3. – 10.5.2021 auf in die Wildnis

 

Grosse  Namen

Chobe, Savuti, Moremi und Okavango sind Namen weltbekannter Nationalparks und Deltas im nördlichen Teil von Botswana. Grosse Namen verpflichten!

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Es ist fast wie eine Therapie  – der Internet-Entzug. Zuerst schweifen die Augen immer wieder auf das iPhone Display – doch nach wenigen Tagen ist es wie eine Befreiung und schön, braucht man das „Ding“ nur noch für Fotos und Timer für das Brot backen.

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Mwandi View und Thobolo’s Camp möchte ich ausnahmsweise namentlich erwähnen weil beide äusserst sauber, gepflegt und die Besitzer hilfsbereit und sehr nett sind.

Im Thobolo‘s Camp, das ausserhalb des Savuti NP liegt, können wir während dem DOG spielen Tiere beobachten.

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Ein alter Elefantenbulle bestäubt sich mit Sand, eine Büffelherde galoppiert zum Wasserloch, Impalas, Warzenschweine, Gnus und Zebras gehören schon selbstverständlich zum Tagesbild und diverse Vögel zwitschern uns die Ohren voll. Was das allerschönste ist? Kein Elektrozaun um den Platz so dass das Herz ob der Möglichkeit, dass „Game“ ums Auto schleichen könnte, immer erhöht pocht. Hier lernen wir Dieta und Jürgen kennen, zwei deutsche Lehrer im Sabbatical. Zu sechst rollen wir weiter Richtung Savuti.

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Savuti heisst das Gebiet des südlichen Chobe NP. Eine hohe Tierpopulation sei garantiert. Der einzige Campingplatz im Park kostet flotte USD 50 pP pro Nacht. Wer jetzt ein Exklusiv Camp erwartet irrt. Hier bezahlt der Übersee Gast für die Exklusivität, im Park zu übernachten. Ein Bluff muss her und so mutieren wir innert Sekunden zu Südafrikanern die genau die Hälfte bezahlen. Notlügen erlaubt oder? Hier treffen wir Katharina und Frederic wieder und die Beiden machen mega leckere Pizza für uns.
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Der Savuti ist eine Riesenenttäuschung für uns alle. Der Park wirkt leicht überstrapaziert durch laute Gruppenreisende, Tiere sehen wir sehr wenige da es immer noch Wasser überall gibt und landschaftlich ist er so unattraktiv, dass ich zum ersten Mal beim Verlassen die Nase voll habe vom Fahren, Suchen nach Tieren und holprigen, sandigen Pisten.

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Doch meine Nase schnüffelt bereits am nächsten Abend wieder Game Vergnügen und Lust auf mehr als wir am Fluss Khwai stehen und entlang fahren. Landschaftlich traumhaft, mit Wasser, Lilien, verschiedenen Pflanzen und Bäumen und vielen grossen und kleinen Tieren.

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Das Moremi Game Reserve gilt heute als eines der schönsten Naturlandschaften Afrikas. Das war nicht immer so. Ende des 19. Jahrhunderts raffte eine Rinderpest sowie die Maul und Klauenseuche fast alle Tiere hin. Bis in die 1960 Jahre wurde gewildert so dass sich die Tierbestände nicht erholten. Auf Initiative der Witwe des Chiefs Moremi wurde das Gebiet 1963 als Naturschutz deklariert.

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Der Park ist geprägt durch Mopane Wälder, Dorn- und Buschsawanne, Flussläufe, idyllischen Lagunen sowie Inseln in einsamen Wasserflächen. Erst seit kurzem wieder geöffnet sind immer noch die meisten Teile sumpfig und nass, für Autos nicht passierbar. Trotzdem wollen wir zur Xakanaxa Region. Ein Leopard beobachtet uns aus der Ferne, schöne Lagerfeuer mit gutem Essen, Tierbeobachtung, weiteren Dog Spielen (Frauen sind am verlieren) und satten grüner Schilfgürteln veranlassen uns, 1 Nacht zu verlängern. Eine Abendschifffahrt rundet das schöne Erlebnis Moremi ab.

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Es darf auch mal erwähnt werden, dass Beatrice und die Schreiberin ein echt gutes Küchenteam sind. Täglich zaubern wir mit wenig Möglichkeiten ein leckeres Menü auf den mit Tuch, Servietten und Laterne bedeckten Tisch und morgens wird selbst gebackenes Brot serviert.

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Da dürfen die Füsse schon schmutzig werden. Man verwildert immer wieder im Busch!

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Sattelstorch

Unsere Ess- und Trinkreserven gehen zu Ende, die Ferientage von Beatrice und Sandro auch und so bleibt uns nichts anderes übrig, als nach Maun zu fahren.

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Maun gilt als Safari Hauptstadt an der kein Reisender vorbei kommt. Selbstfahrer wie wir füllen nach langer Buschfahrt Proviant auf, Touroperator buhlen um Klienten, Flüge werden über das Okawango Delta angeboten und nach längerer Katzenwäsche werden die Ohren auch auf der Rückseite wieder geschrubbt.

 

 

Fazit der Woche: Grosse Namen halten das Versprechen nicht immer. 

 

3 Kommentare zu „3. – 10.5.2021 auf in die Wildnis

  1. Danke für den interessanten Bericht! Freue mich schon auf den nächsten!
    Händs guet und bliebet gsund!
    LG Max

  2. Freue mich auf jeden Bericht, den wir von euch bekommen.
    Es ist immer so interessant und voller schöne Bilder.
    Nach dem wir im Moment nur in der Schweiz bleiben mit unserem WOMO, wegen dem Corona und Gesundheits halber, können wir nur träumen von der weiten Welt.
    Wir wünschen euch weiterhin viel Glück und Gesundheit
    Liebe Grüsse Lotti und François

  3. Bei uns gibts noch immer Frostbeulen würde ich barfuss laufen.
    Gute Heimfahrt für Beatrice und Sandro. Ihr wart ja ein Treamteam!
    Weiterhin Glück und Freude
    Herzlich Maria

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