünglich aus Lausanne, gründet die kleine Boutique Weinkellerei 2005. Sol y Barro nennt er sie, baut in einigen Jahren sämtliche Gebäude mit nur 1 Hilfskraft mit eigenen Händen aus ökologischem Lehm.

Seine handwerklichen Bio-Weine munden uns, der Chef, heute 86 Jahre alt, kommt persönlich in die Kellerei und erzählt uns seine Lebensgeschichte.

Aimé ist nicht nur Winzer, Designer und Architekt, er ist auch Künstler, Maler und leidenschaftlicher Koch. Wir ziehen den Hut vor dem bescheidenen, sympathischen Mann und seinem grossen Werk.

250 Weinkellereien gibt es im Tal, wir schalten nochmals einen Degustationstag ein. 3 Güter stehen auf der Liste, das Letzte, Magoni, ist in jeder Hinsicht unser Favorit.

Fantastisches Design, nicht überstilisiert, tolle Weine, netter Service, Livemusik – auch im Weingut Magoni herrscht ein Altmeister. 86 Jahre alt und kein bisschen müde erntet Camillo Magoni Erfolg für sein Schaffen und ausgeglichenen Weine.

Unter der 400 Jahre alten Steineiche degustieren Gäste Weinproben bei schönstem Ambiente.

Olivenöl und 2 Flaschen Cabernet kommen auch hier in die Einkaufstüte.

 

 

Fazit der Woche: Genusswoche pur  

 

 

Wochenfilm

Musik: The Brothers Comatose, Harvest Moon (feat. AJ Lee & Blue Summit)

8 Kommentare zu „17.-24.01.2026, Hallo Baja California

  1. wir können uns kaum vorstellen auf ein leben in der schweiz………….aber wir werden euch helfen. wir lieben euch…..wolfgang und ursi

    1. Ihr Lieben Beide
      Auch wir vermissen und lieben euch und wir wissen, dass ihr uns eine grosse Stütze sein werdet wenn wir im 27 zurück sein werden. Zuvor sehen wir euch aber in NY. Big Hug

  2. Liebe Gloors, fantastischer Film über die Genusswochee! Ein Aufsteller in unserer trüben letzten Januarwoche. Übrigens Ralf ist zurück von Brasilien. Er lebt nun bei mir und arbeitet als Sekundarlehrer in Rothenburg. Er muss sein Konto aufbessern.
    Weiterhin alles Gute auf eurer abenteuerlichen Reise.
    Anne-Marie Inderbitzin in Kerns

    1. Liebe Anne-Marie
      Schön von dir zu lesen und gut zu wissen dass wir auch in Kerns noch nicht vergessen sind. Das beruhigt uns, und Gedanken an das „Klarinettli“ im Gasthaus Rose lässt mir den Saft jetzt schon im Munde zusammen fliessen. Schön hast du Ralf wieder in deiner Nähe, Grüsse ihn von uns. Umarmung Heidi und Werni

  3. Hallo ihr Beiden,

    nachdem ich eure Berichte seit dem Start eurer grossen Tour mit viel Freude verfolge, erlaube ich mir euch so zu begrüssen. Eure Berichte, Fotos und insbesondere die Wochenfilme sind absolut super. Ich freue mich jeden Montag morgen darauf.
    Vielen Dank, dass ich euch auf eurer Reise begleiten darf.

    Herzliche Grüsse
    Dieter

    1. Hallo lieber Dieter

      schön dich auf schriftlichem Weg kennen zu lernen. Danke für deine sehr netten Zeilen, wir haben uns sehr darüber gefreut. So treue Leser geben mir immer wieder einen Motivationsschub meine Berichte zu schreiben und zu veröffentlichen. Wir treffen uns irgendwann persönlich in Deutschland. Herzlich liebe Grüsse Heidi und Werni

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