26.5.-02.06.2024 wo bist du Glücksstern?

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Wieder ein Abschiedsessen, wieder rufen wir Marlis und Kurt zu:“Bis bald ihr Lieben.“ Nach 19 Tagen Cusco ist es für uns allerhöchste Zeit, weiter zu ziehen. So lange Pausen belasten unsere Psyche und Gesundheit und ich bekomme Heimweh.

Wir erreichen den Talboden des Valle Sagrado. Über eine massive Stahlbrücke kurven wir durch das anmutig wirkende Städtchen Pisac. Doch was Pisac berühmt macht ist der heilige Bezirk, unser heutiges Ziel, das Inka Zeremonialzentrum. Umgeben von landwirtschaftlichen Terrassen bewundern wir einmal mehr das grosse Schaffen und Können der Inkas.

In Felswänden sind unzählige Löcher sichtbar, hier steht der grösste Inka Friedhof von Peru, 2000 Gräber sollen es sein.

Auf dem Plateau liegt der Intihuatana, ein mächtiger Felsbrocken. Er dient den Inkas zur astronomischen Zeitbestimmung.

Der wohl bekannteste Intihuatana steht in Machu Picchu. Er wirft im Frühling und Herbst (für Peru um den 23. September bzw. 21. März) keinen Schatten.

Im Tempelzentrum sind einige Wände gut erhalten, es ist ehrwürdig durch die Vergangenheit zu wandern. Es gäbe noch viel zu sehen – doch immer noch nicht ganz im Strumpf brechen wir die Wanderung nach 1.5 h ab.

Das Dorf Lamay ist schlichtweg das Meerschweinchen-Dorf von Peru. Überall am Strassenrand wird die Delikatesse angeboten, Meerschweinchen wo man hin schaut, ob grilliert oder als Skulptur.

Ich hebe mir das Testessen für später auf und Wernis Kommentar dazu ist:“Pfui Teufel.“

Wir finden einen Bauernhof der Camping anbietet. Die schönsten Plätze haben oft die schlechtesten Zufahrten und dann passiert es, wieder beim Rückwärtsfahren, Scheisse!

Glücksstern wo bist du? Unsere Stimmung schleicht ganz tief dem Boden entlang. Zum Glück habe ich das Positive Buochser Rainer-Gen mütterlicher Seite geerbt das immer nach vorne schaut und Negatives über den Rücken nach hinten abwirft. Also nichts dramatisieren, Shit Happens, Werni trösten, schon mal mit Lima Kontakt aufnehmen, Tee trinken und ausgiebig schlafen bis die Sonne wieder aufgeht.

Eine schöne Wanderung führt von Media Luna hoch zu den Salinen von Maras. Von den Inkas angelegt werden sie noch heute bewirtschaftet.

620 Personen arbeiten in den Salinen. Salzhaltiges Quellwasser macht’s möglich, zweimal wöchentlich werden die Terrassen ca. 20 cm hoch gefüllt. Nach der Verdunstung bleibt hochwertiges Salz zurück das vorwiegend zum Kochen verkauft wird. Dazwischen müssen die Becken von Sedimenten gereinigt werden, Schwerstarbeit – 25 kg schleppt der Mann.

So haben wir Salinen noch nie gesehen. Wenn man bedenkt dass die Inkas nur etwas über 300 Jahre herrschten haben sie unglaubliches geschleppt, verbaut und geschaffen.

Was haben wir nicht alles gelesen und gehört über die Ticket Beschaffung für den Machu Picchu, auf deutsch „alter Berg“ und den ultimativ besten Rundgang. Heute fahren wir einfach los zur Zugstation in Ollantaytambo und nehmen Schritt für Schritt. Das Zugticket haben wir schnell, schon mal ein guter Start.

Doch was dann kommt treibt mir die Tränen in die Augen. Wernis iPhone ist weg – zum Dritten! Es muss ihm zum Hosensack heraus geklaut worden sein. Eine hektische Suchaktion folgt, Zug verschieben, Polizeistation aufsuchen – so ein Mist. Das ganze Leben scheint heute auf einem Handy organisiert zu sein, von Kontakten über Passkopien, Notizen, Banken, E-mail, Post usw. Wir können im Moment nichts weiteres tun, also rein in den Zug. 2 h später sind wir in Machupicchu Pueblo auch Aguas Callientes genannt das nur aus Hotels, Restaurants und Souvenir Läden zu bestehen scheint. Innerhalb 1 h haben wir unsere 2 Eintritte samt Bustickets. Rundgang 3 für den Morgen samt Bergbesteigung und Rundgang 2 mit der Hochterrasse für den Nachmittag.

Der Waynapicchu, der grosse im Hintergrund, lässt uns ganz schön stöhnen. Über viele Treppen, mal breit mal eng, laufen wir in 1 h hoch auf den Gipfel, mal auf allen vieren, mal an Seilen haltend – doch der Aufstieg lohnt.

Die Rundum Sicht ist wunderschön.

Der Höhepunkt ist aber der Rundgang 2. Von hier hat man die beste Sicht auf die ganze Inka Stätte. Im 15. Jahrhundert erbaut ist die terrassenförmige Stadt Grundlage für die Ausdehnung des mächtigen Inkareiches und den Kult um den Sonnengott Inti.

Die Stadt umfasste 216 steinerne Bauten die mit einem System von Treppen und Wasserkanälen verbunden sind die teils bis heute funktionieren. Die Forschung geht davon aus, dass die Stadt in ihrer Hochblüte bis zu 1000 Einwohner zählt.

Die Rundgänge sind beeindruckend…..

… die Selfy verliebte Menschenmasse auch. Den ganzen Tag verbringen wir hier. Hat sich der Besuch von Machu Picchu gelohnt? Ja, irgendwie schon trotz Pech und Pannen samt Migräne. Die komplette Begeisterung bleibt aber aus, von heiliger Stätte ist nicht viel übrig geblieben und die Touristen werden ganz schön abgezockt.

 

Fazit der Woche: … wir suchen unseren Glücksstern! 

 

 

Wochenfilm:

 

Musik: Alexandro Querevalú, Altiplano

 

12 Kommentare zu „26.5.-02.06.2024 wo bist du Glücksstern?

  1. Schon blöd-jedoch nur Materielles. Wir denken, euer Glücksstern ist allgegenwärtig……

  2. Wow… danke für die Eindrücke. Ich wünsche, dass der Glückstern sich bald euch zeigt. weiterhin gute reise. glg Juan

Antworte auf den Kommentar von Regina BertherAntwort abbrechen