5.-12.9.2026, wir hüpfen

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Unser Alternativ Programm beginnt. Wir wollen die nächsten 2 Wochen aktiv gestalten, Bänzli soll jetzt mal auf uns warten, jawohl!

Städte hüpfen ist angesagt, von Anchorage über Seattle nach Vancouver, alles läuft rund und entspannt.

By by Alaska, hallo Kanada – über diese schnelle Rückker in den Süden sind selbst wir überrascht.

Unser Mietauto (VW) ab dem Flughafen ist komfortabel und ein Preisknüller. Die direkte Fähre für den Montag (Labour Day) nach Swartz Bay in Vancouver Island ist komplett ausgebucht, so entscheiden wir uns für ein Fährenhüpfen. Über Langdale – Sunshine Coast (Earls Cove) – Saltery Bay – Powell River nach Comox brauchen wir 3 Fähren und 2 Tage.

Es fühlt sich an wie Urlaub vom Urlaub. Die Inseln sind sehr schön, wir laufen immer mal wieder ein paar Kilometer….

…. und das Wetter passt auch.

Ich habe Küchenurlaub. Wir hüpfen von Hotel zu Hotel, von Restaurant zu Restaurant, von Insel zu Insel, von Fähre zu Fähre und sind ganz zufrieden dabei.

Best Place on Earth“ und weitere Superlativen stehen auf den Auto-Nummerschildern von British Columbia.

Wir sind jetzt auf Vancouver Island. Beautiful, beautiful, beautiful – schwärmen die Lokals von ihrer Insel.

Und tatsächlich zeigen sich Wälder, Küsten, versteckte Strände, Höhlen und Lagunen von ihrer schönen Seite.

Wir haben uns nicht viel vorgenommen für diese Woche. Schwerpunkte sind Bewegung, Entschleunigung, Faulenzen und wenig Fahren. Es ist wohl genau das, was unser Auge schärft für eine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt und seltene Bäume.

Sie sind faszinierend und clever, diese Braunbären. (Grizzlys gibt es auf der Insel keine). Herrscht ein absoluter Überfluss an Fischen während des Lachszugs, werden sie wählerisch. Sie fischen dann nur nach Weibchen und haben es vor allem auf den Laich abgesehen.

Der „Kaviar“ ist extrem Kalorien- und fettreich. In lachsärmeren Jahren verspeisen sie alles was daher schwimmt, Hauptsache viel Omega-3. Die Fettreserven brauchen sie dringend für die Winterruhe (3-6 Monate). Dann sinkt ihre Körpertemperatur um einige Grad, sie fressen, trinken, urinieren und koten nicht mehr, suchen Schutz in selbst gegrabenen und gepolsterten Erdhöhlen, unter Baumwurzeln und Felsspalten.

Wir wandern den Quinsam River entlang und beobachten ehrfürchtig 4 Bären beim Fischen. Der Tisch ist gedeckt – einmal Pfote reinhauen, zubeissen und das Mahl ist gerichtet. Was für ein Schauspiel.

Eine waldumfassende A nach B Fahrt folgt. Tofino ist die Surf-Hochburg Kanadas mit ihren eigenen spirituellen Gesetzen. Schon im Städtchen erkennt man leicht die Anwesenheit der Szene. Da stehen angerostete Wohnmobile in beige und rot, die coole Unordnung gut sichtbar, mit Gardinen an den Fenstern und Wäscheleinen gespannt.

An der Cox Bay warten sie dann, in Neoprenanzügen gepresst, auf die ultimative Welle. Da begegnen uns…

Tiefenentspannte in Dreadlocks und Haargummis, die nach Patchouli riechen…
der Platzhirsch, der seine Muskelpracht präsentiert…
der Alternde, Gegerbte, Raue, der verdammt männlich aussieht…
und der Surf-Influencer mit makelloser Frisur und einem Board ohne Schrammen.

Amüsiert beobachten wir die Szene, die wir wohl nie ganz verstehen werden.

Clayoquot Sound hat für einmal nichts mit Musik zu tun. So heisst ein zerklüftetes Küstengebiet und Fjordlandsystem rund um das Städtchen. In den geschützten Gewässern und Wäldern leben Schwarzbären, Wale, Seehunde, Otter und Seeadler.

Eine Besonderheit von Tofino? Hier herrscht Fast-Food-Verbot – kein McDonald’s, kein Starbucks, keine Franchise-Ketten. Der charmante Charakter der lokalen Geschäfte soll somit bewahrt werden.

Gesehen haben wir Tofino schnell. Es hat Charme, ist klein und überlaufen.

Ca. 40 Kilometer Radwege verbinden die verschiedenen Strände und führen sogar bis nach Ucluelet, dem Städtchen am anderen Ende der Halbinsel. Hier gefällt es uns wesentlich besser als in Tofino. Ein zügiger Marsch dem Pazifik Trail entlang und schon sind wir wieder auf den gleichen, äusserst langweiligen 140 Kilometer zurück auf die andere Seite von Vancouver Island.

Die Besonderheit in Parksville im Moment sind die Ringelgänse (Brant). Sie sind faszinierende Zugvögel und legen auf ihren jährlichen Wanderungen extreme Distanzen zurück.

Auf ihrem Flug von der Arktis nach Mexiko machen sie gerade in Scharen Halt vor unserer Nase.

Und wieder Schritte laufen der Gesundheit zuliebe…

… im Stoney Hill Park. Ab heute haben wir für 4 Tage eine Wohnung gemietet in der Nähe von Victoria. Das Beste daran? Wir sind bei Shelly und Fredy eingeladen, die wir aus der Baja kennen. Hervorragendes Essen, gute Weine und Gespräche mit viel Lachen runden unsere Woche perfekt ab.

 

 

Fazit der Woche: Wir vermissen unser Zuhause

 

 

Wochenfilm

Musik: Diana Krall, Stück: How Deep Is The Ocean

Diana Krall ist auf  Vancouver Island, genau in Nanaimo geboren.

 

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