29.3.2021 – 05.04.2021 nice and slow

Kuiseb: Wir sehen das Kuiseb Delta bei der Sandwich Harbour Tour, fahren entlang dem Kuiseb Fluss und besuchen den Kuiseb Canyon. Kuiseb im Dreierpack und auch beim zweiten Besuch schön.
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Das Dorf Solitaire ist nichts weiter als eine Tankstelle, ein Restaurant, ein paar Häuser und die bekannte Bäckerei mit dem besten Apfelkuchen weit und breit.
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Auch zum zweiten Mal besuchen wir Sossusvlei mit seinen hohen Dünen. Warum besucht man einen Ort zwei mal?
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Weil sich die Natur innert Kürze verändert und das Auge beim zweiten Mal anders aufnimmt und sieht als beim ersten Mal.
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Sossusvlei mit Wasser ist eine echte Rarität und wir dürfen dieses Naturschauspiel nochmals erleben.

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Auf dem Namib Hochplateau auf 1800 Metern wetzen wir unsere Sohlen, laufen unsere Muskeln sauer und bräunen unsere Beine. In 5 Stunden über Stock und Stein erschleicht uns eine wohlige Müdigkeit.

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Wir sind unterwegs – nice and slow!

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Am Fusse der Naukluft Berge wird Rotwein gekeltert, mehrheitlich mit der Shiraz Traube. Wir gönnen uns eine Weinprobe, sind enttäuscht über die lieblose und unmotivierte Erläuterung und Degustation.
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Fazit der Woche: Auch beim zweiten Mal interessant 

 

Hier noch eine Karte unserer bisher gefahrenen Strecke in Namibia.

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22.-29.3.2021 Sandwich einmal anders

Da chillen Frau und Mann am Strand, geniessen das süsse Nichtstun, essen und trinken, lesen und faulenzen- das nennt man Urlaub!

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Da planen Frau und Mann Routen, holen Bewilligungen ein, organisieren Übernachtungen und Essen, treffen Overlander, tauschen sich aus – das nennt man Reisen.

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Da begegnen Frau und Mann interessanten Menschen, schwingen auf der selben Wellenlänge, freuen sich über interessante Gespräche – das nennt man Gesellschaft pflegen.

Beatrice und Sandro sind da! Durch hügeliges Hochland, saftig grüne Felder und Schotterstrasse fahren wir über den Bosua Pass zur Blutkuppe in der Namib Wüste.

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Im Anfang liegt alles – unser erster Tag zu viert ist so schön – da kann die Reisezeit zusammen nur toll werden.
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Frei stehen, an der frischen Luft kochen und essen, der Sonne beim Verschwinden zuwinken – der Platz zwar ohne Infrastruktur – dafür mit sehr viel Ruhe und Natur – für mich das Schönste überhaupt.
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Eine kleine Morgenwanderung auf die zweithöchste Spitze der Blutkuppe regt den Blutdruck und Appetit an. Der Granitinselberg verdankt seinen Namen der Tatsache, dass er sich bei Sonnenuntergang leuchtend blutrot verfärbt.
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Uns zeigt sich das Blutrot nicht, trotzdem ist der Abstecher lohnenswert auf dem Weg nach Swakopmund.

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Sandwich einmal anders! Mit Bruno buchen wir eine geführte 4×4 Tour durch Dünen und Ufer des rauen Atlantiks mit dem Namen Sandwich Harbour Tour.

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Die Sandwich Harbour Lagune liegt etwa 80 km südlich von Walvis Bay. Es handelt sich um eine Süsswasserlagune.

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Um unsere Autos vor schwierigen Dünenfahrten, Salz und Flut zu schonen, lassen wir uns in einem Defender chauffieren. Bruno weiss viel interessantes zu erzählen, zB. über die wilde Gurke, Kapern und Seespargel die nur dank dem Süsswasser wachsen.
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Auch die Schakale mögen die Gurken.

Die Sandwich Harbour Lagune wird heute ausschließlich touristisch genutzt und überzeugt uns durch reizvolle Natur.

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Ob die raue Atlantikküste mit dem Geländewagen gefahren werden kann ist abhängig von Ebbe und Flut. Auf der Rückfahrt kommt das Beste. Selbst gebackenes Brot, Salat, Gemüselasange und Apfelkuchen serviert auf einer hohen Düne mit Meerblick.
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Und dann sitzen wir im Land Rower wie in einer 8er-Bahn. Düne hoch, Düne steil runter, in die Kurve liegen, stecken bleiben und nochmals versuchen, noch mehr Gas, noch steiler – durchatmen und weiter fahren.
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Bei der Fahrt durch die Namibwüste sehen wir Oryxantilopen, Springböcke, Schakale, Robben und am Ende der Tour viele Flamingos.

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Was für ein schönes und einmaliges Erlebnis.

 

Fazit der Woche: guter Start zu viert! 

 

15.-22.03.2021 Oh Schreck …

Drei Gründe veranlassen uns, das 3-monatige  Namibia Visa zu verlängern.

  1. Es hat viel geregnet in Botswana und ist im Norden noch nass
  2. Unser Bänzli wartet auf Ersatzteile
  3. Beatrice und Sandro kommen uns besuchen am 24.3 und bleiben 2 Monate

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Wir verlassen das neblige Swakopmund und verlängern Visa und Strassentaxe in Walvis Bay. Alles läuft rund. Dann passiert es! Werni holt den Fahrzeugausweis – öffnet die rechte Autotüre während Diebe sich links verstecken, die Türe öffnen, das IPhone klauen und davon rennen. Alles ging blitzschnell. Sch….

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Als Trost gibt es ein feines Essen an der Mole. Hier sollen die besten Austern der Welt serviert werden.

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Zu unserer Überraschung schmecken sie uns beiden.

Trotzdem sind wir etwas bedrückt. Namibia soll ein Übungsland für Afrikaanfänger sein. Um so überraschter sind wir, dass ausgerechnet hier soviel überfallen, gestohlen und beschissen wird. Schade, schade …

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Die traumhafte Natur entschädigt für das fehlende „Karibu Sana“ (herzlich willkommen). Auf der Fahrt zur Blutkoppe kreuzt ein Gepard unseren Weg und stimmt uns wieder optimistisch.
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Über den Gamsbergpass zu fahren weckt Heimatgefühle.

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….. und trifft man einen Overlander wird gestoppt, geplaudert – und das mitten auf der Strasse.
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Wir sind wieder in Windhuk und wollen das Urban-Camp als sauberen, sicheren, grünen und toll geführten Platz fast mitten in der Hauptstadt einfach mal positiv erwähnen. Wir verbringen wieder 1 Woche hier und tun, was alle tun, Auto putzen, Vorräte füllen, waschen, Admin erledigen, Routen planen, googeln, Leute treffen, plaudern, shoppen usw.

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Wir sind in freudiger Erwartung. Bald sind Beatrice und Sandro hier. Zusammen wollen wir den Süden Namibias und Botswana erkunden. Wir freuen uns so sehr auf die Beiden. Gleichzeitig machen wir einen Aufruf an unsere Lieben zu Hause – ihr seid jederzeit willkommen, ein Stück mit uns zu reisen!

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Fazit der Woche:  Wenn Stadt ist Windhuk gar nicht so schlimm! 

 

 

 

08.-15.3.2021, dem Himmel so nah


Im Namib Naukluft Park kann eine eindrückliche Kulisse aus rotem Sand und Dünen besucht werden.

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Der Tsauchab Fluss führt dieses Jahr Wasser. Bei Sossusvlei wird der Fluss durch die Dünenbarriere gestoppt und bildet jetzt einen See. Die lebensfeindliche Wüste trifft auf lebensspendendes Wasser.

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Ein grandioser Anblick, der sich nur nach heftigen Regenfällen bietet.

Es ist warm, um die 36 Grad, der Wind bläst um die Ohren wie ein Haartrockner auf Stufe heiss. Um die Düne Big Daddy bei vernünftiger Temperatur zu besteigen, schrillt der Wecker um 04.30 Uhr.


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Diese Region ist sehr touristisch. Wo vor Covid 1000ende von Besuchern täglich Fotos knipsen, stehen am Morgen gerade mal 4 Autos auf dem Parkplatz. Für uns toll – für die Reisebranche eine Katastrophe.

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60 km Asphaltstrasse führt vom Eingangstor in Sesriem nach Sossusvlei. 350 Höhenmeter bis zum Dünen-Gipfel des Big Daddy’s, dass schaffen wir sicher locker, ….denken wir.

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Dem ist nicht so! Den Kamm entlang kraxeln wir Schritt für Schritt hoch, manchmal auf allen vieren, es ist steil, auch ohne Sonne schon warm, rutschig und sehr anstrengend. 2 Stunden und viele Atempausen später erreichen wir den Gipfel. Die Aussicht ist fantastisch.

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Kindliche Freude kommt auf beim Runterrennen der steilen Düne.

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In nur 10 Minuten sind wir unten im Dead Vlei. Die ausgetrocknete Salzpfanne ist bekannt für seine toten Kameldornbäume.

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Das sind Bilder, die alle Namibia Liebhaber kennen.

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Wir vergleichen den Erg Chebbi und Chigaga in Marokko mit Sosussvlei und kommen einstimmig zum selben Resultat – die Wüste und Dünenlandschaft hier ist noch schöner!

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2021 ist für uns ein Jubiläumsjahr, wir sind 40 Jahre verheiratet. Das soll gebührend gefeiert werden und so starten wir mit einem Ballonflug über die fantastische Landschaft des Naukluft Parks.

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Ballon runder, komm herunter,

möchte mit dir fliegen weit,

fliegen über Tal und Hügel,

in die blaue Ewigkeit.

Möchte fliegen zu den Wolken,

und die Sterne grüssen dort,

bei dem Mond ein Stündchen weilen,

und dann wieder weiter eilen…..

….fliegen immer-, immerfort!
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Wir denken an unsere Lieben und Freunde im Himmel.

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Der Feenkreis (Fary Circle) ist ein Phänomen das wir vom Flug aus gut beobachten können. Die Kreise sind vegetationslose, grob kreisförmige Kahlstellen inmitten von Grasfläche.

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Nach vielen Forschungsjahren ist sich die Wissenschaft nicht einig, wie und warum die Kreise entstehen. Eine Theorie sind Sandtermiten – eine weitere die giftige Euphorbia Damarana Pflanze.

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Auch der Sesriem Canyon führt Wasser. Wo normalerweise in 30 Meter Tiefe die Schlucht durchwandert werden kann, packen wir die Badehosen aus und schwimmen. Der Name Sesriem bezieht sich auf 6 Ochsenleder-Riemen, die aneinander gebunden werden mussten, um Wasser aus dem Canyon zu schöpfen.

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Wir passieren den Wendekeis des Steinbocks am Gaub Canyon nördlich von Solitaire.

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Der Kuiseb Canyon zählt weiter zu einem meiner persönlichen Höhepunkte. Ein Labyrinth aus Trockenflüssen und Tälern zaubert eine traumhafte Landschaft in herrlichsten Naturfarben. In dieser Region liegt das erste Versteck der beiden deutschen Geologen Henno Martin und Hermann Korn mit Hund Otto.

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Um der Internierung im 2. Weltkrieg zu entgehen, verstecken sie sich 2 1/2 Jahre unter einfachsten Bedingungen im Kuiseb Canyon. Im Buch „Wenn es Krieg gibt, gehen wir in die Wüste“ beschreiben sie ihre Erlebnisse.

In Swakopmund lassen wir Elisabeth und Hansueli schweren Herzens ziehen. Es waren so schöne Tage mit euch. Bon Voyage und auf Wiedersehen!

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Swakopmund – was soll ich dazu sagen? Ein sauberes, überschaubares Städtchen wo die Allgemeine Zeitung auf deutsch gelesen wird. Es gibt alte Kolonialgebäude wie die alte Post, der Bahnhof, die Ritterburg und viele mehr.

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Restaurants tragen Namen wie „zur Kupferpfanne“ und „Brauhaus“….,

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….es gibt die Buchhandlung Muschel mit deutschen Büchern…..

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….und einfach alles, was sich das europäische Herz wünscht. Nett, sauber, interessant, es gibt nichts zu meckern! Es ist einfach nicht Afrika, wie wir es bis anhin kennen und lieben gelernt haben.

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Nebst den Big- und Ugly Five gibt es auch die Desert Animals zu entdecken. Mit Chris, einem kundigen Wüstenliebhaber, machen wir uns auf die Suche der kleinen Lebewesen. Der filigrane Palmato Gecko ist eine echte Schönheit – wir sind entzückt! 

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Der Winzling wirkt fast durchsichtig, seine Blutgefässe schimmern durch die Transparenz.

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Es braucht gute Augen um die Zwergpuffotter zu entdecken. Nur ihre Augen halten Ausschau nach Beute. Der Rest der Schlange ist eingesandet.
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Die Spinne Tanzende Weisse Lady und Skorpione sehen wir nicht. Klopfkäfer sind wenig unterwegs, die Schaufelnaseneidechse ist schwer zu fotografieren.
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Fast wollen wir aufgeben als wir noch das Amaqua Kamäleon entdecken. Es verfärbt sich innert Minuten zur Hitze-Regulation, Tarnung und als Paarungszeichen.

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Die Wüste lebt und dank Chris werden wir künftig die Zeichen, Spuren und Tiere der Namib besser lesen und verstehen.
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Wir geniessen Gespräche, Essen, Wohnmobilbesichtigung, Routenvorschläge und Reiseerfahrungen mit Maggi, Ralf, Ingrit und Ruedi. Muss ich erwähnen, dass alles Schweizer sind ?😀.

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Fazit der Woche: Vollgepackt mit Höhepunkten 

 

 

 

1.-08.3.2021 Energieräuber

 

Sehr selten bin ich unhöflich und laufe bei einem Gespräch davon. Innert 15 Minuten erzählt uns ein älteres holländisches Paar (in unserem Alter 😃) soviel negatives, dass ich nicht anders kann als zu fliehen. Werni hört geduldig weiter; Währungsprobleme, unpassierbare Strassen, Überschwemmungen, Überfälle, Benzinmangel, Covid, Visa-Schwierigkeiten, Bürgerkrieg, usw., usw. Der Energiepegel sackt innert Minuten ab.

Tief durchatmen – zum Glück sind solche Begegnungen rar.

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Windhuk bietet alles, was das Shoppingherz begehrt. Riesige Zentren in europäischem Standard, Spar plus dessen Sortiment auf Weisse abgestimmt ist, Garagen im Überfluss, Möbelhäuser, Kosmetik, Luxusgüter, Coiffeursalons und vieles mehr. Unsere Aufgabenliste lässt sich zum Glück schnell abtragen. Wie mir Städte inzwischen Energie rauben.

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Die M+Z Mercedes Garage macht unser Bänzli wieder fit und als zusätzliche Streicheleinheit bekommt er noch eine Politur.

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Dank Elisabeth und Hansueli haben wir Weihnachtsbescherung am 4.3. Neue Campingstühle, Nespressokapseln, Bratkäse, Fondue, Salami usw. sind mit dabei. Jubii, haben wir Freude!

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Zum zweiten Mal treffen wir Katharina und Frederic aus Deutschland und verbringen schöne Stunden mit ihnen. Ihr Ziel ist die Ostroute hoch zu fahren. Gute Fahrt ihr Lieben!

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Am letzten Abend in Windhuk essen wir zusammen mit Elisabeth und Hansueli und unser Energiedepot füllt sich wieder auf.

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Endlich kann ich die Bilder posten, die in jedem Namibia Reiseprospekt abgebildet sind.

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ich sende euch vorab ein paar Bilder und erzähle mehr über Sesriem, Sossusvlei, Deathvlei und Big Daddy im nächsten Beitrag, wenn ich besseres Netz habe.
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Fazit der Woche: Energie stimmt wieder

 

 

22.02.-01.03.2021 Bänzli stellt auf stur

 

Die Skeleton Küste über die Torra Bay steht auf dem Montagsplan. Wir freuen uns auf das Meer – die wilde Natur und den Südkurs. Doch plötzlich stellt unser Bänzli auf stur! Was ist nur los mit ihm – da bekommt er neue Schuhe, neue Blattfedern und ist immer noch unzufrieden?

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Er kann nicht mehr richtig beschleunigt werden und ein Motorenfehler wird angezeigt. Im Handbuch finden wir einige Hinweise – probieren ratlos einiges – doch er bockt! Wir riskieren die eher einsame 340 km Fahrt nicht und kehren um nach Khorixas.

Der Dieselfilter wird gereinigt, der Motor geprüft – doch Bänzli will in eine Mercedes Garage und die gibt es in Windhuk oder Swakopmund.

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Auf der Fahrt Richtung Swakobmund, saftig grün 

Wir entscheiden uns für die nächst nähere Garage in Swakopmund. Auf der 350 km Fahrt erholt sich der Sture zunehmend und nach einer Pipi – Pause verschwindet die Fehlermeldung auf dem Display.

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200 km südlicher, wo ist das Grün geblieben?

 

Wir lassen die Garage links liegen und fahren vertrauensvoll die Skeleton Küste hoch Richtung Norden. Im Cape Cross lebt eine grosse Zwergpelzrobben Kolonie.  Zur Paarungszeit im Nov/Dez sind mit den Bullen ca. 250‘000 Tiere hier. Die abgemagerten Bullen verlassen nach der Brunft die Kolonie, die Weibchen mit Nachwuchs bleiben zurück. 

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Der ganze  Lebenszyklus kann hier auf engstem Raum beobachtet werden von Babys über Mütter, Jugend, Blüte, Reife, Alter und Tod.

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Es ist ein Ort der uns bewegt, der Geschmack und die Laute der Tiere, der Touristensteg der verkotet, der Picknickplatz der durch die Tiere beschlagnahmt ist. Freud und Leid, Lachen und Weinen, Belustigung und Ekel – Emotionensalat in 30 Minuten verpackt.


Der Skeleton Coast NP steht unter Naturschutz. Woher hat die Küste den Namen?

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Früher überfischten Angler den Atlantik. Auch Wale wurden abgeschlachtet. Zahllose Skelette am Strand sind Zeugen dieser Zeit.

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Noch heute gilt die Küste als Anglerparadies. Die Menge ist inzwischen reglementiert und es braucht eine Bewilligung. Im Moment wird mehrheitlich Kabeljau gefischt.

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Der kalte Benguela-Strom umgarnt mit seinen Nebelschwaden die einsame und wilde Skeletonküste. Es sind gute 15 Grad kühler hier als im Landesinneren. Zwei Schakale kreuzen die Piste, kleine Reste eines Schiffwracks …..

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…..und einige Skelette liegen am Ufer, eine ausgediente Ölbohranlage rottet vor sich hin

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– so fahren wir mit 80 km/h die öde und trotzdem faszinierende Küste hoch.

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Afrikanische Massage nennen die Führer das Geholper mit dem Auto über schlechte Strassen. Eine solche Massage bekommen wir für die nächsten 2 h Richtung Messum Krater. Lichen- und Welwitschia Felder wechseln sich ab und der Anblick der Salzpfanne lässt den Mund austrocknen.

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Wir werden belohnt mit einem wilden Übernachtungsplatz inmitten des Messum Kraters mit Wind, Einsamkeit, Sternenhimmel und Lauchkartoffeln mit Wienerli!

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Holperige 117 km später erreichen wir die Brandberg Region mit der höchsten Erhebung von ca. 2500 Metern. Es sind die höchsten Gipfel Namibias und es ist heiss, gute 38 Grad. Zum ersten Mal in 2 Jahren gönnen wir uns einen ganzen Liegestuhltag.

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Zu den San-Felszeichnungen, speziell der White Lady, laufen wir je 1 h. Wie sich später herausstellt, hat die Zeichnung nichts mit einer weissen Dame zu tun. Fehlende Brüste, Pfeil und Bogen deuten vielmehr auf einen jungen Schamanen und Krieger mit weisser Bemalung hin.

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Das Spitzkoppe-Massiv, auch Matterhorn Namibias genannt, liegt inmitten verwitterter Granitformationen.

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Wir lassen die Erhebungen rechts liegen und treffen im Erongo Gebirge wieder mal ein Paar und 1 Familie aus der CH. Die Familie hat sich eine Alltagsauszeit von 1 Jahr genommen mit samt schulpflichtigen Kindern. Was für interessante Lebensmöglichkeiten es doch gibt.

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Steine wie gemeisselt, Camps die uns gefallen – wir sind nicht zum letzten Mal im Erongo Gebirge!
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Eine letzte Nacht in der Ruhe bevor es auf nach Windhuk geht!

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Eine lange Liste liegt parat, wir brauchen einige Tage in der Hauptstadt und unser „Bänzli“ wird weiter gepflegt.

 

Fazit der Woche: Mist wenn das Auto bockt! 

 

 

 

 

15.-22.02.2021 Die Garage

Unsere defekte Blattfeder bestimmt die Himmelsrichtung. Ostwärts über den Grootberg Pass führt eine einfach zu befahrende Schotterstrasse.

Im Oppi Koppi Camp in Kamanjab dürfen Overlander mit europäischem Nummernschild gratis campen.

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5 Bundesordner sind gefüllt mit Fotos und Webseiten von Reisenden aus Übersee. In den Jahren 2016/17 sind es total 177 Gratis- Campierende, davon 26 Schweizer. Und da kommt uns doch jemand sehr bekannt vor!

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Mensch ist das schön, leise und schnell auf Asphalt zur nächst grösseren Garage in Outjo zu rollen.

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Wir fühlen uns gut beraten und lassen beidseitig je zwei Zusatzblattfedern einbauen  und bekommen neue All Terrain Pneu. Die Stossdämpfer hinten sind im Moment noch gut.

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Wir machen uns schlau über bessere Stossdämpfer für unser Bänzli. Marquart und Old Man Emu scheinen bessere Lösungen anzubieten als die ab Werk Variante. Danke Alfred und Maik von der FB Seite CS Spinter Reisemobile für die tolle Beratung .

Wenn ich das Wort GARAGE höre, kommt mir immer Gerhard Polt mit dem Sketch „die Garage“ in den Sinn. Dann höre ich ihn mir auf YouTube an und rolle mich vor Lachen. Der Mann ist einfach gut!

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Bei äusserst liebevoll geführten Campingplätzen stehen wir gerne 2 Nächte.

 

Im Damaraland gibt es viel zu entdecken. Im Westen die Skeleton Küste, weiter Namibias höchster Berg und viele geologische und archäologische Highlights.

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Bei der Fingerklippe interpretieren wir den Mahnfinger Gottes hinein. Vor was und wem er uns wohl zur Vorsicht anhalten will?

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Der unter Denkmal Schutz stehende versteinerte Wald beherbergt 300 Mio. Jahre alte Pinienstämme. Ähnliche Versteinerungen haben wir bereits in Sudan gesehen.

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Twyfelfontain ist bekannt für seine Felsgravuren. 2000 bis 6000 Jahre alt sind die in Sandstein eingeritzten Symbole für Wasser, Wissen, Jagdbeute usw.

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Der Platz war ein heiliger Ort der Buschmänner und Heiler. Ich finde übrigens den Ausdruck Buschmänner und -Frauen störend. Oft werden Ureinwohner von Weissen nur „Buschmann“ gerufen. Stellt euch vor wir Innerschweizer würden ausschliesslich Hinterwäldner, Kuhhüter oder Hirtenbuben genannt?
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Im Aba Huab Trockenbett suchen wir weitere Wüstenelefanten – sind diesmal jedoch ohne Glück.

Der „verbrannte Wald“ und die „Orgelpfeifen“ sind weitere Attraktionen um Twyfelfontain.

Die aus Basalt bestehenden Säulen erinnern an Orgelpfeifen. Auch sie sind über 100 Mio. Jahre alt.

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Der aus geschwärztem Kalkstein und Dolerit bestehende Berg sieht aus, als ob kürzlich ein Feuer gewütet hätte.

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Wunderschön liegt das Mowani Mountain Camp. Seit 2 Wochen treffen wir nur noch Schweizer, ob im abgelegensten Flussbett oder in Campingplätzen. Was sind wir doch für ein reisefreudiges Völklein!

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Fazit der Woche: Wie freuen wir uns über die neuen Schuhe für unser Bänzli! 

 

 

 

 

 

 

8.-15.02.2021, Spuren im Sand

 

Auf unserer ersten Fahrt Richtung „Spuren im Sand“ sind wir Taxi für zwei Herero Frauen samt Kindern und viel Gepäck.

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Die Herero gehören wie die Himba zu den Bantu Hirtenvölkern. Beide Ethnien kommen aus dem selben Stamm. Die Herero sind ursprünglich ein klassisches Viehzüchter Volk und sie werden heute noch als gute Arbeiter auf Grossfarmen geschätzt.

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Bekannt ist ihre wilhelminische Tracht mit 12 Meter Stoffanteil. Sie haben das Schneidern der Tracht von Missionarsfrauen erlernt und beibehalten.

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Ob Dumont oder Ivanowski, kein Reiseführer empfiehlt die Alleinfahrt in den äussersten Nord-Westen von Namibia im Kaokoland. Da wir keine Abenteurer treffen mit denselben Reiseplänen, machen wir uns mit genug Wasser, Benzin (3 Ersatzkanister) Esswaren und Kartenmaterial alleine auf den Weg, sogar ohne Satellitentelefon.

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Rotschulter Glanzstar

 

Tracks4Africa hat die genausten Pistenangaben, so wir steuern das Marble Camp problemlos an. Zu unserer Überraschung treffen wir Arture und Margot aus Frankreich. Sie haben das gleiche Ziel wie wir, das Marienflusstal. Der Rooidrum Pass ist gut befahrbar mit einigen kniffligen Stellen. Da ächzt und stöhnt unser Bänzli, es schüttelt und rüttelt am Innenleben und an unserem Skelett.

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Der einsame Norden hat interessante Wegweiser. Da stehen die rote, blaue, orange und grüne Tonne als Orientierungspunkte. Wegweiser gibt es keine.

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Die verschiedenen Sandfarben durch das Marienflusstal und die Weite, flankiert rechts und links von den Otjihipa und Hartmann Bergen, beeindruckt. Die spärliche Vegetation bietet nur wenigen Tieren Nahrung.

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Wir sehen 1 wildes Pferd und einige Oryx Antilopen. Am Ende der Fahrt treffen wir am Kunene Fluss die jungen Franzosen wieder.

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Das noch abgelegenere Hartmannstal ist unsere nächste Destination. Meist ist man alleine mit sich, der absoluten Stille und der Weite. 140 km Fahrt durch Sand, Dünen, Einsamkeit und Wind – was für ein Gefühl von Freiheit und Unendlichkeit.

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Es ist eine grandiose Wüstenlandschaft. Der auf iOverlander markierte Aussichtspunkt bietet einen wunderschönen Ausblick über das Tal und die Berge Angolas.

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Plötzlich hören wir ein Motorengeräusch. Jutta und Gerd, langzeitreisende aus Deutschland, rollen mit ihrem MAN an. Wer sagt denn es sei einsam hier? Natürlich campen wir wild mit ihnen und zu erzählen gibt es eh viel.

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Über entlegene Routen steuern wir Puros an. Das Grizzlibär Tal ist landschaftlich abwechslungsreich und malerisch mit Felsformationen, die an Kunst erinnern.

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Apropos Kunst, der Künstler Trevor Nott verschönert das Kaokoveld mit  Steinmännchen-Kunst (Lone Men) Wir entdecken einige davon – leider lange nicht alle.

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Wir sind in der Gegend der Wüstenelefanten und der letzten frei lebenden Spitzmaulnashörner der Welt. Im Comunity Camp in Puros treffen wir die Schweizer Tanja und Marcel. Sie sind zwei junge Langzeitreisende. Zusammen machen wir uns auf die Suche nach den Wüstenelefanten. Unser Führer Kay mit seinem gefühlten 200 jährigen Toyota Pickup fährt mit uns dem Hoarusib Flussbett entlang. Nichts funktioniert am Auto, der vordere rechte Pneu muss immer wieder aufgepumpt

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werden und ist mit Kondomen geflickt, die rechte Hintertür und Fenster lassen sich nicht öffnen, der Scheibenwischer bricht immer wieder ab, die Batterie ist äusserst schwach und der Motor springt immer mal wieder nicht an. Und so fahren wir ca. 45 km Rumpelpiste und finden die der Wüste gut angepassten Elefanten tatsächlich.

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Was sicher der Höhepunkt ist, am folgenden Morgen besuchen 2 Bullen unser Nachbarcamp zur Frühstückszeit und tränken sich ab Wasserhahn. Wir beobachten sie aus einigen Metern Entfernung.

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Die Wüstenelefanten sind keine Unterart des Afrikanischen Elefanten, lediglich bemerkenswert gut an die trockenen Bedingungen der Wüste angepasst. Auf der Suche nach Wasser können sie täglich bis zu 80 km zurücklegen und haben das viel bessere Orientierungsvermögen entwickelt als ihre Artgenossen.

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Zusammen mit Tanja und Marcel fahren wir Richtung Hoanib River. Es sind ca. 130 km Wellblech-, Stein- und Sandpiste. Durchschnittsgeschwindigkeit 21 km/h. Wir hören mehrere harte Schläge am Chassis und wissen, da stimmt etwas nicht mehr mit unserem Bänzli! Die zusätzlich eingebaute Blattfeder ist gebrochen. Wir fixieren die Feder mit Kabelbinder, Nylonsocken und Spanset und hoffen, dass alles hält bis zur nächst möglichen Autowerkstatt.

Am üblich ausgetrockneten Hoanib River erleben wir ein einzigartiges Naturschauspiel. Das Trockenbett verwandelt sich innert Minuten in einen Fluss. Fasziniert schauen wir der Kraft des Wassers zu. Unsere geplante Weiterfahrt ist 25 km dem Flussbett entlang nach Sesfontein. Die Strasse weicht dem Wasser, die Strömung ist nicht ohne, wir sind blockiert!

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An einem erhöhten Platz installieren wir unser Nachtlager und hoffen auf Abtrocknung bis zum nächsten Morgen. Mein Kopf und Gehirn finden in dieser Nacht wenig Ruhe, Plan A, B und C wird zurecht gelegt.

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Der folgende Morgen lässt nichts gutes ahnen, das Flusswasser ist immer noch da, guter Rat ist teuer. 9.5 km müssen wir den Fluss hochkommen, dann können wir entweder nach Sesfontein oder Palmwag über Ausweichpisten fahren. Wir wollen nichts unversucht lassen und wagen die erste Flussüberquerung – bei der Zweiten finden wir keine optimale Stelle.

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Sollen wir nach Puros zurückfahren oder die 9.5 km einfach frech wagen? Dann kommt unsere Rettung in der Not in Form von 2 Rangern. „Wir bringen euch sicher zur Abzweigung,“ versprechen sie uns und fahren eine Linienführung über, entlang und quer durch das Nass, die wir so nie gefahren wären. Sind wir Glückspilze!

Wir begegnen zum ersten Mal der bekannten Wüstenpflanze Welwitschia, die nur in der Namib vorkommt und bis zu 2000 Jahre alt werden kann.

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Strenge 150 km weiter durch das Konzessionsgebiet, den Tank bis auf wenige Liter leer und die Frischwaren komplett aufgebraucht sind wir in Palmwag froh, endlich wieder Netz, Benzin und ein Restaurant zu haben. Schön, eindrücklich, atemberaubend und wild war unser Abstecher ganz in den äusseren Nordwesten. Für alle die die Weite, Wüste und Einsamkeit lieben – go for it!

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Wo sonst Temperaturen um die 35 Grad herrschen sind wir eingepackt in Langarmshirt und Jacke. Sprühregen und Kälte lassen uns nachts die Decke über beide Ohren ziehen. Es sind viele Reisende hier in der Palmwag Lodge und Campsite.

Knapp kommt ein Treffen mit Tanja und Armin Vogelsang nicht zustande. Südafrika hat die Grenzen für Overlander wieder geöffnet und sie wollen nach 4 Monaten Namibia weiterziehen was wir gut verstehen. Schade, schade – auf Wiedersehen – ihr lieben Beiden!

Erwachen mit Dauerregen und Kälte erweckt den Wunsch, einfach im warmen ReMo unter der Decke zu bleiben. Wir erledigen liegen gebliebene Arbeiten. Über den Staub und Sand in jeder Rille will ich nicht mehr ausführlich berichten, trotzdem soll es erwähnt werden 😃.

 

 

Fazit der Woche: Wir möchten keine einzige Spur missen!

 

 

01.-08.02.2021 Schnuppern

Die Grenzstadt Ruacana macht uns Herzklopfen. Im April 2022 wollen wir an dieser Stelle die Grenze zu Angola passieren und unsere Heimreise der Westküste Afrikas entlang antreten. Wir schnuppern Angola Luft!
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Die Strasse dem Fluss Kunene entlang zum Epupa Wasserfall bietet immer wieder malerische Ausblicke auf den Fluss und die Berge. Was für eine schöne Fahrt! Wir nehmen unsere alte Tradition wieder auf und nehmen Anhalter mit. Wir schnuppern zum ersten Mal an den traditionellen Teilnomaden, den Himba.

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5 Himba mit all ihren Habseligkeiten laden und platzieren wir über 45 km. Dafür darf ich Fotos schiessen. Wie unser Freilichtmuseum Ballenberg gibt es hier „lebende Himbamuseen“. Wir transportieren das lebende ReMo-Museum mit Geschmack und Ton.

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Der Schmuck der jungen Frau ist sehr üppig, symbolträchtig und schön. Man kann z. B. an der Beintracht erkennen, wie viele Kinder eine Himba-Frau hat. Mütter tragen braune Halsbänder, junge Frauen weisse usw.

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Die Himba besitzen nicht viel, nur soviel, wie sie tragen können. Teilweise sind sie heute noch Nomaden. Seit die Regierung Namibias über die Himba bestimmt, sie eher als Halbwilde als als Gesprächspartner ansehen, seit die Dorfältesten nicht mehr viel zu sagen haben und seit Touristen wie wir Geld an sie bezahlen, um ihre Dörfer zu besuchen, sind viele von ihnen dem Palmschnapps verfallen.

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Im Kaokoland lebt Tradition und Moderne auf engem Raum. Dass es noch so ursteiniges Leben in einem sonst so modernen Land wie Namibia gibt, ist schwer zu glauben. Die Zukunft der Himba ist ungewiss.

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Sie müssen ihre Kultur und Natur weiter leben und bewahren, sie müssen aber auch eingebunden werden am Verdienst des Tourismus und sie müssen geschult werden. Gelingt das nicht, landen sie wie bereits viele von ihnen in Wellblechhütten in Opuwo, der nächsten Stadt und verlieren jeglichen Sinn des Lebens.

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Geschätzt werden noch ca. 7000 Himba. Sie leben auch heute noch, vergleichsweise unberührt von der europäischen Zivilisation, viele ohne Personalausweis und Urkunde.
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Wohlhabend im herkömmlichen Sinn war dieser Bantu-Stamm nie, dennoch empfinden sich Himba als vermögend, wenn sie eine große Viehherde besitzen.
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Eine moderne Himba Frau 
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Vor rund 100 Jahren wurden die Himba von kriegerischen Nama überfallen und ausgeraubt. Sie mussten bei den Nachbarn um Almosen bitten und wurden daher „Himba“ genannt, was Bettler bedeutet.

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Wir sehen uns noch die Epupa Fälle an die zur Zeit unspektakulär sind und vermissen Will Smith haarscharf, der hier eine Doku über Namibia dreht.

Die Wochenveröffentlichum kommt früher, da wir ab heute Donnerstag an der Einsamkeit ohne WiFi und Telefon schnuppern werden.

 

Fazit der Woche: Soviel Fremdes und ungewohntes. 

 

 

25.01. – 01.02.2021 Achtsamkeit

Petrus sendet uns am 1. Abend im Namutoni Camp im Etosha NP ein aufmunterndes Zeichen.

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Noch nie haben wir soviel Reisende in einem Camp angetroffen wie hier, es stehen 10 Reisemobile auf dem Platz darunter CH, FR und D.
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Frühmorgens verschmilzt der Himmel mit der Etosha Pfanne am Horizont. Wo nur Tiergeräusche zu hören sind, das Auge nur Schönheit erlebt und die Zeit null Wichtigkeit hat, fällt es leicht, Achtsamkeit zu trainieren.

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Amaryllis blühen nach heftigem Regen 

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Unsere Morgenfahrt ist wie jede Pirsch erlebnisreich und beeindruckend. Wir sehen viele seltene Vogelarten.

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…. und wenn es die 500. Giraffe ist, wir sind immer wieder hin und weg.

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Omajowa nennen die Herero und Ovambo (Stämme) den Blätterpilz, der ausschliesslich auf Termitenhügeln wächst. Er wird von den Deutsch-Namibiern einfach „Termitenpilz“ genannt.

Omajowas können außer von Termiten nicht gezüchtet werden. Auf diese Weise bleibt er eine seltene Köstlichkeit, die es nur zur Regenzeit mit der richtigen Niederschlagsmenge gibt.

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In Butter gebraten und leicht gesalzen schmeckt er echt lecker!

 

Der Etosha Nationalpark wird 1907 zum Wildschutzgebiet erklärt und erstreckt sich über eine Fläche von 22‘270 km2, das ist mehr als die halbe Schweiz. „Grosse weisse Pfanne“ heisst Etosha in der Sprache der Owambo. Die gewaltige Salzpfanne ist die Besonderheit im Park und verwandelt sich in der Regenzeit in eine flache Lagune und periodischen See.

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Die Pfanne erstreckt sich über 4760 km2 bei einer maximalen Länge von 120 Kilometer und einer maximalen Breite von 55 Kilometer und liegt auf 1000 m über dem Meer.

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Wie klein und unwichtig wir in diesem Naturwunder doch sind. Selbst sie erscheint uns berechtigter auf der Strasse als wir.

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Nach wie vor wird das Nashorn gejagt im NP. Für ein Kilo Horn wird auf dem Schwarzmarkt derzeit bis zu 60’000 USD (rund CHF 53’000 oder Euro 50’000) bezahlt – mehr als für Gold oder Kokain. In Japan gilt das pulverisierte Horn als grosses Potenzmittel.

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Es sollen noch einige 100 Tiere im NP leben. Wir sehen eines ganz nahe, ohne Horn. Ob es ihm als Lebensschutz oder Geldgier entfernt wurde?

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Die Weite des Etoshas ist für uns „Bergler“ fremd. Flach soweit das Auge reicht mit kleinen Hügelausnahmen.

Tierbeobachtung ist eine Glücksache – so haben wir schlechte und gute Tage. Zum ersten Mal sehen wir aus nächster Nähe ein Löwenpaar beim Liebesspiel. Sie räkelt und streckt sich vor ihm, macht ihn verführerisch an um ihn ein paar Minuten später wieder abzuweisen und anzufauchen. Ein Kätzchen halt.

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Befriedigt ziehen sie von dannen

 

906 km fahren wir nur im Etosha Park vom Ost- zum Westtor in 7 Tagen durch klingende Gegenden wie Zauber- und Grünewald.

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