08.-15.3.2021, dem Himmel so nah


Im Namib Naukluft Park kann eine eindrückliche Kulisse aus rotem Sand und Dünen besucht werden.

.

.

Der Tsauchab Fluss führt dieses Jahr Wasser. Bei Sossusvlei wird der Fluss durch die Dünenbarriere gestoppt und bildet jetzt einen See. Die lebensfeindliche Wüste trifft auf lebensspendendes Wasser.

.

.

Ein grandioser Anblick, der sich nur nach heftigen Regenfällen bietet.

Es ist warm, um die 36 Grad, der Wind bläst um die Ohren wie ein Haartrockner auf Stufe heiss. Um die Düne Big Daddy bei vernünftiger Temperatur zu besteigen, schrillt der Wecker um 04.30 Uhr.


.

Diese Region ist sehr touristisch. Wo vor Covid 1000ende von Besuchern täglich Fotos knipsen, stehen am Morgen gerade mal 4 Autos auf dem Parkplatz. Für uns toll – für die Reisebranche eine Katastrophe.

.

.

60 km Asphaltstrasse führt vom Eingangstor in Sesriem nach Sossusvlei. 350 Höhenmeter bis zum Dünen-Gipfel des Big Daddy’s, dass schaffen wir sicher locker, ….denken wir.

.

.

Dem ist nicht so! Den Kamm entlang kraxeln wir Schritt für Schritt hoch, manchmal auf allen vieren, es ist steil, auch ohne Sonne schon warm, rutschig und sehr anstrengend. 2 Stunden und viele Atempausen später erreichen wir den Gipfel. Die Aussicht ist fantastisch.

.

.

Kindliche Freude kommt auf beim Runterrennen der steilen Düne.

.

.

In nur 10 Minuten sind wir unten im Dead Vlei. Die ausgetrocknete Salzpfanne ist bekannt für seine toten Kameldornbäume.

.


.

Das sind Bilder, die alle Namibia Liebhaber kennen.

.

.

.

Wir vergleichen den Erg Chebbi und Chigaga in Marokko mit Sosussvlei und kommen einstimmig zum selben Resultat – die Wüste und Dünenlandschaft hier ist noch schöner!

.

.

2021 ist für uns ein Jubiläumsjahr, wir sind 40 Jahre verheiratet. Das soll gebührend gefeiert werden und so starten wir mit einem Ballonflug über die fantastische Landschaft des Naukluft Parks.

.

Ballon runder, komm herunter,

möchte mit dir fliegen weit,

fliegen über Tal und Hügel,

in die blaue Ewigkeit.

Möchte fliegen zu den Wolken,

und die Sterne grüssen dort,

bei dem Mond ein Stündchen weilen,

und dann wieder weiter eilen…..

….fliegen immer-, immerfort!
.

.

Wir denken an unsere Lieben und Freunde im Himmel.

.

.

Der Feenkreis (Fary Circle) ist ein Phänomen das wir vom Flug aus gut beobachten können. Die Kreise sind vegetationslose, grob kreisförmige Kahlstellen inmitten von Grasfläche.

.

.

Nach vielen Forschungsjahren ist sich die Wissenschaft nicht einig, wie und warum die Kreise entstehen. Eine Theorie sind Sandtermiten – eine weitere die giftige Euphorbia Damarana Pflanze.

.

.

Auch der Sesriem Canyon führt Wasser. Wo normalerweise in 30 Meter Tiefe die Schlucht durchwandert werden kann, packen wir die Badehosen aus und schwimmen. Der Name Sesriem bezieht sich auf 6 Ochsenleder-Riemen, die aneinander gebunden werden mussten, um Wasser aus dem Canyon zu schöpfen.

.

.

Wir passieren den Wendekeis des Steinbocks am Gaub Canyon nördlich von Solitaire.

.

.

Der Kuiseb Canyon zählt weiter zu einem meiner persönlichen Höhepunkte. Ein Labyrinth aus Trockenflüssen und Tälern zaubert eine traumhafte Landschaft in herrlichsten Naturfarben. In dieser Region liegt das erste Versteck der beiden deutschen Geologen Henno Martin und Hermann Korn mit Hund Otto.

.

,

Um der Internierung im 2. Weltkrieg zu entgehen, verstecken sie sich 2 1/2 Jahre unter einfachsten Bedingungen im Kuiseb Canyon. Im Buch „Wenn es Krieg gibt, gehen wir in die Wüste“ beschreiben sie ihre Erlebnisse.

In Swakopmund lassen wir Elisabeth und Hansueli schweren Herzens ziehen. Es waren so schöne Tage mit euch. Bon Voyage und auf Wiedersehen!

.

.

Swakopmund – was soll ich dazu sagen? Ein sauberes, überschaubares Städtchen wo die Allgemeine Zeitung auf deutsch gelesen wird. Es gibt alte Kolonialgebäude wie die alte Post, der Bahnhof, die Ritterburg und viele mehr.

.

.

Restaurants tragen Namen wie „zur Kupferpfanne“ und „Brauhaus“….,

.

.

….es gibt die Buchhandlung Muschel mit deutschen Büchern…..

.

.

….und einfach alles, was sich das europäische Herz wünscht. Nett, sauber, interessant, es gibt nichts zu meckern! Es ist einfach nicht Afrika, wie wir es bis anhin kennen und lieben gelernt haben.

.

.

Nebst den Big- und Ugly Five gibt es auch die Desert Animals zu entdecken. Mit Chris, einem kundigen Wüstenliebhaber, machen wir uns auf die Suche der kleinen Lebewesen. Der filigrane Palmato Gecko ist eine echte Schönheit – wir sind entzückt! 

.

.
Der Winzling wirkt fast durchsichtig, seine Blutgefässe schimmern durch die Transparenz.

.

Es braucht gute Augen um die Zwergpuffotter zu entdecken. Nur ihre Augen halten Ausschau nach Beute. Der Rest der Schlange ist eingesandet.
.

.

Die Spinne Tanzende Weisse Lady und Skorpione sehen wir nicht. Klopfkäfer sind wenig unterwegs, die Schaufelnaseneidechse ist schwer zu fotografieren.
.

.
Fast wollen wir aufgeben als wir noch das Amaqua Kamäleon entdecken. Es verfärbt sich innert Minuten zur Hitze-Regulation, Tarnung und als Paarungszeichen.

.

.

Die Wüste lebt und dank Chris werden wir künftig die Zeichen, Spuren und Tiere der Namib besser lesen und verstehen.
.

.

Wir geniessen Gespräche, Essen, Wohnmobilbesichtigung, Routenvorschläge und Reiseerfahrungen mit Maggi, Ralf, Ingrit und Ruedi. Muss ich erwähnen, dass alles Schweizer sind ?😀.

.

 

 

Fazit der Woche: Vollgepackt mit Höhepunkten 

 

 

 

3 Kommentare zu „08.-15.3.2021, dem Himmel so nah

  1. Gratulieren!!! 40 Jahre zusammen, nicht allen ist es vergönnt und dann noch mit viel Harmonie, viel schönes zusammen erleben dürfen, ich wünsch euch weitere gesunde wunderbare gemeinsame Jahre 🍀

    Eindrückliche Fotos, es steckt soviel mehr hinter dem einfachen Wort „Wüste“. Immer schön eure Erlebnisse mit euch zu teilen, auch wenn weit entfernt und bei uns grau und kalt. Die wahren Abenteuer beginnen im Kopf und wenn die Bilder dazu geliefert werden……
    Weiterhin Glück und gute Fahrt

  2. Solche Bilder sehe ich täglich… zugegeben nur auf meinem Desktop!!
    Wirklich traumhaft schön.

    Viel Spass beim Weiterentdecken unseres wunderbaren Planeten.

Schreibe eine Antwort zu Maria Prankl Antwort abbrechen