23.-30.08.2021 Auf Abwegen

Durch Eukalyptus- und Pinienwälder schlängelt sich die asphaltierte Strasse über fast 1000 Höhenmeter zum Dorf Chimanimani. Die Bahnhofstrasse haben wir schnell gesehen, immerhin kann Werni Herrensocken kaufen.
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Bahnhofstrasse von Chimanimani

Die Chimanimani Bergkette bildet die Grenze zwischen Zimbabwe und Mozambique.
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Der Mount Binga, 2436 Meter, ist der zweithöchste Berg von Zimbabwe. Wir sind zu wenig fit für die 8 stündige Wanderung.

Mit dem Führer Colin laufen wir eine Runde im Gebiet „Corner Point“ und fahren dann die „Panoramastrasse“ zum nächsten Schmuggler Grenzdorf Cashel.
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Hier wird Wald im ganz grossen Stil gerodet und nicht mehr aufgeforstet.
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Pinienwälder verschwinden und zurück bleiben ausgebeutete Hänge mit der eingeschleppten und unerwünschten B-Pflanze, die sich unkrautmässig rasant ausbreitet.
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Vor 15 Jahren ist das Hotel „Hot Spring“ umgeben von Glanz, Delikatesse, Noblesse und Therme. Der einstige Glanz ist immer noch ansatzweise sichtbar.
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Nach mehreren Pächtern übernimmt der Staat die Therme und wie immer, wenn die weissen Hände und die umsichtigen Augen verschwinden, ist es vorbei mit der Wartung der Anlage.
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Innert Jahren verwildert und verschmutzt alles, die Gäste bleiben aus.
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Auf dem Weg zum botanischen Garten Vumba wandern wir auf den Mount Beacon.
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Eine herrliche Rundsicht auf 1800 Meter Höhe und eine Windradleiche erwarten uns auf dem Gipfel.

Das Windrad, ein NGO Projekt, war 1 Jahr im Einsatz und ruht sich seit 3 Jahren liegend aus.

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Tony‘s coffee shop mit seinen Kuchen liegt am Ende der Welt. Werni schmatzt an einem Schokoladen Kuchen mit einem Wiener Kaffee und bezahlt dafür USD 21.
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Tony ist ein spiritueller, feinstofflicher und trotzdem geschäftstüchtiger Veganer. Sein Wohnhaus mit integriertem Kaffee ist äusserst liebenswürdig eingerichtet. Alle Details passen, Blumen versprühen ihren Duft, Windspiele sorgen für positive Energie – wir fühlen uns pudelwohl bei Tony und verplappern uns.

Endlich wieder frei wandern! Werni als Karten- und Wegwanderer und ich als Bauchwanderin sind uns nicht immer einig, wo der Weg entlang führt. Und so geraten wir auf Abwege und stehen plötzlich im Dickicht des Regenwaldes. Wir kämpfen uns durch, zurück bleiben zerkratzte, blutende Beine und schöne Abenteuererinnerungen.

Nach 3 Stunden gönnen wir uns nochmals Kuchen und Kaffee bei Tony‘s. So lecker, so zuckersüss, so nährend dass wir unsere Hauptmahlzeit, das Nachtessen, streichen. Der Zucker kitzelt Stunden später noch im Kehlkopf. Ich schlafe mit „gluschtigen“ Gedanken an ein Salami-Canapé ein.

Nebel umhüllt mit seinen Schwaden die saftige Vegetation und vertreibt uns zur nächsten Stadt Mutare.

Unsere gefahrene Route in Zimbabwe.

Heute erfahren wir, dass die Landweggrenze zu Malawi geöffnet wurde. Jetzt haben wir ganz schön was zu studieren, wie unsere Reise weiter geht.

 

Zimbabwe: Eine bewundernswerte Bevölkerung als Überlebenskünstler, freundliches Grinsen von einem Ohr zum anderen das als Kontrast zum schwarzen Gesicht eine breite, weisse Zahnreihe freigibt. Abwechslungsreiche Landschaft mit tollen NP. Schönes Hochland das zum Wandern einlädt, oft Trinkwasserqualität vom Bohrloch, Inflation ohne Ende, Benzin und Lebensmittel problemlos erhältlich, keine einzige korrupte Polizeikontrolle in 3 Monaten.

 

Fazit der Woche: Zimbabwe du wirst uns fehlen.

 

16.-23.8.2021 Abschied versus Wiedersehen

Im Dorf Chiredzi dürfen wir für die Nacht im Park der Palm Tree Lodge übernachten. Der Manager samt Personal sind aufmerksam und freundlich. Ein Foto mit den Swiss Guests wird geschossen und all unsere Wünsche werden erfüllt. Sogar gratis Wifi erhalten wir, alle Updates können wieder mal geladen werden.
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Das
Savé Valley Conservancy fokussiert im speziellen auf den Schutz von gefährdeten Tieren, allen voran das Nashorn und der Wildhund. Er ist einer der grössten Privatparks Afrikas.

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Die Idee des Parks begann im Jahr 1920 mit Viehzucht. Im Jahr 1990 wurde das Areal in 15 Zonen unterteilt und beherbergt heute Landwirtschaft, Tierschutz und Jagd.

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Im schönen Humani Camp buchen wir ein Game Drive und lassen die Seele „la bambälä“. Wir besuchen Rocky, das Baby Nashorn, mit dem schmusen erlaubt ist.

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Die Birchenough Brücke führt über den Save Fluss und ist ein imposantes Bauwerk.

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Wir sind auf der Suche nach einem Übernachtungsplatz. Im Mapari Rest Resort will niemand übernachten. Bei den Toiletten und Duschen blättert die Farbe der Wände ab, auf die WC Schüssel kann sich wohl niemand über 60 kg hinsetzen, (will auch niemand) die Armatur ist rostig, der Schmutz lagert sich überall in mindestens 3 Schichten. Die 3 dauerlachenden Angestellten verbessern die Situation nicht. Nichts wie weg!

In Chipinge geht die Suche weiter. Beim 3. Gästehaus finden wir einen geeigneten und passablen Unterschlupf.

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Nach fast 3 Monaten zusammen reisen trennen sich unsere Wege von Tanja und Marcel. Es war schön mit euch. Unzählige Dog Spiele, feine Nachtessen, schöne Gespräche gespickt mit viel Humor prägten unser Zusammensein. Wir rufen euch zu: „bis bald irgendwo.“

Wir besuchen Sue und Derek Olivier eine Fahrstunde von Chipinge entfernt. Wir kennen die beiden aus unserer Tansania Zeit.

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Sie leben und arbeiten inmitten von Tee-, Bananen-, Avocado- und Macadamiaplantagen.

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Die Macadamia hat ihren Ursprung in Australien. Sie gilt als die Königin der Nüsse. Schon die Aborigines schätzten diese Nuss als Nahrungsquelle. Die Macadamia gehört zu den kalorienhaltigsten und teuersten Nüssen der Welt.

Sue und Derek, beide in Zimbabwe geboren, verlieren durch das Enteignungsprogramm von Mugabe im Jahr 2001 ihr gesamtes Hab und Gut und flüchten einige Jahre später nach Tansania.

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Durch ein verlockendes Jobangebot kehren sie vor einigen Monaten nach Zimbabwe zurück. Ihre verheirateten 3 Kinder leben in UK – all ihre Freunde in Tansania.

Wir sind wenige Kilometer zur Grenze von Mozambique entfernt und die Bergweggrenze ist ein beliebtes Schmuggelgebiet.

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Eine 2 stündige Wanderung durch die Plantagen, durch Eukalyptus Wälder und entlang der Dämme beweist, es gibt in jedem Land schöne Ecken zu entdecken.

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Wir bleiben 3 Nächte bei Sue und Derek, einmal koche ich Röschti mit Zürich Geschnätzeltem, ein Mal werden wir mit einem super leckeren Lammcurry verwöhnt! The best ever!

Thank you so much Sue and Derek for your hospitality, we felt at home!

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Fazit der Woche: Abschied und Wiedersehen, beides weckt Emotionen

9.-16.08.2021 Gonarezhou NP

Auf neuem Teerbelag fahren wir durch das Städtchen Triangle. Wie auf Schienen rollt unser Bänzli, unser Gähnen wird intensiver, die Augen fallen beim Fahren fast zu, warum sind wir nur so müde heute?
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Das Städtchen Triangle ist umkreist von riesigen Zuckerrohrfeldern, es ist grün, anmutigend, mit vielen Wasserdämmen und einer Zuckerfabrik.
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Zuckerrohr wird seit 1931 angepflanzt und ein Grossteil der Bewohner lebt von den süssen Stangen.
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Im Gonarezhou NP buchen wir 6 Nächte in 3 verschiedenen Campingplätzen. Vom Chipinda Camp fahren wir ein kleines Game. Was für ein Park!
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Die Strassen sind unterhalten, steile Abschnitte sind gepflästert und es gibt eine neue Brücke über den Runde River.
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Die Camps sind sauber, am Fluss gelegen, mit funktionierenden Toiletten und Duschen inkl. warmem Wasser. Das gesamte Personal ist kompetent, freundlich und
speditiv. Letzteres für Afrika aussergewöhnlich!
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Wir haben 3 schräge männliche Nachbarn. Eine riesige Kühltruhe, Batterie gespiesen, gefüllt mit Alkohol und Fleisch, lassen die drei „Wilden“ am Abend laut werden. Ihr rohes Lachen, die fehlenden Frontzähne, die schielenden Augen, die fleischigen nackten Oberkörper, die grobe Sprache, die schrägen Kleider und das verteilen von Speichelflüssigkeit bestätigt, wir Menschen stammen vom Neandertaler ab!

Auch der zweite Platz, Chinguli, ist mega schön. Nebst den Tieren sind wir begeistert vom Unterhalt des Nationalparks. Er kann nicht unter der gleichen Führung stehen wie Mana Pools wo bei uns nur negatives hängen geblieben ist.

Beim Nachfragen erfahren wir, dass der Park teilstaatlich ist, jedoch seit dem letzten Taifun unter der Obhut eines deutschen NGO Projektes steht. Der Groschen fällt – darum ist alles so gut in Schuss.

Pokwe, das dritte Camp, steht mitten in der Wildnis. Viele geknackte Äste und Dung zeigen, auch Elefanten lieben dieses Camp. Was durchziehende Elefantenherden an Verwüstung hinterlassen ist kaum zu glauben. So verwundert es nicht, dass die Population der Elefanten reguliert werden muss.
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Abwechslungsreiche Landschaft im Park 

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Wir fahren ein Gamedrive zu zwei Pfannen. Plötzlich wird die Strasse schlechter, viel schlechter, sehr viel schlechter und wir suchen uns Wege durch Auswaschungen und Gräben.
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Zu guter letzt muss geschaufelt werden – Tanja legt sich ins Zeug wie Gölä wohl früher als Büetzer – und ebnet uns den Weg.
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9 Löwinnen und 1 Löwe liegen um ein totes Zebra, leider sind die Bäuche schon voll und sie ziehen schnell weiter sodass wir sie nicht knipsen können.
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Den Park verlassen wir über das Ostgate. Vorher noch eine kleine Flussdurchquerung. Zum Schluss bleiben schöne Erinnerungen an wunderbare 6 Tage im Gonarezhou Nationalpark.
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Fazit der Woche: Meeega schön mit einer Prise Abenteuer !

 

 

2.-09.08.2021 Morgenrot daher

Ausnahmsweise blende ich einen Tag zurück, ist der 1. August für uns doch ein wichtiger Tag. In Bulawayo, der zweitgrössten Stadt von Zimbabwe, sinnieren wir über den Text unserer Hymne.
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Die Grillwurst darf nicht fehlen

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Mal ehrlich, kann und versteht jemand den Text der 4 Strophen Heimatgefühl und die Intonation des Vaaa-aa-aa-ter-lands?

Wir sind uns einig, unsere Hymne braucht dringend einen neuen Text😃😃.

Wieder steht Admin an, unser Bänzli bekommt einen Service und beim Toyota von Tanja und Marcel muss geschweisst werden.

Seit 1 Woche springt unsere Truma Heizung nicht mehr an. Die Fehlermeldung E122H scheint ein bekanntes Problem zu sein. Wir bekommen gute Tipps, versuchen alles, ersetzen unsere Bordbatterie – nichts hilft! Support vom Hersteller bekommen wir wenig, sie müssten die Heizung mittels Computer auswerten.

Marlis und Kurt Bucher, die wir bis jetzt nur virtuell kennen, sind bereit, uns ein Ersatzteil, einen Glühstift, nach Namibia mitzubringen. Dankend nehmen wir das Angebot an.

Juli ist der kälteste Monat im südlichen Afrika, bis Ende August bläst ein kühler Wind. Bald kommt der Frühling und unser Heizungsproblem wird sich entschärfen.

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Gross-Simbabwe ist eine Ruinenstadt, die 39 Kilometer von Masvingo entfernt liegt. Der Name Simbabwe bedeutet je nach Dialekt ‚Große Steinhäuser‘ oder ‚geehrte Häuser‘.

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Die Ansiedlung auf dem gleichnamigen Plateau war die Hauptstadt des Manhumutapa Reiches das ausser dem heutigen Simbabwe auch Teile von Mosambik umfasste. Gross-Simbabwe hatte in seiner Blütephase vom 11. bis zur Mitte des 15. Jahrhunderts bis zu 18.000 Einwohner, wurde von den Minarcheb Simbabwes als königlicher Palast genutzt und war das politische Machtzentrum.

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Der Reichtum der Metropole beruhte auf Rinderzucht, Goldgewinnung und Fernhandel.
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Zeugnisse des spirituellen Zentrums sind die Simbabwe Vögel aus Speckstein. Die Anlage ist der größte vorkoloniale Steinbau in Afrika.
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Wir buchen eine 2stündige Tour durch die Unesco Stätte und es gefällt uns allen.
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Auch Meerkatzen sind bei der Tour mit dabei.

Der nächste Stopp liegt am Stausee Lake Kyle. Wir campen im kleinen Wildlife Park mit Rhinos, Zebras, Giraffen, Antilopen und vielen mehr.

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Unsere Walking Safari ist enttäuschend, doch wir sehen enthornte Rhinos und zwar recht nahe.

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Unser Führer William nuschelt ein paar Worte vor sich her und begleitet uns völlig unmotiviert durch den Park.

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Dabei trägt William ein interessantes T-Shirt das sein Versprechen nicht hält.
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Wie auch immer, es gefällt uns direkt am See auch wenn wir im Camp kein Wasser haben. Wir geniessen die Aussicht, die tollen Sonnenuntergänge und unsere Morgentoilette verrichten wir mit Schaufel, Papier und Anzünder.

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Fazit der Woche: Morgenrot ist schöner auf dem Foto als in unserer Hymne. 

 

 

 

19.-02.08.2021 Zickzackkurs

Auf einer „Open End“ Reise ist es weiter nicht tragisch, zickzack, ja sogar retour zu fahren. Für den Besuch des Matusadona NP machen wir genau das, wir fahren 250 km Schotterstrasse zurück!

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Zuvor geraten wir in Karoi einmal mehr in einen Kaufrausch von Lebens- und Genussmitteln und erfahren, was ein kompletter Lockdown der Stufe 5 in Zimbabwe für uns Touris bedeutet. Wir dürfen uns nach wie vor frei bewegen. Die Einreise ins Land ist nicht mehr möglich, Sondergenehmigungen werden keine mehr erteilt, Sambia, Mozambique und Südafrika Grenzen sind aktuell noch offen, Regeln ändern fast täglich, auch hier herrscht Zickzackkurs.

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Was für eine Bushaltestelle

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Wir sind parat für den Matusadona Park. Von anderen Reiseblogs sind wir gewarnt – die Zufahrt, ca. 70 km, soll katastrophal und zeitraubend sein, 5 Stunden im Minimum müssen eingeplant werden.

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Um so überraschter sind wir, dass es zwar etliche knifflige Stellen gibt, von katastrophal liegt die Piste jedoch weit entfernt. Die Strasse ist am Vortag fertig instand gestellt worden, teilen uns Parkangestellte mit. Was sind wir doch für Glückspilze!

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Der Campingplatz, umgeben von Wasser, ist ein Traum. Das Glücksgefühl, wenn Impalas, Hippos und Elefanten wenige Meter von uns vorbei ziehen, ist schwer zu beschreiben, es ist einfach irre schön. Hornbills, Spechte, Fischadler und viele unbekannte Vögel umkreisen uns und setzten ihre klebrig weisse Masse direkt auf unser Tischtuch und Auto.

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Ein neckischer Elefant will unbedingt Dog spielen, welche Farbe er wohl wählt? Der Elefant zählt zu den intelligentesten Tieren der Welt (also sollten die Dog Regeln kein Problem sein) mit ausgeprägtem Geruch- und Tastsinn. Nur sehen kann er schlecht wo er mit uns 3 Brillenträger im selben Boot sitzt.

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Ein Gamedrive am Morgen bringt nur kleine Ausbeute, wir sehen mehr, wenn wir im Camp sitzen und einfach auf die Tiere warten.

Die Landschaft im Park ist traumhaft. Fjord-mässig reihen sich kleine Inseln und Landeszungen durch das glasklare Wasser. Hier lässt es sich schön leben – ausser…….für mich als Wasserratte ein No Go……es darf nicht gebadet werden im See. Krokodile und Hippos treiben ihr Unwesen und wer will schon in näheren Kontakt treten mit scharfen Zähnen und Taschenleder?

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Nach 5 Nächten ziehen wir weiter. Drei Fahrtage von je ca. 250 km liegen vor uns.

In Gokwe dürfen wir auf einem Speditionsgelände unter der Bewachung von Sargent Reymond übernachten inmitten von Einheimischen, Ziegen und alten Öltonnen.

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Über Kwe Kwe, Gweru und dem Antilope Camp erreichen wir bei bitterer Kälte das Farm House am Rande des Matopo NP auf ca. 1400 Meter Höhe.

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Frisch aus dem Bett aber recht munter

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In Thermo Wäsche, langen Hosen, 3 Schichten Pullover, warmen Socken und Mützen schlottern wir trotzdem beim Nachtessen.

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Das Feuer aus der Grillschale spendet zwar Wärme, doch das geheizte ReMo und das warme Bett ziehen uns magisch an. Oh wie schön ist es doch unter der warmen Decke!

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Wir können uns endlich wieder richtig bewegen. In 10 km Distanz erkunden wir das Farmhouse Areal und treffen auf unserem Zickzackkurs auf Zebras, Giraffen, Warzenschweine und Gnus.

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Täglich wandern wir in mehreren Stunden durch Stein- und Felsformationen, rutschen auf unseren Hintern steile Passagen  runter und trainieren unsere Oberschenkel.

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Der Balancing Rock spornt uns zu einer kleinen Kletterpartie an.

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Jeweils um 16 Uhr finden wir uns auf dem Hochsitz zum Aperitif ein um den Tieren beim Fressen zuzusehen.

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So nahe sind uns Giraffen noch nie gekommen und wir studieren die interessante Kopfform aufs Genauste. Aus langen, dichten Wimpern beobachtet uns die Giraffe immer wieder und ist stets auf der Hut.

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Es gefällt uns, bis auf die Kälte, sehr gut in unserem Privatpark im Farmhouse Areal. Wir werden äusserst liebenswürdig betreut und die vielen Tiere sind das iPünktchen.

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Im Haupthaus lassen wir uns verwöhnen mit leckeren Abendessen wie Curry, Huhn in Paprika, Stroganoff und feinen Desserts.
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Urlaub vom Urlaub ist unser Motto für die nächsten 7 Tage und wir lassen es uns richtig gut ergehen.

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Fazit der Woche: Unser Motto „nie rückwärts“ hat nicht immer Gültigkeit. 

 

5.-19.7.2021 Sambesi River

Die Visa sind um 30 Tage verlängert, das Auto und die Wäsche gewaschen, die Vorräte aufgestockt – die Reise kann weiter gehen.

In Kariba offeriert der Fährenmann David, unsere Reisemobile in 6 Stunden schräg über den Lake Kariba zu unserer nächsten Destination, den Matusadona NP, für USD 700 zu transportieren.

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Da denke ich doch mit Freude an unsere lokale Autofähre in Nidwalden, die für wenig Geld zwischen Beckenried und Gersau kursiert. Nicht alles ist in Europa teurer als in Afrika. Natürlich schlagen wir sein Angebot aus.

Kariba ist kein Städtchen, wo man länger bleiben möchte. Ohne Charme, nur 1 Shop und überrissene Preise lassen uns Planänderungen vornehmen.  Wir entscheiden, hoch Richtung Mana Pools zu fahren.
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Zuerst stoppen wir direkt am Sambesi im traumhaft schönen Jecha Point Fishing Camp nahe der Grenzstadt Chirundu.
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Wir bekommen täglich Campbesuch von Elefanten, die Hippos singen allabendlich die „kleine Nachtmusik“ und die Warzenschweine schleichen sich kniend und fressend dem Grasrand entlang.
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Der Sambesi River steht in Flammen!
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Es ist uns bewusst, dass der NP Mana Pools teuer ist. Jedoch sind wir nicht vorbereitet, dass ein Campingplatz mit Null Infrastruktur, und ich meine Null, USD 230 kostet die Nacht!
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Welche Seite nehmen wir?

 

Die beiden Hauptbüros, wo gebucht und bezahlt werden kann, sind unorganisiert, chaotisch, teils unfreundlich und schrecklich langsam. So verplempern wir in zwei Tagen 5 Stunden in diesen Büros. Das lässt den Pegel des Gallensafts hoch ansteigen.

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Die erste Nacht verbringen wir in Mana wo neckische Meerkatzen mit meiner Schöpfkelle abhauen.
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Der Park ist entlang dem Sambesi schön und das Gamedrive gefällt uns.
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Die zweite Nacht verbringen wir im Chitake Spring Baobab Forest wo ein Rudel von 30 Löwen rumzieht. Wir hören sie röhren, sehen können wir sie leider nicht.

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Wir nächtigen auf einem Hügel mit mehreren Baobab Bäumen und 360 Grad Rundsicht. Scheue Schimpansen umkreisen uns am Abend, die parat gelegten Wurfsteine brauchen wir zum Glück nicht.

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Lachend bewundern wir die Kletterkunst und Übermut der Jungtiere und geniessen einen herrlichen Sonnenuntergang.

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Mana Pools hinterlässt bei uns einen schlechten Beigeschmack. Wir sind entsetzt über der Frechheit und Unfreundlichkeit eines Parkangestellten. Wir bekommen keine Bewilligung für die Fahrt dem Fluss entlang zurück nach Chirundu und als wir nachhaken, dass kürzlich Touris die Bewilligung bekommen hätten war die Antwort: „Regeln ändern täglich.“ Mit anderen Worten, unsere 4 Schweizer Nasen haben dem Angestellten überhaupt nicht gepasst. Das ist uns bei bis jetzt besuchten 35 Nationalparks noch nie passiert und ein Mal mehr enttäuscht ein grosser Parkname.

 

Geniessend gönnen wir uns nochmals ein paar Tage an der Grenze zu Sambia im Jecha Point Camp.

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Noch etwas zum Schmunzeln! Wir haben mit einem täglichen Workout von 20 Minuten begonnen. Nach dem 3. Mal ächzt unser Rostskelett bei jeder Stufe und unser Bewegungsapparat jammert leise vor sich hin, also – drannäbliebä, drannäbliebä, drannäbliebä!

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Nach dem Workout eine Abkühlung im sauberen Pool.

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Wir haben ganz selten Netz und so verzögern sich meine Beiträge leider immer wieder. Da unser nächstes Ziel der netzlose Matusadona NP ist, ist dieser Blog für zwei Wochen abgefasst.

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Fazit der Woche: Baobabs sind so schöne Bäume!

 

28.6. – 5.7.2021 Petri Heil

Von Slongo Markus bekommen wir zum Abschied vor 2.5 Jahren eine Reisefischrute geschenkt. Da lacht jeder Hobby Fischer. Es ist nämlich eine ausziehbare Gabel an der man eine Leine mit Haken befestigen kann.
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Der Lake Kariba reiht sich unter die 7 grössten Stauseen der Welt ein. Er ist 280 km lang, seine durchschnittliche Breite beträgt 18 km und er ist durchschnittlich etwa 29 m tief. Im See werden jährlich zwischen 20’000 und 30’000 t Sardinen gefischt.
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Direkt am See im Maabwe Camp machen wir 4 Tage Pause – also Zeit die Rute zu testen.

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Marcel und ich machen es uns auf dem Boot mit Köder und Angel bequem. Wir wollen nicht wirklich was fangen, wir wollen mehr angeben und bluffen.
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Kaum ist meine Leine im Wasser, habe ich bereits einen Bream am Haken. Ich ziehe ihn hoch – die Leine bricht – sie ist zu wenig stark. Simon, der Camp-Angestellte, verpasst meiner Rute einen stärkeren „Faden“ mit grösserem Haken.
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Wir wünschen uns Petri Heil und setzen uns am folgenden Tag wieder auf unser Fischer-Schämäli. Keine 5 Minuten später zupft ein Bream an meiner Rute, ich lache und hüpfe ungläubig, freudig – und rupf – die Leine hält, ziehe ich meinen ersten Fisch mit der Markus Rute an Land. Freude herrscht!
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Es ist keine Fotomontage!

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Marcel fängt auch eine Krabbe

 

Dann zieht er einen Riesenfisch raus, später zappelt ein weiterer an meiner Rute. Unser Nachtessen ist gesichert. Simon zeigt uns, wie der Fisch filetiert wird, leider nicht, wie man ihn tötet und ausnimmt.

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Mein Däddy war ein passionierter Fischer und so halte ich ein stilles Pläuderchen mit ihm.

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Chris unser Bootsführer

Margot und Richard, die Besitzer des Camps, laden uns zu einer Bootstour mit Sundowner ein. Nebenbei gibt es leckeres Gratisbrot mit auf die Fahrt zum Chizarira Nationalpark.

Wir wissen, dass wir nicht viele Tiere sehen werden im NP. Wir fahren wegen der Aussicht und der Natur zum Campingplatz mit Schluchtaussicht.

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Einmal mehr ein Platz, der das Herz erwärmt. Tanja und ich versuchen uns an einem neuen Brotrezept, wir geniessen die Ruhe, die vielen Schwalben die einen Adler auf dem Flug begleiten, leckeres Essen und zu guter Letzt………

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…..den Fussballkrimi Schweiz gegen Spanien, den wir beim Parkoffice schauen dürfen.

Auf über 600 km unbefestigter, teils zeitraubender Strasse ab Victoria Falls begegnen uns gar viele Kuriositäten. Darunter …

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Girls die Geburtstag feiern…, ein Fischklub der seine besten Tage hatte….…

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. …..Kinder die uns Brennholz verkaufen…

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.…..saubere Dörfer mit ihren Rundhütten….

. ….Baumwollfelder…

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….. mit deren Ernte…

.  ….romantischen Abenden am Lagerfeuer…

.……schönen Fahrten ….

. …..und Hippos auf dem Campingplatz aus nächster Nähe.

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Wir sind in Kariba. Unsere Visa müssen verlängert werden, die Aus- und Einreise in Zimbabwe ist nicht mehr möglich, die Region Kariba ist im Lockdown.

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Zum zweiten Mal werden wir wohl stecken bleiben. Zimbabwe erscheint uns nicht das schlechteste Land dazu.

 

 

Fazit der Woche: Fischen macht Spass! 

 

 

 

 

21.-28.6.2021 Privatkonzert

Tanja, Marcel, Corinne und Oliver feiern mit uns den Geburtstag von Werni. Es gibt viel Wein, Zigis, Pizzas und ein privates Konzert.
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Seit 5 Jahren ist Werni jetzt pensioniert, so abgedroschen und doch so wahr: „Wie die Zeit doch rast!“

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Die „Marimbos“ spielen normalerweise um die Ecke. Zu Wernis Ehren gibt es ein Privatkonzert in unseren Camp. Die Happy-Boys beglücken uns mit fetzigen Songs. Coole Stimmug verhilft uns zu einem Katerfrühstück am Tag danach.
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Fazit der Woche: Ein bisschen schmerzen soll es 

 

 

14.-21.06.2021 Inflation und Mugabe

Wie werden wir vorab gewarnt vor einer Individual-Reise durch Zimbabwe, das ehemalige Südrhodesien. Keine verfügbaren Devisen, selten Benzin, schwierige Versorgungsmöglichkeiten, stetige Polizeikontrollen und enorme Kriminalität werden aufgeführt.

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Für sicher hat das Land eine bewegte und schwierige Vergangenheit. Während die afrikanische Bevölkerung durch Landraub, Zwangsarbeit, Viehenteignung und Hüttensteuer völlig verarmt, blüht die weisse Siedlergemeinschaft auf. Es brechen Aufstände, Buren- und Bürgerkriege aus bis 1980 die Ausrufung der unabhängigen Republik Zimbabwe erfolgt.

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Zuerst reicht der Premierminister Robert Mugabe den Weissen die Hand zur Versöhnung. Doch dann ändert Mugabe seinen Kurs. 5000 weisse Farmer werden zwangsenteignet, den meisten bleibt nur die Flucht in ein Nachbarland.
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……so schnell ist man Billionär

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Eine Inflation von 230 Millionen Prozent führt zu einem wirtschaftlichen Zusammenbruch und die Währung Zimbabwe Dollar zerfällt. Ein Militärputsch entmachtet Diktator Mugabe, sein Weggefährte Mnangagwa wird neuer Präsident im Jahr 2017.

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Die Lebenssituation der Zimbabwer ist heute immer noch schwierig. Der Tourismus gilt als Hoffnungsträger des Landes und an den Viktoriafällen scheint das auch teils zu gelingen.

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Godfried mit von ihm selbst gestrickter Mütze

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Heute sind USD ein gängiges Zahlungsmittel und diese Währung blättert aus den Bankomaten. Mit Ecocash kann Guthaben auf eine SIM Karte geladen werden. In Supermärkten und manchmal in Restaurants wird mit der Prepaid Variante bezahlt. Oft werden wir aber darauf hingewiesen, dass Ecocash ein Zahlungsmittel für Zimbabwer ist – von Ausländern werden Devisen erwartet und verlangt.

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Wir treffen ein gutes Lebensmittelangebot an, die besten Metzgereien überhaupt, Benzin ist bis anhin kein Problem, die befürchteten Polizeikontrollen bleiben aus. Im Gegenteil, wir werden vom Gesetzeshüter freundlich darauf hingewiesen, dass wir soeben in eine Einbahnstrasse reingefahren sind. 

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Elefant grüsst Hippo

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Wir sind seit ein paar Tagen im Hwange NP unterwegs. Der Park ist gut organisiert, er ist landschaftlich einer der Schöneren, die Wasserlöcher und Dämme zahlreich, die Camps sauber mit sehr netten Hütern (Bilder oben)

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Was nicht recht klappen will sind die Buchungen. So sind Camps doppelt gebucht – wir haben inzwischen aber immer einen Plan B und C parat.

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Die Zimbabwer sind unglaublich freundliche Menschen, 82% gehören der Volksgemeinschaft Shona an. Im Vergleich zu den stinkfaulen Botswaner wird hier versucht, mit Fleiss und Ideen ein paar Dollar zu verdienen. So hat Godfried, vom Masuma Camp, sich stricken beigebracht und verkauft Kappen, Socken und Getränkekühler.

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Im Hwange NP wird man willkommen geheissen und das Camp Personal hat Anstand und Manieren. Und das Beste: Wir sehen Löwen, viele Löwen, und teils ganz nahe! An zwei aufeinander folgenden Tagen präsentieren sich Männchen von ihrer besten Seite und stehen uns Modell. Was wollen wir mehr?

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Ein Elefant trampelt den Schutzhag unseres Camps nieder und besucht uns Menschen im Gehege.

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Nach 6 Nächten Natur pur, vielen Tieren, schöner Landschaft, und etlichen DOG Spielen (Männer führen 17 zu 12)…..

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Reinigung der DOG Karten

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…..fahren wir zurück zu den Victoriafällen um einzukaufen, die weitere Reise vorzubereiten, Internet zu empfangen und wieder mal im Restaurant zu essen.

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Majestätische Tiere

 

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Fazit der Woche: Löwenglück

 

7.-14.6.2021, auf nach Zimbabwe

Wir geniessen nochmals die Elefantenherden am Wasserloch vom Senyati Camp in Botswana. Viele Familien wechseln sich ab beim Durst löschen .

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Und wenn es der 500erste Elefant ist, wir lieben sie einfach. Wenn sie auf leisen Sohlen anmarschiert kommen, wenn man ihren Geschmack wahrnimmt, wenn man ihr Sozialverhalten studieren kann – und das aus nächster Nähe – lässt ein zuckersüsses Lächeln unsere Gesichter erstrahlen.
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Nachts an der Tränke!

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Rückblick Botswana

Die Nationalparks in Botswana sind sehr schön und tierreich. Dass die Camps viele ohne Zäune sind, ist das ganz Besondere an diesem Land und birgt viel Freude wie auch Gefahren. Die grossen Namen wie zB. Savuti waren für uns eher enttäuschend. Botswana selber bietet ausserhalb der NP landschaftlich nicht viel.
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Mit einem neg. Covid Test, einem „Einladungsbrief“ von Bekannten die in Zimbabwe leben, Passkopien, Einreisebewilligungspapieren, Carnet und Bittgesuchsbrief stehen wir an der Grenze nach Zimbabwe. Zuerst versichern uns die Zöllner, dass die Landesgrenzen geschlossen seien und sie uns nicht reinlassen können. Doch zusehends werden die Augen freundlicher und nach einiger Zeit sagt ein Beamter:“ Ihr scheint nette Leute zu sein.“ Nach 2 Stunden sind wir in Zimbabwe!

Was als erstes auffällt? Die Leute sind aussergewöhnlich nett, die Frauen sind viel hübscher als in Botswana, es wird in USD bezahlt, bei den Victoria Falls herrscht internationaler Standard in der Gastronomie.
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Die Victoria Fälle besuchten wir im Dezember 2020 schon auf der sambischen Seite mit wenig Wasser. In Zimbabwe besuchen wir die Fälle nochmals mit viel Wasser und werden bis auf die Unterhose nass.
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Auch von dieser Seite schön!

Sambia ist so nahe!

Wir stehen 5 Tage an den Victoria Fällen! Uns gefällt alles, der Camping, das Städtchen, die Restaurants, die Einkaufsmöglichkeiten, die Gesellschaft von Tanja und Marcel, die Dog Spiele, die Menschen …

……die Fussball Europameisterschaft….

.…. und so tasten wir uns langsam an Zimbabwe heran.

Ich heisse Paul – Stand No. 7 – besucht mich, ich heisse Zorro- Stand No. 2 – besucht mich, ich heisse Easy – Stand No 3, ich heisse ……

Kaum verlassen wir unser Camp, haben wir eine Traube von Verkäufern die uns belagern und ihre Kunst verkaufen möchten.

Skulpturen, Masken, Schachfiguren, Steinmetz Arbeiten, Schmuck, Stoffe, Holzschalen und vieles mehr wird in schöner Qualität angeboten. Sie sind einfallsreich und fleissig – überflüssig – und über über fleissig – die Boys beim Verkauf ihrer Ware.

Einige Skulpturen würden auf unserer Sarner Terrasse ganz schön aussehen ….

Wir stellen fest, dass ihre Geschäfte miserabel laufen und dass teils Verkäufer echten Hunger leiden. Wir kaufen da und dort unnötiges und verteilen Sandwiches im Bewusstsein, dass nicht allen geholfen werden kann und es immer nur Tropfen auf heisse Steine sind.

 

 

Fazit der Woche: Dieser Anfang war bis jetzt gar nicht schwer!