14.-21.06.2021 Inflation und Mugabe

Wie werden wir vorab gewarnt vor einer Individual-Reise durch Zimbabwe, das ehemalige Südrhodesien. Keine verfügbaren Devisen, selten Benzin, schwierige Versorgungsmöglichkeiten, stetige Polizeikontrollen und enorme Kriminalität werden aufgeführt.

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Für sicher hat das Land eine bewegte und schwierige Vergangenheit. Während die afrikanische Bevölkerung durch Landraub, Zwangsarbeit, Viehenteignung und Hüttensteuer völlig verarmt, blüht die weisse Siedlergemeinschaft auf. Es brechen Aufstände, Buren- und Bürgerkriege aus bis 1980 die Ausrufung der unabhängigen Republik Zimbabwe erfolgt.

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Zuerst reicht der Premierminister Robert Mugabe den Weissen die Hand zur Versöhnung. Doch dann ändert Mugabe seinen Kurs. 5000 weisse Farmer werden zwangsenteignet, den meisten bleibt nur die Flucht in ein Nachbarland.
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……so schnell ist man Billionär

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Eine Inflation von 230 Millionen Prozent führt zu einem wirtschaftlichen Zusammenbruch und die Währung Zimbabwe Dollar zerfällt. Ein Militärputsch entmachtet Diktator Mugabe, sein Weggefährte Mnangagwa wird neuer Präsident im Jahr 2017.

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Die Lebenssituation der Zimbabwer ist heute immer noch schwierig. Der Tourismus gilt als Hoffnungsträger des Landes und an den Viktoriafällen scheint das auch teils zu gelingen.

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Godfried mit von ihm selbst gestrickter Mütze

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Heute sind USD ein gängiges Zahlungsmittel und diese Währung blättert aus den Bankomaten. Mit Ecocash kann Guthaben auf eine SIM Karte geladen werden. In Supermärkten und manchmal in Restaurants wird mit der Prepaid Variante bezahlt. Oft werden wir aber darauf hingewiesen, dass Ecocash ein Zahlungsmittel für Zimbabwer ist – von Ausländern werden Devisen erwartet und verlangt.

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Wir treffen ein gutes Lebensmittelangebot an, die besten Metzgereien überhaupt, Benzin ist bis anhin kein Problem, die befürchteten Polizeikontrollen bleiben aus. Im Gegenteil, wir werden vom Gesetzeshüter freundlich darauf hingewiesen, dass wir soeben in eine Einbahnstrasse reingefahren sind. 

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Elefant grüsst Hippo

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Wir sind seit ein paar Tagen im Hwange NP unterwegs. Der Park ist gut organisiert, er ist landschaftlich einer der Schöneren, die Wasserlöcher und Dämme zahlreich, die Camps sauber mit sehr netten Hütern (Bilder oben)

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Was nicht recht klappen will sind die Buchungen. So sind Camps doppelt gebucht – wir haben inzwischen aber immer einen Plan B und C parat.

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Die Zimbabwer sind unglaublich freundliche Menschen, 82% gehören der Volksgemeinschaft Shona an. Im Vergleich zu den stinkfaulen Botswaner wird hier versucht, mit Fleiss und Ideen ein paar Dollar zu verdienen. So hat Godfried, vom Masuma Camp, sich stricken beigebracht und verkauft Kappen, Socken und Getränkekühler.

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Im Hwange NP wird man willkommen geheissen und das Camp Personal hat Anstand und Manieren. Und das Beste: Wir sehen Löwen, viele Löwen, und teils ganz nahe! An zwei aufeinander folgenden Tagen präsentieren sich Männchen von ihrer besten Seite und stehen uns Modell. Was wollen wir mehr?

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Ein Elefant trampelt den Schutzhag unseres Camps nieder und besucht uns Menschen im Gehege.

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Nach 6 Nächten Natur pur, vielen Tieren, schöner Landschaft, und etlichen DOG Spielen (Männer führen 17 zu 12)…..

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Reinigung der DOG Karten

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…..fahren wir zurück zu den Victoriafällen um einzukaufen, die weitere Reise vorzubereiten, Internet zu empfangen und wieder mal im Restaurant zu essen.

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Majestätische Tiere

 

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Fazit der Woche: Löwenglück

 

7.-14.6.2021, auf nach Zimbabwe

Wir geniessen nochmals die Elefantenherden am Wasserloch vom Senyati Camp in Botswana. Viele Familien wechseln sich ab beim Durst löschen .

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Und wenn es der 500erste Elefant ist, wir lieben sie einfach. Wenn sie auf leisen Sohlen anmarschiert kommen, wenn man ihren Geschmack wahrnimmt, wenn man ihr Sozialverhalten studieren kann – und das aus nächster Nähe – lässt ein zuckersüsses Lächeln unsere Gesichter erstrahlen.
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Nachts an der Tränke!

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Rückblick Botswana

Die Nationalparks in Botswana sind sehr schön und tierreich. Dass die Camps viele ohne Zäune sind, ist das ganz Besondere an diesem Land und birgt viel Freude wie auch Gefahren. Die grossen Namen wie zB. Savuti waren für uns eher enttäuschend. Botswana selber bietet ausserhalb der NP landschaftlich nicht viel.
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Mit einem neg. Covid Test, einem „Einladungsbrief“ von Bekannten die in Zimbabwe leben, Passkopien, Einreisebewilligungspapieren, Carnet und Bittgesuchsbrief stehen wir an der Grenze nach Zimbabwe. Zuerst versichern uns die Zöllner, dass die Landesgrenzen geschlossen seien und sie uns nicht reinlassen können. Doch zusehends werden die Augen freundlicher und nach einiger Zeit sagt ein Beamter:“ Ihr scheint nette Leute zu sein.“ Nach 2 Stunden sind wir in Zimbabwe!

Was als erstes auffällt? Die Leute sind aussergewöhnlich nett, die Frauen sind viel hübscher als in Botswana, es wird in USD bezahlt, bei den Victoria Falls herrscht internationaler Standard in der Gastronomie.
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Die Victoria Fälle besuchten wir im Dezember 2020 schon auf der sambischen Seite mit wenig Wasser. In Zimbabwe besuchen wir die Fälle nochmals mit viel Wasser und werden bis auf die Unterhose nass.
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Auch von dieser Seite schön!

Sambia ist so nahe!

Wir stehen 5 Tage an den Victoria Fällen! Uns gefällt alles, der Camping, das Städtchen, die Restaurants, die Einkaufsmöglichkeiten, die Gesellschaft von Tanja und Marcel, die Dog Spiele, die Menschen …

……die Fussball Europameisterschaft….

.…. und so tasten wir uns langsam an Zimbabwe heran.

Ich heisse Paul – Stand No. 7 – besucht mich, ich heisse Zorro- Stand No. 2 – besucht mich, ich heisse Easy – Stand No 3, ich heisse ……

Kaum verlassen wir unser Camp, haben wir eine Traube von Verkäufern die uns belagern und ihre Kunst verkaufen möchten.

Skulpturen, Masken, Schachfiguren, Steinmetz Arbeiten, Schmuck, Stoffe, Holzschalen und vieles mehr wird in schöner Qualität angeboten. Sie sind einfallsreich und fleissig – überflüssig – und über über fleissig – die Boys beim Verkauf ihrer Ware.

Einige Skulpturen würden auf unserer Sarner Terrasse ganz schön aussehen ….

Wir stellen fest, dass ihre Geschäfte miserabel laufen und dass teils Verkäufer echten Hunger leiden. Wir kaufen da und dort unnötiges und verteilen Sandwiches im Bewusstsein, dass nicht allen geholfen werden kann und es immer nur Tropfen auf heisse Steine sind.

 

 

Fazit der Woche: Dieser Anfang war bis jetzt gar nicht schwer! 

 

31.5. – 07.6.2021 liebenswerte Kreaturen

Diese Woche möchte ich einem besonderen Tier widmen, nämlich dem Nashorn.

Im sehr schönen Tuuthebe Camp begegnen wir zuerst aber einem europäischen Tier, nämlich der

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Stockente. Sie watscheln bettelnd für ein paar Brotkrümel um uns herum und beteiligen sich lautstark an unseren Gesprächen.

 

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Nashörner haben ausser dem Menschen fast keine Feinde. Nur gelegentlich attackieren Löwen ein Spitzmaulnashorn. Die deutlich grösseren und auch helleren Breitmaulnashörner werden von allen Tieren in Ruhe gelassen.

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Traurig aber wahr, in freier Natur gibt es fast keine Rhinos mehr, werden sie doch wegen ihres Horns brutal gejagt und getötet. Die Hörner gelten als grosses Potenz-Mittel und werden für viel Geld nach China verkauft.

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Die letzten faszinierenden Riesen wurden 1993 in den Chobe NP und in das Khama Rhino Sanctuary umgesiedelt und gedeihen ohne den Feind Mensch prächtig. Über 60 Tiere leben in der 4300 ha grossen Khama Schutzzone – 23 Tiere zählen wir auf unserer Pirschfahrt.

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Was hat sich der Schöpfer nur gedacht als er diesen Tieren die Form und den Körper schenkte? Eine träge Masse schleppt sich durch die Steppe mit viel zu kurzen Beinen, mit viel zu dickem Bauch, mir einer Kopfform die an Quasimodo erinnert, mit Hörnern die das Haupt in den Grund zu stampfen scheinen und einem Buckel, der die Schwere des Lebens erahnen lässt.

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Das Community Projekt schützt die Tiere durch die hier stationierte Botswana Defence Force 24 Stunden und gewährleistet somit den Fortbestand dieser Kolosse.

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Die Nashörner teilen sich das Schutzgebiet mit vielen anderen Tieren.  Am Wasserloch trinken friedlich an die 60 Geier, Zebras, Giraffen, Warzenschweinen und div. Antilopenarten nebeneinander.

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Lodernde Lagerfeuer spenden Wärme in den frühen Abendstunden und zaubern Blauring- und Pfadfindergefühle in die kalte Nacht.

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Franzistown ist die zweitgrösste Stadt (Gabarone ist die Hauptstadt) von Botswana. Wir sehen junge, moderne Frauen und Männer, viele Shoppingcenter, Restaurants, Garagen usw. Schnell einkaufen und nichts wie weg!

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Fazit der Woche: Was der Mensch nicht alles macht für Geld! 

 

 

 

 

24.-31.5.2021 ..soo härzig

Nach 8 Wochen mit Beatrice und Sandro und nahtlos übergehenden 10 Tagen mit Tanja und Marcel fahren wir heute alleine Richtung Makgadikgadi NP am Boteti Fluss.

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Bei den „Beef Boys“ füllen wir unser Gefrierfach mit Filets sowie Hackfleisch und beigen „Wurschti“ in den Kühlschrank. “Beef Boys”, was für ein gelungener Name für eine Metzgerei.

Wir denken nicht an die Veterinärzäune, die zur Trennung von Nutztieren, mit und ohne Krankheiten, eingerichtet wurden. Sie sind vor allem in Namibia, Botswana aber auch Zimbabwe zu finden und werden umgangssprachlich als „rote Linie“ bezeichnet. Der Transport von Fleisch und Milchprodukten über diese Linie ist strikte untersagt.

Wir werden angehalten und Beamte wollen unseren Fridge sehen – Scheisse – jetzt sind wir unser Fleisch los!

Inzwischen habe ich es faustdick hinter den Ohren und kurzerhand erkläre ich dem Kontrolleur, dass wir Vegetarier sind. Ich bitte ihn rein, öffne meinen Gemüseschrank und tische ihm Kartoffeln, Tomaten, Zwiebeln, Melonen, Peperoni, Kohl, Rande, usw. unter die Nase, bis er kleinlaut fragt, wo denn der Kühlschrank sei? (Ist er nicht super versteckt hinter mir und der Türe?)

„Leider haben wir keinen,“ oder ob er einen sähe? Ich öffne ihm noch die Toilettentür zur Bestätigung und letztendlich werden wir durchgewinkt. Glück gehabt.

Die Makgadikgadi (sprich Machadichadi) Pfannen haben eine Fläche von ganz Belgien und sind somit die grössten Salzpfannen der Welt. Einen winzigen Teil davon bei der Sowa Pfanne (Kubu Island und Nata Bird Sanctuary) haben wir schon gesehen.

Vom Boteti Fluss sehen wir zu Beginn nicht viel. Doch dann müssen wir ihn mit Hilfe eines Pontoons überqueren um in den NP zu gelangen.

Wir trauen der Sache zuerst nicht recht, doch dann geben wir uns einen Schubs und wir sind auf der Fähre.

In einem NP ohne Zaun zu übernachten ist genial. Der Duft, die Ruhe, die Erwartung – einfach fantastisch.

Dem Boteti River entlang Richtung Hippo Pool haben wir grosses Game-Glück. Wir sehen sehr viele Tiere, teils ganz nahe. Wir staunen immer wieder wie gut sich unser Sprinter samt Fahrer durch den Sand wühlt.

Im Nxai NP hält das Tierglück an. Wir bekommen sogar Elefantenbesuch auf unserem Camp. Die Atmung wird flach, das Herz pocht, der Körper bewegt sich keinen Millimeter wenn so ein 4 Tonnen schwerer Koloss wenige Meter neben unseren Stühlen vorbei marschiert.

Die Sonnenuntergänge in Afrika sind einfach einmalig und für uns fast schon Alltag. Wenn eine Giraffe die Abendstimmung geniesst, sind sie noch viel schöner.

Eine so junge und kleine Giraffe haben wir noch nie so nahe gesehen.

Den „jööö so härzig“ Effekt können nur noch die Erdmännchen topen.

jööööö……

soooooo…..

härzig….

Noch nie haben wir diese kleinen Schnugiputzes in Natura gesehen. Dafür lohnt es sich, um 5 Uhr früh aufzustehen.

Wir sind hin und weg und können uns nicht satt sehen….

Ein Abstecher zur Ntwetwe Salzpfanne rundet die „jööö Woche“ ab …

…und glücklich gönnen wir uns einen Mittagsschlaf. Apropos Schlaf, falls ihr euch unser Reisen als lockeres und entspanntes dolce fa niente Leben vorstellt – dem ist nicht immer so! (Manchmal schon)

Sind wir zB. mehrere Tage in Nationalparks, schrillt der Wecker immer um 05.30 Uhr weil dann die meisten Tiere unterwegs sind.

Und weil der Moment so einzigartig war….

Falls ihr euch wundert über unsere Kappen? Wir haben wieder saukalt in der Nacht und am Morgen, ca. 6 Grad. Der kälteste Monat kommt noch, der Juni.

 

Fazit der Woche: Das Jööööö…. gilt nur für die Tiere😃😃!

 

 

 

 

17.-24.5.2021 die Entscheidung

Wir treffen in Maun Tanja und Marcel aus der CH wieder. Mit ihnen waren wir in Namibia schon über 1 Woche unterwegs und knüpfen da an, wo wir vor 4 Monaten aufgehört haben. Tratschen, planen, verabreden, lachen, austauschen, technische Probleme lösen usw.
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Marcel hilft uns, das inReach von Garmin zu installieren. Es ist ein kleines Notfallgerät das in netzfreien und verlassenen Gegenden SMS und SOS Signale zulässt. Zusätzlich funktioniert es als Trucker, so dass unsere Familien uns per GPS verfolgen können.
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Die Landesgrenze für Touristen nach Zimbabwe ist immer noch geschlossen. Fliegt der Besucher ein, ist die Grenze offen. Wir bekommen die Adresse von Katharina und Frederic vom „Departement of Immigrationen“ in Harare und schreiben ein Bittgesuch.

Freude herrscht als wir innert wenigen Stunden eine schriftliche Bestätigung erhalten, dass wir in Zimbabwe auf dem Landweg willkommen sind.
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Strickte Regeln müssen eingehalten werden für eine Einreise ins ehemalige Rhodesien. Wir kaufen einen 2.5 Liter Feuerlöscher, rote, gelbe und weisse Reflektoren müssen hinten, auf der Seite und vorne am Bänzli angebracht werden, 2 gelbe Sicherheitswesten werden hervorgekramt und die 2 vorgeschriebenen Pannendreiecke müssen auch auf der Rückseite mit Reflektoren geklebt sein.

Vorerst sind wir aber noch in Botswana. Wir buchen eine Mokoro Fahrt ab dem Dorf Boro.

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Im oft nur 50 cm flachen Okavangodelta werden Mokoros mit einer Stange vom Flussbett langsam abgestossen und so fortbewegt. Leise gleiten wir durch das Nass.

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Wo die Mokoros traditionell zum Fischen eingesetzt werden sind sie Heute eine typische Touristenattraktion der Region.

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Die Mokoros werden von den Bewohnern der Okavangodelta-Region hauptsächlich aus dem Stamm des Leberwurstbaumes gefertigt und haben eine Lebensdauer von etwa einem Jahr bevor sie undicht werden.

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Moderne Mokoros werden heute aus Glasfaserkunststoff gefertigt, um das Abholzen der großen Bäume zu verhindern.

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Die 3 stündige meditative Fahrt ist sehr beruhigend und was vom Helikopter aus als Grünfläche erscheint, entpuppt sich als Feuchtgebiet.

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Hunderte und aberhunderte von Wasserlilien begleiten uns, die Fahrt ist eine Augenpracht.

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Wir erleben das Weltkulturerbe „Delta „ aus einer weiteren Sicht. Der „Glögglifrosch“ hebt das Quacken auf für die Dämmerstunde. Das Nass-Gebiet ist riesig.

Zurück in Maun entscheiden wir, über das Pfingstwochenende zu bleiben. Die Südafrikaner dürfen wieder reisen und überfallen an langen Wochenenden Botswana in Gruppen mit Auto und Trailer.
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Wir möchten den Nxai NP ruhiger erleben. Auch wenn wir mehrere Tage in einem Camp stehen ist es uns nie langweilig, es gibt immer etwas zu tun sei es am Auto, im Haushalt oder an der Technik.

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Unsere kreative Ader setzen wir immer wieder beim Flicken des Moskitonetzes ein (Copyright by Sandro Joss.) Bald ist es nur noch rot und vom Netz ist nichts mehr zu sehen. Ich habe noch über 1 Meter Ersatzstoff!

Wir sind froh, dass die Entscheidung gefallen ist, nach Zimbabwe einreisen zu dürfen.

 

 

Fazit der Woche: ruhig 

 

10.-17.5.2021 Abschied

Das Okavango Delta dehnt sich über 250 km bis zur Grenze aus. Seine größte Ausdehnung erreicht der Okavango im Moremi Wild Reservat. Damit ist das OkavangoDelta das grösste Binnendelta der Welt.

Will Frau und Mann die Grösse des Deltas wirklich überschauen und begreifen, nimmt man am besten den Helikopter.

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Was für ein eindrückliches Erlebnis. Der Senic Flug dauert 45 Minuten.
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Aus der Vogelsicht begeistert die Nass- und Sumpflandschaft und die Tiere sind verschwindend klein, selbst die Elefanten. Einmal mehr wird mir bewusst, dass die Landschaft sowie das Leben, betrachtet aus anderen Perspektiven, völlig anders betrachtet werden kann.
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Unser Pilot Philipp weiss viel über das Okavango Delta zu erzählen. Fast wünscht man sich, ein Vogel zu sein.
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Dieses Erlebnis wird für immer in unseren Herzen bleiben.

Dann kommt er, der tränenreiche Abschied von Beatrice und Sandro. Sie fahren heute über die Grenze zurück nach Namibia.
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Wir hatten eine tolle Zeit zusammen mit schönen Erlebnisse , vielen wilden Campingplätzen, gutem Essen, vielen Dog Spielen und etlichen gemeinsam gefahrenen Kilometern. Der Gesprächsstoff ging uns nie aus und stockte es mal, haben wir einfach mit unseren Geschichten von vorne begonnen.
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Gute Fahrt ihr Beiden und auf Wiedersehen!

 

Fazit der Woche: Abschied schmerzt immer! 

 

 

3. – 10.5.2021 auf in die Wildnis

 

Grosse  Namen

Chobe, Savuti, Moremi und Okavango sind Namen weltbekannter Nationalparks und Deltas im nördlichen Teil von Botswana. Grosse Namen verpflichten!

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Es ist fast wie eine Therapie  – der Internet-Entzug. Zuerst schweifen die Augen immer wieder auf das iPhone Display – doch nach wenigen Tagen ist es wie eine Befreiung und schön, braucht man das „Ding“ nur noch für Fotos und Timer für das Brot backen.

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Mwandi View und Thobolo’s Camp möchte ich ausnahmsweise namentlich erwähnen weil beide äusserst sauber, gepflegt und die Besitzer hilfsbereit und sehr nett sind.

Im Thobolo‘s Camp, das ausserhalb des Savuti NP liegt, können wir während dem DOG spielen Tiere beobachten.

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Ein alter Elefantenbulle bestäubt sich mit Sand, eine Büffelherde galoppiert zum Wasserloch, Impalas, Warzenschweine, Gnus und Zebras gehören schon selbstverständlich zum Tagesbild und diverse Vögel zwitschern uns die Ohren voll. Was das allerschönste ist? Kein Elektrozaun um den Platz so dass das Herz ob der Möglichkeit, dass „Game“ ums Auto schleichen könnte, immer erhöht pocht. Hier lernen wir Dieta und Jürgen kennen, zwei deutsche Lehrer im Sabbatical. Zu sechst rollen wir weiter Richtung Savuti.

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Savuti heisst das Gebiet des südlichen Chobe NP. Eine hohe Tierpopulation sei garantiert. Der einzige Campingplatz im Park kostet flotte USD 50 pP pro Nacht. Wer jetzt ein Exklusiv Camp erwartet irrt. Hier bezahlt der Übersee Gast für die Exklusivität, im Park zu übernachten. Ein Bluff muss her und so mutieren wir innert Sekunden zu Südafrikanern die genau die Hälfte bezahlen. Notlügen erlaubt oder? Hier treffen wir Katharina und Frederic wieder und die Beiden machen mega leckere Pizza für uns.
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Der Savuti ist eine Riesenenttäuschung für uns alle. Der Park wirkt leicht überstrapaziert durch laute Gruppenreisende, Tiere sehen wir sehr wenige da es immer noch Wasser überall gibt und landschaftlich ist er so unattraktiv, dass ich zum ersten Mal beim Verlassen die Nase voll habe vom Fahren, Suchen nach Tieren und holprigen, sandigen Pisten.

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Doch meine Nase schnüffelt bereits am nächsten Abend wieder Game Vergnügen und Lust auf mehr als wir am Fluss Khwai stehen und entlang fahren. Landschaftlich traumhaft, mit Wasser, Lilien, verschiedenen Pflanzen und Bäumen und vielen grossen und kleinen Tieren.

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Das Moremi Game Reserve gilt heute als eines der schönsten Naturlandschaften Afrikas. Das war nicht immer so. Ende des 19. Jahrhunderts raffte eine Rinderpest sowie die Maul und Klauenseuche fast alle Tiere hin. Bis in die 1960 Jahre wurde gewildert so dass sich die Tierbestände nicht erholten. Auf Initiative der Witwe des Chiefs Moremi wurde das Gebiet 1963 als Naturschutz deklariert.

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Der Park ist geprägt durch Mopane Wälder, Dorn- und Buschsawanne, Flussläufe, idyllischen Lagunen sowie Inseln in einsamen Wasserflächen. Erst seit kurzem wieder geöffnet sind immer noch die meisten Teile sumpfig und nass, für Autos nicht passierbar. Trotzdem wollen wir zur Xakanaxa Region. Ein Leopard beobachtet uns aus der Ferne, schöne Lagerfeuer mit gutem Essen, Tierbeobachtung, weiteren Dog Spielen (Frauen sind am verlieren) und satten grüner Schilfgürteln veranlassen uns, 1 Nacht zu verlängern. Eine Abendschifffahrt rundet das schöne Erlebnis Moremi ab.

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Es darf auch mal erwähnt werden, dass Beatrice und die Schreiberin ein echt gutes Küchenteam sind. Täglich zaubern wir mit wenig Möglichkeiten ein leckeres Menü auf den mit Tuch, Servietten und Laterne bedeckten Tisch und morgens wird selbst gebackenes Brot serviert.

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Da dürfen die Füsse schon schmutzig werden. Man verwildert immer wieder im Busch!

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Sattelstorch

Unsere Ess- und Trinkreserven gehen zu Ende, die Ferientage von Beatrice und Sandro auch und so bleibt uns nichts anderes übrig, als nach Maun zu fahren.

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Maun gilt als Safari Hauptstadt an der kein Reisender vorbei kommt. Selbstfahrer wie wir füllen nach langer Buschfahrt Proviant auf, Touroperator buhlen um Klienten, Flüge werden über das Okawango Delta angeboten und nach längerer Katzenwäsche werden die Ohren auch auf der Rückseite wieder geschrubbt.

 

 

Fazit der Woche: Grosse Namen halten das Versprechen nicht immer. 

 

26.4.2021 – 03.05.2021, viel Aufregung

Über die Ntwetwe Salzpfanne planen wir durch schöne Landschaft nach Gweta zu fahren. Die Strasse sei sehr schlecht (das sind wir uns gewohnt) von 6 Overlander hätten 3 wieder umgekehrt (wirklich?) zwei davon seien 2 Tage im Matsch stecken geblieben (das wollen wir nicht). Also auf direktem Weg  nach Mabole.

Wir kommen 80 km weiter östlich an die Hauptstrasse Maun – Nata und so ändern wir unsere grob geplante Route.

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Das Nata Bird Sanctuary ist ein geschütztes, 230 km2 grosses Paradies für Vögel, vor allem für Flamingos. Da die riesige Suwa Salzpfanne immer noch bis zu 1.5 Meter tiefes Wasser führt, sind die Tiere verspätet. Trotzdem entscheiden wir, ein Gamedrive zu buchen.

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Und wie sich die Pirschfahrt um 6 Uhr früh lohnt. Im Westen geht der Vollmond unter, im Osten guckt die Sonne, Gnu Herden spielen übermütig „Stier“ und Schakale geniessen die Morgenfrische.

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Die Pfanne beeindruckt durch ihre Weite und wir beobachten einige Vögel. Plötzlich sehen wir einen Schwarm in der Ferne. Haben wir Glück – es ist die erste Migration von Flamingos, die zum Brüten von Walvis Bay in Namibia zum Sanctuary fliegen.
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Chobe Riverside wird angepeilt. Unterwegs gönnen wir uns 1 Tag Ruhe mit Tierbeobachtung am campeigenen Wasserloch. Einfach immer wieder schön die Elefanten so nahe zu beobachten.

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Der 30. April hat es in sich. Meine 3 jährige Schaufelkrone, die immerhin CHF 3400 gekostet hat, fällt einfach so raus. Weiter wird unsere Hausbatterie so heiss, dass der Boden im Heck Brandspuren aufweist.

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Eine Zelle scheint defekt zu sein. Die Batterie muss ersetzt werden. Wir haben 20 Tage Schwefeldämpfe eingeatmet und Glück, das nicht mehr passiert ist.

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Alles dauert in Afrika länger, alles braucht Zeit, viel Zeit. So verbringen wir Stunden über Stunden bei der Mario Garage, dazwischen lasse ich mir den Zahn wieder einzementieren und hoffe, dass er wieder eine Weile hält.

Wir verwöhnen unser komplett zerkratztes Bänzli mit einer Politur und freuen uns über den neuen Glanz.

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Wir scheinen ein kleines Tief zu haben im Moment. Vieles läuft schief, (vor allem mit dem Auto) ich habe das Abdeckungsglas vom Kochherd schon wieder geschlissen und viele Kleinigkeiten laufen nicht ganz rund. Ich rufe unseren Glücksstern auf und bitte ihn, uns wieder zu begleiten.

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Sorghum Felder auf unserer Fahrt

Warzenschwein Besuch 

Ein Game Drive entlang der Chobe River Front  und eine Flussfahrt runden die Blog Woche ab.

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Der König, der Löwe

Buschbock

von Sandro fotografiert

süsser Camping Besuch

Der Chobe-Nationalpark wurde 1967 als erster Nationalpark des Landes kurz nach dessen Unabhängigkeit gegründet.

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Chobe ist besonders für seine großen Elefantenherden bekannt. Im Jahr 2009 ergab eine offizielle Zählung rund 12‘000 Tiere. Der Park ist nach dem Fluss Chobe benannt dessen Quelle in Angola liegt.

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Die Bootstour ist schön wie ein afrikanischer Sternenhimmel und wir gönnen uns noch beglückt von den schönen Bildern ein Nachtessen im Restaurant.

 

Fazit der Woche: Aufregung kann positiv und negativ sein.

 

 

 

 

 

 

19.-26.04.2021 Doppel F

Über die Grenze Buitepot reisen wir locker in sehr kurzer Zeit nach Botswana ein. Im Reiseführer ist zu lesen, dass keine Fleisch- und Milchprodukte eingeführt werden dürfen. So verstecken wir alles feinsäuberlich, um unser Filet und Co. einzuschmuggeln. Kein Zöllner interessiert sich für unserern Kühlschrank! Glück gehabt!

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Das Land empfängt uns hier wohl nicht von der schönsten Seite. Durch Busch- und Herdenland in eher langweiligen 220 Asphaltkilometern versorgen wir uns in Ghanzi. Banken, grosse Supermärkte, Orange für SIM und Gigas, Parkbüros (DWNP, Department of Wildlife National Parks) – alles ist vorhanden.

Was in Botswana als Erstes auffällt: Es liegt mehr Müll, es wird gebettelt, wir sind wieder in Schwarzafrika, es gibt strickte Covid Regeln.

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Die Kalahari bedeckt ca. 1 Million km2 des südlichen Afrikas. Die Besiedlung ist sehr dünn, die Wildtiere werden so gut es geht geschützt. Der grösste Teil der Kalahari gehört zu Botswana.

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Das Central Kalahari Game Reserve (CKGR, 51’800 km2) soll die grösste Herausforderung für Selbstfahrer sein. Auf jeden Fall ist ein Allradfahrzeug nötig, um in das raue Gebiet vorzudringen. Vom Tsau Gate aus erleben wir die unendliche Grösse der Kalahari und zum ersten Mal kann ich mir vorstellen, dass die Weite einen Sprinter verschlucken kann.

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Wir fahren zu sechst, Katharina und Frederic, die wir schon oft getroffen und lieb gewonnen haben, fahren mit uns. Die Piste ist eng, teils sandig und die Dornbuschsavanne kratzt an unserem Autolack. Wir kommen langsam voran, nicht soweit wie geplant. Mitten in der Wildnis gibt es ein Lagerfeuer und ich könnte mir keinen schöneren Platz vorstellen, um meine Pensionierung zu feiern.

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Frederic beschert uns ein Lagerfeuer

 

Katharina und Frederic tauchen noch weiter in den Süden ein und so erleben wir zu viert eine weitere Fahrt durch faszinierende, einsame Flächen, Salzpfannen, ausgetrocknete Flussbetten und Savanne. Wir durchqueren die CKGR von West nach Ost. Alles muss mitgeführt werden, es gibt Null Infrastruktur im Park – definitiv nichts für Afrika Anfänger.

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Wir übernachten ohne Schutz eines Zauns inmitten der Wildtiere und hoffen auf Löwenbesuch oder zumindest auf deren Gebrüll.

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Im Park leben Giraffen, Schakale, Dachse, Mangusten, braune Hyänen, Wildschweine, Leoparden, Löwen, verschiedene Antilopenarten, Buschhörnchen, div. Schlangen, sehr viele Sing- und Greifvögel, schwarzmähnige Kalahari Löwen und viele mehr.

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Die einstige Heimat der San, der ersten Bewohner des südlichen Afrikas, ist keine wirkliche Touristenregion. Zu gross ist die Fläche, zu weit die Distanzen, zu offen und ungesäumt der Lebensbereich der Tiere, zu unzugänglich und sandig die Autospuren und so wundert es nicht, dass wir fast keine anderen Fahrer und wenig Tiere sehen.

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Dafür entschädig ein einmaliges Wilderlebnis, kribbeln im Bauch, lauschen auf Tiergeräusche und traumhafte Buschcamps die Durchquerung. Auf der ganzen Afrika Reise hatte ich dieses Gefühl von Winzigkeit und Verlorenheit noch nie.

Die Sunday Pfanne hat ein Wasserloch. Auf der Morgenpirsch ist uns das Glück hold, wir sehen eine Leopardenfamilie mit 4 Jungtieren und 2 Geparden. Trotzdem entscheiden wir, 2 Tage früher als geplant und gebucht das CKGR zu verlassen. Der Park schafft es nicht in die Top 15 Liste von bereits 25 besuchten NP in Afrika.

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In der südwestlichen Ecke der Sowa Pfanne erhebt sich die „Insel“ etwa 20 m über dem Pfannenboden. Auf Kubu Island wachsen gigantische Baobab Bäume. Zusammen mit der weissen Salzfläche wirkt die Landschaft fast surreal.

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Da die Pfannen seit kurzem trocken sind, wagen Werni und ich eine 10 km lange Fahrt durch die Pfanne zum Camp – jubii das macht Spass!

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Das Gebiet war vor 1500 Jahren noch besiedelt. Zeugnis davon sind legendär aufgeschichtete Steinmauern die an eine verlorene Stadt erinnern.

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Kubu Island ist für uns ein echtes Erlebnis. Kitschig erleben wir die Sonnenuntergänge und die Nachtwanderung bei Vollmond ist – ich finde gerade keine Worte dafür – sooo mega, hammer, verreckt, huärrä-, super- und usinnig schön!

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Ein wilder Ritt durch die Pfanne zum Hochzeitstag. 

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Dank Tina lassen wir nachts auf der Pfanne die seit 2 Jahren mitgeführten Laternen steigen und das exakt an unserem 40. Hochzeitstag.

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Romantischer geht nicht! Dann noch ein gemütliches, fast nicht enden wollendes Lagerfeuer mit viel lachen und Geschichten erzählen. Und vorbei ist er der spezielle Tag!
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Fazit der Woche: doppelt gefeiert hält besser!

 

 

12.-19.04.2021 Bäume, Stadt und Unfall


Wir finden ein Stück „Route 66“ in der Nähe des Fish River Canyon. 
Aus einem alten Farmhaus wurde vor 15 Jahren ein Gästehaus gebaut.
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Da kein Investitionsgeld übrig war, kamen die Manager auf die Idee, ihrer lokalen Kundschaft Freibier gegen Schrott anzubieten und dies war die Geburtsstunde des Roadhouses.

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Am sehr touristischen Köcherbaumwald fahren wir vorbei und übernachten lieber in Mesosaurus inmitten der Bäume. Das Buschcamp verbreitet Magie.

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Die Seidelweber wohnen in der nächsten Akazie, die Sonne zaubert am Abend und Morgen Rottöne in den Wald, der Sternenhimmel kann fast berührt werden und die Ruhe lässt alle Zellen aufatmen.

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Der Köcherbaum, auf africaans Kokerboom, sieht zwar aus wie ein Baum, gehört jedoch zur Familie der Aloen. Über 5000 Köcher stehen in Mesosaurus und als Krönung macht der Besitzer noch eine fossile Führung zu über 250 Millionen alten Versteinerungen mit uns.

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Die rotsandige Kalahari im Osten des Landes liegt auf über 1000 Meter ü.M. Die Kalahari ist das zweite Trockengebiet Namibias, topfeben, normalerweise Savanne. Des vielen Regens wegen erleben wir die Kalahari grün, rote Dünen leuchten aus dem Gras und wir entdecken sogar Blumen.

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Der Trockenverlauf des Auob Flusses ist jetzt mit einem saftigen Grün bedeckt das an einen Fussballrasen erinnert, und wir stehen inmitten der roten Dünen für die Nacht.

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Giraffen, Kudus, Sprungböcke und Elands sind noch das i-Pünktchen. Wow! Wie wir diese Freiheit des Lebens geniessen.

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Wieder in Windhoek gilt es einmal mehr Admin zu erledigen. Termine sind vereinbart mit Path Care (für Covid Test) und Mercedes Garage (die Stossdämpfer werden nach nur 3 Wochen auf Garantie ersetzt). Für einmal ist ein negatives Resultat sehr positiv und wir bekommen alle Vier ein negativ positives Resultat. Botswana wir kommen!

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Ein weiteres gemütliches Nachtessen in CH Runde! 

Kurz vor der Wegfahrt aus Windhoek passiert ein Malheur! Sandro schneidet sich mit einem Messer in die Hand, die Wunde muss genäht werden.

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Mit einem dicken Verband fahren wir nach Gobabis Richtung Grenze zu Botswana.
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NAMIBIA:

Landschaftlich abwechslungsreich, einsam, Meer, Sand, Berge, Dämme, Wüste, Tiere, Blumen – echt beeindruckend! Versorgung wie in Europa, es wird gegrillt was das Zeug hält, die Freundlichkeit lässt manchmal zu wünschen übrig, ein eher touristenmüdes Land, Schwarzafrika fehlt. Schöne Campingplätze, NP zu vernünftigen Preisen – leider fast alle eingezäunt mit teils künstlichen Wasserlöchern.

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Unsere gefahrene Route in 4 Monaten Namibia!

 

 

Fazit der Woche: Unfälle passieren immer dumm!