8.-15.8.2026, 3 Wünsche, 3 Gründe

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Ist es unvernünftig, dem Norden von Kanada und unserem gespaltenen Verhältnis zum Land nochmals eine Chance zu geben? Aufgeben gehört nicht zu unserem Lebensmotto. Nebst den kuriosen, schwierigen, nervenaufreibenden Begegnungen gehören im Gegensatz auch viele unglaublich nette und grosszügige dazu. So schenkt der Wirt im Golfklub in Stettler den Schweizer Pechvögel (uns) das Mittagessen samt Getränke. Die Reception des Hilton Gardens in Edmonton offeriert uns einen attraktiven Treuepreis und schenkt Werni das bequeme Schlafkissen, das er gar nicht genug rühmen kann, und im Restaurant Chop geht der Wein immer „auf’s Haus.“

Ein Morgenspaziergang entlang dem Slave Lake zeigt bereits erste Herbstzeichen.

Tracy Riley ist eine kanadische Singer-Songwriterin/Musikerin aus Yellowknife und genau das Städtchen ist unser Ziel dieser Woche. Das bekannteste Lied von ihr heisst „Three Wishes“ und die haben wir natürlich.

1. Wunsch: dass Bänzli läuft
2. Wunsch: dass Bänzli läuft
3. Wunsch: dass Bänzli läuft

Ca. 800 Kilometer fahren wir nordwärts durch immer die gleiche Landschaft. Eine Strasse, rechts und links ein Grasstreifen von etwa 20 Meter Breite – dann kommt der Wald. Eintönig, langweilig und doch faszinierend, denn es gibt den perfekten Einblick in die unendlichen Weiten Kanadas.

Steigen wir aus um zu laufen – zack – sind sie da, die Plagegeister.

Schöne Wanderwege gäbe es schon – doch die lästigen Viecher machen uns den Garaus.

Dann folgen etwa 80 Kilometer gleiche Landschaft aber mit abgebranntem Wald.

Der berühmte Schriftzug 60th Parallel (Breitengrad) Welcome to the Northwest Territories“ bestätigt uns: Wir haben es in den unberührten Norden geschafft.

An diesem Punkt ist die offizielle geografische Grenze zwischen den kanadischen Provinzen im Süden und den Territorien im Norden. Im Sommer geht im subarktischen Kanada die Sonne kaum unter, die Wintermonate sind lang, dunkel und bitter kalt.

Yellowknife, die Hauptstadt der kanadischen Nordwest-Territorien mit fast 20’000 Einwohner liegt am Nordufer des grossen Sklavensees. Warum in aller Welt fahren wir gerade in diese entlegene Ecke?

1. Grund: Weniger Touristen
2. Grund: Polarlichtsichtung
3. Grund: Bison Herden

Die Stadt rühmt sich, der weltbeste Ort zur Polarlichterbeobachtung zu sein. Auroras Borealis haben seit Jahrtausenden etwas magisches. Kulturen deuten das flackernde Himmelslicht als tanzende Geister, Seelen der Toten oder Feuer der Götterwelt.

Der Wecker ist auf 1 Uhr nachts gestellt. Wir liegen auf der Yogamatte, warm zugedeckt im Freien, der Bärenspray parat und beobachten den Nachthimmel. Sie leuchten noch nicht in voller Pracht – aber wir schnuppern ein erstes Mal am Zauber des Kosmos. Sternschnuppen erfüllen uns vielleicht weitere Wünsche.

Das kann die römische Göttin Aurora und der griechische Gott des Nordwinds Boread noch besser und wir hoffen auf weitere nächtliche tête-à-tête mit der Magie.

Die nette Dame im Besucherzentrum erzählt uns über eine Stunde, wie das Leben im abgelegenen Yellowknife ist. Hier geboren, leben ihre Kinder und Grosskinder alle in der Stadt.

Sie gibt uns eine Menge Information über schwimmende Häuser….

….Museen, Wanderwege, Geschichten einstiger Gold- und der letzten Diamantmine, wo ihr Sohn arbeitet.

Studierenden Kinder vom hohen Norden bezahlt der Bundesstaat Flüge, Wohnungen samt Studium in einer Universitätsstadt, aber nur, wenn sie nach dem Abschluss wieder nach Yellowknife zurückkehren.

Der Great Slave Lake friert im Winter zu. Dann ist die Region besser über Eisstrassen erschlossen. Der Name des Sees bezieht sich übrigens nicht auf die Sklaverei, er geht auf die Slavey zurück, ein Volk der First Nation Dene.

Hier beginnt die Eisstrasse im Winter

Kurze Wanderung zum Cameron Wasserfall

Nicht überall ist Yellowknife aufgeräumt

Wir bewundern die Seenwelt aus der Luftperspektive.

Die Reise- und Entdeckerfreude flammt wieder auf….

…. Aurora schenkt uns weiteres Himmelsballett…

….die Brauerei die leckerste Fischsuppe jeh..

… und eine erlebnisreiche Woche geht zu Ende. Wir geniessen die letzten Stunden mit einer Bootsfahrt…..

… und sind einfach glücklich unser rollendes Zuhause wieder zu haben.

Bäri No. 14 taucht auf…..

…. und wir lernen Martha und Aaron kennen. Was für eine schöne Begegnung.

 

 

 

Fazit der Woche: Die lange Anfahrt nach Yellowknife lohnt sich

 

 

Wochenfilm

Musik: Tracy Riley, Three Wishes

 

 

2 Kommentare zu „8.-15.8.2026, 3 Wünsche, 3 Gründe

  1. So schön, das es für euch wieder weitergeht. Aber solche Zeiten gehören halt manchmal auch dazu. Dadurch hat der Genuss vielleicht eine neue Dimension bekommen.
    Nun hoffen wir, dass Bänzli wieder schön artig bleibt, und wünschen euch viel Gfreuts.

  2. Stunning Aurora shots—here’s to seeing many more! Wishing Bänzli a smooth, trouble-free ride the rest of the way. Enjoy the NWT and the subarctic, and thanks for taking me along for the ride!

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