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Der Chiricahua National Monument Park überrascht uns in jeder Hinsicht. Gratis-Eintritt, nette Beratung, blitzsaubere Toiletten, gut ausgeschilderte Pfade – was will das Wanderherz mehr?

Geheimtipp ist auch dieser kleine Park keiner mehr, sicher nicht während den Schulferien und an Wochenenden. Um das „Wunderland der Felsen“, vor 27 Mio. Jahren entstanden, mit wenigen zu teilen, starten wir bereits vor 8 h morgens mit unserem Marsch.

Durch den Echo Canyon Loop (5.2 km) bleiben wir immer wieder stehen, staunen, fantasieren und bewundern die mächtige Natur. Das Gebiet gilt als ehemaliger Zufluchtsort der Apachen.

„The Town Too Tough to Die“ – das ist Tombstone (übersetzt Grabstein) in Arizona. Die Bewohner der historischen Stadt wissen genau, wie Touristen anzulocken. Sie machen aus ihrer Stadt ein lebendiges Denkmal des Wilden Westens.

Die Hauptstrasse ist autofrei, nur die Postkutschen haben Durchfahrtsrecht. Mit originalgetreu nachgebauten Saloons, Geschäften und Holzgehsteigen landen wir mitten in der wilden und bekannten Schiesserei am O.K. Corral von 1881.

Die Legendäre Schiesserei wird theatermässig nachgestellt, der Big Nose Kate Saloon ist voll, die vielen originellen Läden sind gut besucht und das Whiskey Tasting bringt Wernis Augen zum leuchten.

Wir amüsieren uns köstlich – die Tomstoner wissen wie die Kasse klingelt.

Sie haben es schwer, die Saguaro-Kakteen im gleichnamigen Nationalpark.

Wir wertschätzen sie nicht gebührend nach der Kakteen-Überdosis an der Baja California.

Die Fahrt durch den Park lohnt sich trotzdem, nur, das grosse Staunen bleibt bei uns aus.
Wir haben beide so überhaupt keine Lust auf Städte, wir lassen Tucson rechts und Phoenix links liegen und fahren über den Roosevelt See in die Höhe. In Flagstaff schliesst sich der Kreis unserer Tour durch den Süd/Westen der USA, hier waren wir schon letzten Herbst.

Wenn der Campingplatz (KOA) mehr kostet als ein Hotel mit eigenem Badezimmer – dann ziehen wir um. Wir haben einiges an Admin zu erledigen, dafür erscheint uns Flagstaff der perfekte Ort.

Schönes Kaffee
Ein ganzer Sack Kleider ist parat für Obdachlose, ich trenne mich von einer 20 jährigen Armani Bluse die mir schon 6 Jahre nicht mehr passt, Werni von seiner zerknitterten Lieblingshose und so shoppen wir nach Herzenslust und freuen uns über ein paar neue Teile.
Eine Geschichte muss ich noch erzählen: Wir wollen beide zur Dentalhygiene und steuern die erste Praxis an. Die Assistentin sagt, dass wir zuerst 1 h zahnärztlich untersucht würden, dann gäbe es Röntgen und danach 1 h DH. Kosten USD 480 pro. Wir sagen, dass wir nur DH möchten. Das gehe leider nicht – nur in Verbindung mit Arztbesuch und Röntgen.
Die angesteuerte Schneiderin bräuchte 8 Tage zum Wechseln von 2 Reisverschlüssen – ach ist Amerika manchmal kompliziert.

🎶 Legalisier es – kritisier es nicht „Legalize it – don’t criticize it“ 🎶 wippen wir zu Peter Toshs legendärem Reggae Song und fahren auf den Parkplatz von „Noble Herb“, nette Bezeichnung für einen Cannabis Laden. Pässe vorlegen, Polizeihüter passieren und schon kann nach Herzenslust Rauchwaren, Gutzis, Tröpfchen und allerlei Goodies für ein entspanntes Wochenende im Nirvana eingekauft werden.

Es gibt offizielle „Marihuana“ Ärzte und Online Stellen wo ein „Medizinischer Pass“ ausgestellt wird der berechtigt, Produkte mit hohem THC-Anteil zur Schmerzbekämpfung zu shoppen. Das schaffe ich leider in 3 Tagen nicht aber der nette Verkäufer im Drogenstübli hilft mir, doch an höheren THC ranzukommen.

So stehen Patienten als auch volljährige Freizeitnutzer zur Beratung an und laufen allesamt glücklich mit einer Tüte Stoff zu vernünftigen Preisen aus dem Laden, der wunderbar nach Cannabis riecht.

Cannabis ist in den USA auf Bundesebene zwar illegal, aber in 24 der 50 Bundesstaaten sowie in Washington, D.C., für Erwachsene ab 21 Jahren legal und in 40 BS für medizinische Zwecke.
Mein erster Versuch mit Cannabis vor ca. 15 Jahren ging zwar völlig daneben, legte er mich doch für mehrere Stunden ins völlige Delirium. Doch seit ich die Tropfen mit THC und einem sehr hohen Anteil an CBD nehme, hat sich meine Migräne verbessert. Yehhhh – ich bin dafür – Legalize it …wipp …wipp … don’t criticize it…. und so kann Amerika manchmal auch herrlich unkompliziert sein.

Markant, leuchtend rot – das sind die Attribute der Sedona Berge. Sandsteinformationen, Tafelberge, Felsspitzen – einmal in Grau- Gelb- und Rottönen mit Namen wie Cathedral Rock, Bell Rock, Coffee Pot Rock usw. – alles wunderbar – nur sind wir für einmal definitiv zur falschen Zeit hier.

Massen von Autos, Jeeps, Quads und Unmengen von Besuchenden überschwemmen Strassen und das gleichnamige Städtchen. Weiter gilt Sedona als Kraftort spirituelle Energie. Energiewirbel (Vortexes) ziehen feinstoffliche Menschen zu Heilritualen, Meditation und Selbstfindung an. Von dieser Energiebeflügelung spüren wir beide wenig bei der gebuchten Sonnenuntergang-Jeep-Tour zu einigen bekannten Formationen durch Staub-, Stein- und Schotterstrassen.

Zu sehr konzentrieren wir uns darauf, nicht vom offenen Deck zu fliegen oder einen Hexenschuss einzufangen.

Nun, man hat das Recht auch als Langzeitreisende Fehler zu machen und diese Jeep-Tour ist für uns für sicher eine Fehlbuchung.
Fazit der Woche: Zum Schluss brauchen wir etwas THC-Tropfen 🤭.
Wochenfilm
Musik: Tanya Tucker, Stück: Some Kind of Trouble
Liebe Weltenbummler
Solche Bilder und diese Musik lassen mein Westernherz höher schlagen und verzaubern mich. Zudem lernte ich letzte Woche den Linedance „Somewhere In Sedona“.
Herzlichen Dank für diesen wunderschönen Beitrag und weiterhin alles Glück der Erde.
Sonnige Grüsse aus der Schweiz
Regina
Danke liebe Regina, es kommt der Tag wo wir stundenlang über den wilden Westen plaudern. Umarmung
Hallo Heidi und Werni
Ich musste wirklich schmunzeln über eure Geschichten… besonders über das mit dem Jeep und der Konzentration, damit niemand rausfliegt oder am Ende noch einen Hexenschuss bekommt. Ich stelle mich diese Fahrt bildlich vor…… Und beim Thema Marihuana musste ich auch lachen… wir kommen ja gerade aus einer 5-tätigen Reise aus Holland.
In Amsterdam, diesen Samstag war richtig viel los, und ich glaube, da nehmen sie es mit den Mengen nicht so genau. Die Velofahrer: total im Tunnelblick unterwegs, teilweise wie kleine Kamikaze‑Fahrer, einfach durchziehend, ohne wirklich präsent und Rücksicht auf ihre Umgebung zu nehmen. Entspannend war der Spaziergang durch das Zentrum nicht, wie eure Fahrt volle Konzentration… bei uns nicht überfahren zu werden vor allem ich hatte meine Mutter dabei (80).
ich habe mir zwischendurch vorgestellt, wie Amsterdam wäre ohne diese Kamikaze‑Fahrradfahrer…… ich denke die Ruhe selbst….. Ob das alles mit dem Cannabis zu tun hat oder einfach mit der Anarchie dort… schwer zu sagen, aber speziell ist es auf jeden Fall.
Danke für euren Beitrag… ich hatte endlich wieder einmal Zeit, etwas zu lesen. Wie immer tolle Bilder. Muchas Gracias
Ganz liebe Grüße und weiterhin eine leichte Reise mit vielen schönen Erlebnissen.
Juan 🙂
Danke lieber Juan für die schönen Worte. Herzlich liebe Grüsse Heidi und Werni
Danke Juan für deine Gedanken
Herzlich liebe Grüsse
Good day to you Heidi and Werni.
Looks like a smooth week, except for the ridiculous dental cost. Hopefully you can get a more reasonable deal in Canada. Take care and enjoy the weeds.🤣😜
Hugs,
Reuben
Thank you Reuben, big hug
Thank you Reuben 🤭