3.-10.08.2020 Hallelujah

Nach ca. 10 Stunden warten auf dem TRA Büro, emotionalen Wechselbäder und letztendlich unter Polizei Androhung haben wir die TRA Verlängerung für einen Monat erhalten. Hallelujah! (Da denk ich einfach immer an Pfarrer Ambauen)! Hallelujah!

Bei der Rückfahrt besuchen wir die Rutuba Farm. Otto und Rob bewirtschaften mit ca. 400 Mitarbeiter/innen eine Avocado- und Mais Fläche von über 1’000 ha.

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Der kleine Ruaha Fluss spendet den 21‘000 Avocado Pflanzen das nötige Wasser (300 Liter pro Pflanze pro Woche).

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Der Mais ist in 4 Monaten herangereift. 6 weibliche Pflanzen in Reihe sorgen mit 2 männlichen Reihen dazwischen für gute Ernte. Die männlichen Blüten (Rispen) entwickeln sich zuerst und bilden Pollen aus. Aus den weiblichen Blütenständen entwickeln sich später die Kolben.

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Die Kolben werden von Hand gepflückt und als Saatgut verkauft.

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Eine Pflückerin wird per geerntetem Sack bezahlt, das sind ca. 3.5 USD am Tag.

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Nach der Ernte durchsucht die Herde nach essbarem die Maisfelder.

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Werni tauscht seinen Traum von Gabelstaplerfahrer gegen den von  Traktorfahrer ein. Das Farmleben bekommt ihm.

 

Fazit der Woche: Wechselbad der Gefühle endet mit Migräne😩!

27.07. – 03.08.2020 Ämter

Nach 1.5 Jahren leben in Afrika haben wir die Spielregeln der Ämter immer noch nicht ganz verstanden. VISA und TRA Verlängerung stehen schon wieder an.

TRA ist eine temporäre Importbewilligung für ein nicht im Land gekauftes Fahrzeug mit ausländischem Nummernschild.

Präsident Magufuli ordnet an, die Touristen-Visen von Monat zu Monat gratis zu verlängern. Das klappt auch monatlich, einfach mit einem immensen Zeitaufwand, das ist Afrika!

Bei der TRA Verlängerung verlieren wir jedoch die Nerven und das ist ein No-Go in Afrika. Der träge, inkompetente, unorganisierte, unsympathische, untalentierte Beamte im TRA Büro will nicht mehr verlängern. Wir sollen den Bus nach Dar nehmen (600 km) und im Hauptoffice vorsprechen oder einen Antrag per Post senden.

Bei dieser Aussage schiesst Hitze in meinen Bauch und Wangen, ein Beben durchzuckt meinen Körper, die Alarmglocken spielen Jingelbells und meine Stimme wird 1 Phon lauter und 1 Oktave höher.

Der Herr will einfach nicht! Was es jetzt bräuchte wären ein paar Geldscheine ins Carnet legen, lächeln und Demut zeigen. In der Situation – nicht meine Stärke!

Aufgewühlt sprechen wir beim Direktor vor, er bringt uns in Kontakt mit dem Commissioner. Er soll uns die TRA nächste Woche verlängern. (Ob es auch ein paar Geldscheinen zwischen dem Carnet braucht werden wir sehen.)

Wir lernen! Um das Migrationsbüro in Laune zu halten, laden wir den High Commissioner mit Freund zum Mittagessen auf die Farm ein.

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Es ist ein netter Nachmittag und wir bekommen die Zusage, dass wir mit allen Problemen zu Ihnen kommen dürfen. Die VISA Verlängerungen sollten gesichert sein. 😃

Die Loft-Besichtigung darf nie fehlen.

 

Fazit der Woche: Wir lernen immer wieder dazu!  

20.-27.07.2020 Winter

SIE gehört definitiv in jeden Koffer und in jedes Reisemobil! Sie hilft bei eiskalten Füssen, Nackenschmerzen, Bronchitis, Migräne und vielem mehr, die wunderbare, geliebte, oft benutzte ….

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Bettflasche!

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Juli und August sind die kältesten Monate des ganzen Jahres, speziell im Hochland. Kappe, Jacke, Pulli und dicke Socken sind täglich im Einsatz.

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Bei jedem Marsch geniessen wir die wärmende Sonne. Dann laufen wir in kurzen Hosen und Shirts und bekommen sogar rote Nasen (Sonnenbrand).

Doch kaum bläst der kalte Wind durch die Felder und Wälder, fröstelt es uns den Rücken runter und das Altersrheuma lässt grüssen.

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Sogar die vollgefressene Puffotter sucht die Wärme am Wegesrand. Die zur Viper gehörende Schlange ist eine der wenigen, die bei Erschütterung nicht flüchtet. Also immer schön auf den Boden schauen.

 

Fazit der Woche: Die ReMo Heizung ist Gold wert.

13.-20.07.2020 Erntezeit

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Ende März 2020

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April

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Mai

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Mai

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Juni

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Juli

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Juli

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Juli

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Zum trocknen werden die Köpfe aufgespiesst.

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Erntezeit

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Die Sonnenblumenkerne sind parat zum Verkauf. Sie dienen zur Herstellung von Speiseöl.

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Nach dem Herbst kommt der Winter! Die Natur weiss es – und wir Menschen?

 

Fazit der Woche: vor der Ernte muss gesät werden. 

 

 

6-13.07.2020 Steinzeit

In Iringa besuchen wir ein sehr schönes Integrationsprojekt. Im Neema Geschenkladen und Kaffee werden ausschliesslich Menschen mit Handicap beschäftigt.

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In der angegliederten Werkstatt wird gewoben, gedruckt, geschreinert, genäht und vieles mehr.

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Wir kaufen zwei schöne Kissenbezüge und ich bekomme ein neues Kleid.

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Im Kaffee bedienen Taubstumme Mitmenschen. Die Bestellung schreibt der Gast auf einen Zettel – die Restverständigung erfolgt mit Lachen und sprechenden Augen.

Am Fusse des Iringa Hügels liegt die Sehenswürdigkeit Ismilia Stone Age. Das Gelände befindet sich in einem erodierten Tal in einem ehemaligen Seebett.

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Viele steinzeitliche Werkzeuge sowie Knochen und Skelette prähistorischer Tiere wurden hier gefunden. Der Höhepunkt ist sicher die Wanderung durch die Schlucht.

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Die Steinformationen erinnern uns fest an Kappadokien in der Türkei.

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Was die Natur alles erschafft ist beeindruckend.

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Zurückkehren auf die Kisolanza Farm fühlt sich für uns an wie nach Hause kommen. Covid-19 wirbelt unsere Reisepläne ganz schön durcheinander. Wie weiter – würde unser Freund Bruno fragen?

Unser VISA ist bis Ende Juli gültig, vielleicht wissen wir bis dann mehr was die Grenzöffnungen betrifft.

 

Fazit der Woche: Wieder daheim auf Kisolanza 

29.6. – 06.07.2020 Ruaha zum Dritten

Die Wochen scheinen auf der Überholspur zu verfliegen. Wieder ist es Zeit VISA und Strassentaxe zu verlängern.   Danach geht es auf nach Ruaha – wir nehmen den 3. Anlauf. (Wir sind hartnäckig)

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Und siehe da – eine nagelneue Brücke ist fertig erstellt genau an der Stelle, wo wir beim Versuch Nummer 2 den Fluss watend überquerten.

Das Tandala Tented Camp ist unser zu Hause für die nächsten 3 Tage. Im hintersten Zelt werden wir einquartiert. Rund um uns der Ruf der Wildnis.

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Das Camp-Hippo „Henry“ ist wegen Wasserknappheit weitergezogen. Es taucht seinen massigen Körper für gewöhnlich hinter Zelt Nummer 11 unter.

Wir treffen Marianne und Albert Bürgi wieder. Zusammen spielen wie Dog und buchen einen tägigen Gamedrive mit Fahrer und Guide samt Safari Auto.

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Bei einem 9 stündigen Game Drive sind unsere Sinne zu 100 Prozent geschärft. Schauen, suchen, riechen, zuhören, lernen – und dabei Schütteln und Holpern dem Skelett zumutend – ermüdet enorm.

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Wir sehen eine Vielfalt von Wildtieren, leider alle weit entfernt. So trösten wir uns mit wunderschönen Natur- und Flussbildern und erfreuen uns an den Adlern, Falken, Störchen und Co. (Der Park hat übrigens die Grösse der halben Schweiz.)

Wieder im Camp sehnen wir uns nach einer Dusche und etwas Ruhe. Wir laufen Richtung Zelt als wir völlig unvorbereitet, ohne zu übertreiben, 10 Meter vor einem Elefanten Bullen stehen. Wir erschrecken, er erschrickt und wir schauen uns lange ohne Bewegung an. Dann zieht er langsam fressend ein paar Meter weiter und trifft seine 4 Elefantenbrüder. Wir schleichen ab auf unsere Terrasse und beobachten die Jungs aus nächster Nähe.

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Das Foto ist schlecht weil es zittrig in grösster Aufregung und gegen die Sonne geknipst ist. Als Beweis muss es genügen.

Müde sind wir um 20 Uhr im Bett und lassen einen schönen Tag Revue passieren.

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Zurück in Iringa freuen wir uns erneut auf eine Pizza bei „Mama Iringa.“

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Und dann sagt Concetta, die Besitzerin vom Restaurant, das schönste und liebenswürdigste, das „Frau“ zu einem Gast sagen kann. „Wann immer ihr in Iringa seid habt ihr ein Zuhause bei mir.“

Wir machen es uns auf dem Parkplatz von „Mama“ gemütlich und freuen uns auf unser eigenes Bett im ReMo. Gute Nacht!

 

Fazit der Woche: Aus dem Ruaha und uns wurde doch noch Liebe! 

 

 

 

22.-29.06.2020 mein Liebster

Wir sehen uns im Homecinema den Film „im Herzen der See“ an. Es ist grob die Geschichte um die Entstehung des Romans „Moby Dick.“

Begeistert bin ich von der Figur des „Thomas Nicker“ der vom irischen Schauspieler „Brendan Gleeson“ gespielt wird. Seine Frau nennt ihn im Film liebevoll „mein Liebster“.

„Was für eine schöne Wortwahl“ denke ich. Das stellt doch glatt alle Kosenamen, von Schätzu über Gegu, von Pfösu über Buber, von Kari über Muisili in den Schatten!

„Mein Liebster“ drückt so bescheiden und doch so treffend ohne Theatralik und Verniedlichung Gefühle für den Partner aus.

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Herzliche Glückwünsche mein Liebster und schön gibt es dich!

 

Fazit der Woche: Zusammen älter werden ist schön! 

 

15.-22.06.2020 Naturfarben

Backsteine gehören zu den ältesten Baustoffen der Menschheit. Laufen wir durch die umliegenden Dörfer, arbeiten ganze Familien, von Grossmutter bis Kind, an der Herstellung von Backsteinen. 

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Die Produktion geht Hand in Hand, es helfen alle mit. Es wird gelacht, getratscht, erzählt und manchmal klirrt Musik aus einem Ton verschmutzten Transistorradio.

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Das neue Haus erhält die Farbe der Erde! Grau, braun, ocker, beige, – wunderschöne Naturfarben zieren die Lehm- oder Backsteinhäuser. Diese Bauart ist mit Abstand die günstigste Variante, da alle Materialen aus der nahen Umgebung zu finden und einfach zu transportieren sind.

Ein traditionelles Haus läßt sich meist schon in kurzer Zeit fertigstellen, je nachdem wieviele helfende Hände beteiligt sind. Meist bestehen sie nur aus ein bis zwei Räumen, die als Aufenthaltsräume oder zum Schlafen dienen.

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Als Dach werden Wellblech oder Stroh als Materialien verwendet.

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Ein Strohdach muss alle 7 Jahre ausgebessert oder gar ersetzt werden. Ein aus Naturmaterialien gefertigtes Haus gewährt einen natürlichen Kälte- und Wärmehaushalt.

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Mit aufsteigendem Wohlstand der Bewohner steigern sich auch die Ansprüche für ein neues Haus. Nach dem traditionellen Lehmhaus folgt als nächste Qualitätsstufe ein Haus aus Backstein.

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Viele Familien sind vom Ernteertrag abhängig und so wird Jahr für Jahr ein Stück weiter gebaut am Familienhaus.

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Links unten vom Bild wird die tonige Erde zur Herstellung der Backsteine genutzt.

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… und sogar mit Schlemmplatten wird experimentiert.

 

Fazit der Woche: Naturfarben begeistern. 

 

 

8.-15.06.2020 das Parfüm

Das Buch „das Parfüm“ von Patrick Süskind kennt jede Leseratte. Düfte können unserer Nase mehr oder weniger schmeicheln.

Der starke Geruch von Knoblauch, der faulige Geschmack der Durian Frucht oder der süsse Duft von Jasmin kitzeln unseren olfaktorischen Sinn ganz unterschiedlich.

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Sogar bei der Partnerwahl ist der Geruch massgebend. Wenn wir jemanden nicht „riechen können“ oder eine Geschichte „zum Himmel stinkt“ wissen alle was damit gemeint ist. Zitate wie „Der Duft der Welt stinkt nach Geld“ verstehen alle.

Der Körpergeruch hängt von einer ganzen Reihe von Faktoren ab wie Waschhäufigkeit, Verwendung von Duftstoffen, Anzahl apokriner Schweissdrüsen, Hautfarbe, Gesundheit, Ernährung usw.

Menschen aus unterschiedlichen Gegenden haben unterschiedliche Körperdüfte. So riechen weisse Menschen oft leicht säuerlich und haben mit Mundgeruch zu kämpfen (Mundgeruch ist mir in Afrika noch nie begegnet trotz teilweise schlechter Mundhygiene.) So tricksen wir mit teuren Düften wie Dior, Channel, Armani, Givenchy und Co.

Ostasiaten wie Chinesen und Japaner haben weniger Schweissdrüsen während Dunkelhäutige deutlich mehr haben als Europäer. Die Natur regelts, je dunkler die Haut, desto wichtiger die Kühlung über den Schweiss.

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Auch in unserem Badekästchen riecht es nach Moschus und Weihrauch. 

In Afrika fehlt das Geld für teure Düfte und oft ist der Weg zum Wasser weit. Und so ergibt Frau und Mann sich dem Duft des Schweisses in Würde. Wir nennen es inzwischen lachend das afrikanische Einheitsparfüm.

Die Mode, den eigenen Körpergeruch möglichst verschwinden zu lassen durch Bodylotion, Seife und Parfüm, speziell in westlichen Ländern, steht im krassen Kontrast zu den natürlichen Duftstoffen in Afrika. Da kann man doch glatt von „ehrlicher Haut“ in Afrika sprechen.

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Das sind mal Bodylotion Namen!

Natürlich ist das „afrikanische Einheitsparfüm“ für unsere westlich anerzogenen Duftnormen äusserst gewöhnungsbedürftig – auch für uns 😃und natürlich gibt es auch in Afrika Parfüm, vor allem in den Städten.

 

Fazit der Woche: Glück ist ein Parfüm das du nicht auf andere sprühen kannst, ohne selbst ein paar Tropfen abzubekommen. 

 

1.-8.06.2020 Raus aus dem Cocon

Wie ein Cocon umhüllt uns die sichere Kisolanzafarm. Doch diese Woche müssen wir raus aus unserem Versteck. Visas müssen verlängert, Strassentaxe bezahlt und Einkäufe getätigt werden.

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Wieder zu rollen nach 65 Tagen Fahrpause ist ein aufregendes Gefühl. Auf nach Iringa!

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Auf der Migration gilt Maskenpflicht, nur für Kunden nicht für Angestellte. Auf die echt leckeren Pizzas von Mama Iringa freuen wir uns schon lange.

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Wie bleiben 2 Tage bei Mama. In Iringa spielt sich das Leben normal ab. Tansania hat ein ähnliches Krisenmodel gewählt wie Schweden. Der Präsident Magufuli wendet sich wöchentlich an sein Volk, zu Beginn mit Virus Zahlen. Dann hält er eine feurige Rede, dass er ab sofort keine Neuinfektionen und Sterberaten mehr bekannt gebe um Angst und Panik zu vermeiden.

Die Grenzen sind nach wie vor für Cargo offen, jedoch nicht für den Privatverkehr.

Im Aargauer Tagblatt lese ich einen vernichtenden Bericht über Tansania. Alle Labors seien geschlossen worden, es werde gar nicht getestet, es lägen Corona Tote auf den Strassen usw. usw. 

Ich frage mich, woher die Schreiberlinge Ihre Information her haben und wo, weltweit, noch Ethik in der Verfassung von Artikeln ist?

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Auf der Rückfahrt machen wir einen Besuch im Ipamba Spital. Auf der Kisolanza Farm lernen wir 6 junge Ärzte kennen die dort arbeiten.

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CUAMM, gegründet durch italienische Missionare, unterstützt seit 1950 Spitäler in Angola, Äthiopien, Mosambik, Sierra Leone, Südsudan, Tansania und Uganda. Die Organisation stellt Ärzte zur Verfügung, kauft medizinische Geräte und behandelt mittellose Patienten gratis.

Simone und Frederico führen uns durch die Abteilungen. Besonders beeindruckend für uns ist der Besuch der „Frühchen“. 8 Mini-Babys, alle um 1 kg, kämpfen dort ums überleben.

Wir sind tief beeindruckt ob der Arbeit des gesamten Personals. Freud und Leid treffen konzentriert aufeinander und wir ziehen den Hut vor dem gesamten Personal.

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… und so kehren wir zurück in den Schoss der Farm, geniessen die Natur und Ruhe.

 

Fazit der Woche: Das Leben normalisiert sich auch in Tansania