01.-08.02.2021 Schnuppern

Die Grenzstadt Ruacana macht uns Herzklopfen. Im April 2022 wollen wir an dieser Stelle die Grenze zu Angola passieren und unsere Heimreise der Westküste Afrikas entlang antreten. Wir schnuppern Angola Luft!
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Die Strasse dem Fluss Kunene entlang zum Epupa Wasserfall bietet immer wieder malerische Ausblicke auf den Fluss und die Berge. Was für eine schöne Fahrt! Wir nehmen unsere alte Tradition wieder auf und nehmen Anhalter mit. Wir schnuppern zum ersten Mal an den traditionellen Teilnomaden, den Himba.

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5 Himba mit all ihren Habseligkeiten laden und platzieren wir über 45 km. Dafür darf ich Fotos schiessen. Wie unser Freilichtmuseum Ballenberg gibt es hier „lebende Himbamuseen“. Wir transportieren das lebende ReMo-Museum mit Geschmack und Ton.

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Der Schmuck der jungen Frau ist sehr üppig, symbolträchtig und schön. Man kann z. B. an der Beintracht erkennen, wie viele Kinder eine Himba-Frau hat. Mütter tragen braune Halsbänder, junge Frauen weisse usw.

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Die Himba besitzen nicht viel, nur soviel, wie sie tragen können. Teilweise sind sie heute noch Nomaden. Seit die Regierung Namibias über die Himba bestimmt, sie eher als Halbwilde als als Gesprächspartner ansehen, seit die Dorfältesten nicht mehr viel zu sagen haben und seit Touristen wie wir Geld an sie bezahlen, um ihre Dörfer zu besuchen, sind viele von ihnen dem Palmschnapps verfallen.

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Im Kaokoland lebt Tradition und Moderne auf engem Raum. Dass es noch so ursteiniges Leben in einem sonst so modernen Land wie Namibia gibt, ist schwer zu glauben. Die Zukunft der Himba ist ungewiss.

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Sie müssen ihre Kultur und Natur weiter leben und bewahren, sie müssen aber auch eingebunden werden am Verdienst des Tourismus und sie müssen geschult werden. Gelingt das nicht, landen sie wie bereits viele von ihnen in Wellblechhütten in Opuwo, der nächsten Stadt und verlieren jeglichen Sinn des Lebens.

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Geschätzt werden noch ca. 7000 Himba. Sie leben auch heute noch, vergleichsweise unberührt von der europäischen Zivilisation, viele ohne Personalausweis und Urkunde.
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Wohlhabend im herkömmlichen Sinn war dieser Bantu-Stamm nie, dennoch empfinden sich Himba als vermögend, wenn sie eine große Viehherde besitzen.
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Eine moderne Himba Frau 
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Vor rund 100 Jahren wurden die Himba von kriegerischen Nama überfallen und ausgeraubt. Sie mussten bei den Nachbarn um Almosen bitten und wurden daher „Himba“ genannt, was Bettler bedeutet.

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Wir sehen uns noch die Epupa Fälle an die zur Zeit unspektakulär sind und vermissen Will Smith haarscharf, der hier eine Doku über Namibia dreht.

Die Wochenveröffentlichum kommt früher, da wir ab heute Donnerstag an der Einsamkeit ohne WiFi und Telefon schnuppern werden.

 

Fazit der Woche: Soviel Fremdes und ungewohntes. 

 

 

3 Kommentare zu „01.-08.02.2021 Schnuppern

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