25.8. – 01.09.2024, Quito und mehr

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Das „Horizons Unlimited Travellers Meeting Ecuador“ findet nur 50 km von Quito entfernt statt. Overlander halten Vorträge, warum nicht mal an einem solchen Treffen teilnehmen? Zugegeben, wir sind nicht wirklich Liebhaber solcher Veranstaltungen – aber – Simona und Stefan halten einen Vortrag. Wir treffen die Beiden mit ihren Motorrädern vor 1 Monat in der Nähe von Puyo und möchten sie moralisch unterstützen. Als Nerven-Nahrung bringen wir ihnen zwei knusprige Vanille-Schnitten vom Schweizer Bäcker in Quito.

Die Vorträge die wir hören sind langweilig, Campingplätze, Bierbrauereien, Kilometer, Fahrzeuge werden erwähnt – so so. Dann eröffnet Stefan, früher Profimusiker, mit fetzigen Bluesklängen den Auftritt.

Jeep, sie machen das richtig toll…..

…und rocken die Bühne mit ihrem Vortrag und Musik, Bravo, Bravo!

Zurück in Quito stehen wir neben zwei Schweizern (ist eigentlich die halbe Schweiz in Südamerika?) am schönsten Platz des Campings mit dieser Aussicht.

Quito als Hauptstadt von Ecuador mit fast 3 Millionen Einwohnerinnen liegt in einem Becken nahe am Äquator. Schaut man in den Nachthimmel kann man den Süd- und Nordsternenhimmel sehen oder mit etwas Fantasie ein Wichtelmännchen.

Fast ganz Quito steht auf sandigen Böden vulkanischen Ursprungs. An Erdbeben und Einäscherung ist sich die Stadt gewöhnt ist sie doch von 14 Vulkanen umgeben. Der letzte grosse Vulkanausbruch (Reventador) ist im September 2002 und vergräbt die ganze Stadt knöcheltief mit feiner Asche.

Oscar führt uns durch die Stadt. Aus der geplanten 3.5 h wird eine 6 h Führung durch Kunst, Kulinarik und Historie. Sicher kann man alleine durch Quito schlendern aber mit einem Führer entdeckst du Innenhöfe, bekommst Geschichte und Geschichten erzählt und lernst einiges über Politik und Wirtschaft.

Oskar weiss viel – es macht Spass ihm zuzuhören.

Quitos Altstadt steht berechtigt unter UNESCO Weltkulturerbe. Die Spanier haben nicht viel Gutes hinterlassen bei der Besetzung von Ecuador 1532…..

….. aber schöne Kolonialbauten prägen dank ihnen nicht nur Quito.

Iglesia de la Compañía de Jesús

Was für ein Blattgold-Prunk, 75 kg Gold sollen es sein. Jesuiten, Benediktiner, Franziskaner, Augustiner – alle hinterlassen sie teils prunkvolle Kirchen und Klöster.

Alle Kirchen, Museen, Banken und öffentliche Gebäude sind von der Polizei bewacht. Noch nie bekommen wir soviel Warnungen was die Kriminalität betrifft.

Der Künstler Camilo Egas ist berühmt für seine vierzehn Gemälde über die Indigenen von Ecuador. Um die 1925 geschaffen zeigen sie festliche Tänze und Ereignisse, Handlungen im Zusammenhang mit der Ernte usw.

Egas malt die Indigenen in stattlicher Grösse und schlank. In Wirklichkeit sind sie echt kleine Menschen, manchmal keinen 1.50 M gross – manchmal fast gleich breit wie gross.

Schokolade mit hohem Kakao Anteil, Kaffee Röstereien und Markt Besuch mit Empanadas Verköstigung gehören zum Kulinarischen Teil.

Wir bekommen eine tolle Übersicht über Quito.

Am Abend treffen wir uns mit Dominic, einem Freund von Wernis Familie in der Schweiz. Er betreibt eine Fruchtsaft Firma mit 25 Angestellten, ist Doppelbürger und lebt seit vielen Jahren in Ecuador. Er erzählt uns viel über die Sicherheitslücken im Land.

Auf dem Camping sind wir eine gute Gruppe. Allie und Volker aus Deutschland und Christoph (CH) und Mo (USA) sind unsere Nachbarn. Unsere Gespräche sind so abwechslungsreich, emotional, interessant und lustig dass wir die Abreise immer wieder um 1 Tag verschieben.

Die Aussicht vom Camping ist atemberaubend.

Dazwischen wird geturnt……

….gegessen…..

…..getrunken…..

.. und die aller hintersten Ecken und Schränke von Bänzli geputzt. Zwei solche Schränke mit einer Tiefe von 20 cm. stehen mir für all meine Kleider zur Verfügung.

Da muss immer wieder gemistet, neu organisiert und gefaltet werden.

Sehr schwierig Ordnung zu halten. Aber nachher……😀

…was für eine Freude….

Oben Hosen, unten in Netzen Unterwäsche und Socken. Bei einem Totalputz, von Heck bis Cockpit, Bad bis Küche, Moskitonetz flicken, Matratze klopfen, Kaffeemaschine entkalken, Lebensmittel überprüfen usw. strapazieren wir unsere Putzlappen und Hände für ca. 16 Arbeitsstunden. Das Gefühl danach ist toll – die Reise kann weiter gehen.

 

 

Fazit der Woche: Umgeben von Herzensmenschen macht putzen Spass

 

 

Wochenfilm

Musik: Lalcktur Cuijai A O.E. Galleguillos Colque

 

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