29.6.-06.7.2025, viele bunte Farben

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Der Regen stoppt! Valladolid ist vorerst nur ein Zwischenhalt.

In Rio Lagartos, dem Fischerdorf, gewinnt der Tourismus durch das nahe gelegene Biosphärenreservat immer mehr an Bedeutung.

Boote stehen nicht nur zum Fischen parat sondern auch für Führungen zu einer einzigartigen Vogelwelt, insbesondere zu den Flamingos.

Río Lagartos beherbergt die grösste Nistkolonie von Karibik-Flamingos in Nordamerika. 

Krokodile verstecken sich in den Mangroven…

….Fregattenvögel schwingen ihre Flügel, Pelikane betteln um Fische, Kormorane trocknen ihr Gefieder, Fischadler warten auf eine Mahlzeit – das alles ist das UNESCO Biosphärenreservat.

Nur 20 Kilometer entfernt befinden sich die berühmten Rosa Seen von Las Coloradas, die durch den hohen Salzgehalt des Wassers entstehen und eigentlich Salinen sind. Für die Flamingos sind wir genau zur richtigen Zeit hier…

… für die Rosa-Farbe der Salinen nicht, wir treffen sie zuerst braunisch an. Doch am folgenden Tag erahnen wir wie schön die Salinen zur Blüte ihrer roten Farbe im August aussehen müssen.

Wir lassen uns die Vogelwelt von unserem Capitano erklären, er führt uns behutsam und rücksichtsvoll durch die Natur und Gewässer.

Unser lieber Freund Dani denkt jetzt sicher: „Typisch Gloors, sie machen wieder eine Bootsfahrt.“ Ja, wir lieben Ausflüge per Boot, wenn der Wind durch die Haare weht, die Wellen brechen, sich Himmel und Wasser küssen. Kommen noch so viele Tiersichtungen dazu wie heute, strahlen wir beide und sind so dankbar, was wir alles sehen und erleben dürfen.

Die Cenote Hubikú ist ein weiterer Höhepunkt.

Immer tiefer führen die Treppen, es wird angenehm kühl, ein Maya segnet uns und bittet die Götter, uns am heiligen Ort friedlich aufzunehmen.

Das Süsswasser ist angenehm kühl, ich schwimme Runde für Runde und geniesse die Cenote ungemein. Es ist schwer zu beschreiben wie es sich anfühlt, untertags, im sauberen Wasser zu baden. Schiebt sich eine Wolke über die Cenotenöffnung, wird das Wasser pechschwarz.

Kommt Sonnenlicht in die Höhle, leuchtet das Wasser wie von Zauberstab berührt, es ist wie ein Blitzangriff auf die Sinne. Vögel fliegen umher, kleine Fische knabbern an meinen Beinen – es entsteht etwas ehrfürchtiges, beeindruckendes – grosses. Ich bin begeistert und steige erst aus dem Wasser, als eine Gruppe kommt und ich halb durchfroren bin.

Wir freuen uns beide auf Chichén Itzá, die bekannteste aller Maya-Stätten Mexikos.

Die Pyramide des Kukulcán, der Kriegertempel und der grosse  Ballspielplatz sind nur 3 der vielen Ruinen die wir unbedingt sehen wollen.

Pok Ta Pok heisst das uralte rituelle Maya Ballspiel das bis heute gespielt wird. Damals hat Pok-Ta-Pok eine tiefe symbolische Bedeutung. Es repräsentiert den kosmischen Kampf zwischen Himmel und Erde, Tag und Nacht, sowie das ständige Wechselspiel von Leben und Tod.

Es ist eine Art Fussball, gespielt wird mit einem Kautschuk-Ball, ca. 4 kg schwer. Zur Ballberührung dürfen Hände, Füsse und Kopf nicht genutzt werden. Es bleiben Ellbogen, Hüfte, Knie.

Das I-förmige Spielfeld, mit schrägen oder senkrechten Wänden versehen, mit Steinkörben an den Wänden….

….durch die der Ball geschlagen werden muss, ist nicht nur Spielplatz – auch Tragik. So werden Spieler im Anschluss Göttern geopfert um sie gütig zu stimmen.

Google liefert dir mehr Daten zu Chichén Itzá falls interessiert: https://de.wikipedia.org/wiki/Chich%C3%A9n_Itz%C3%A1

„Unglaublich beeindruckend, Gänsehaut Gefühl“ fassen wir den Besuch zusammen. Nicht nur uns gefällt Chichén Itzá – auch den täglich 8000 Besuchern/Innen aus aller Welt.

Selfie hier, Selfie da – es geht nicht mehr ohne posieren, Haare zurecht schütteln – Gesicht vorteilhaft präsentieren und sich selbstverliebt anblicken. Die Ruinen erscheinen bei einigen als Nebensache.

Einen harten Job haben die vielen Souvenier Verkäufer die morgens ihre Ware ankarren, aufstellen, anbieten und abends wieder zurückkarren. „Only one Dollar“ rufen sie den Besuchern zu. Wir bewundern ihren Fleiss und die schöne Präsentation der Ware.

Valladolid ist ein gemütliches Städtchen, bekannt für koloniale Architektur, Cenoten und die Nähe zu diversen Maya-Ruinen. Wir nutzen es zur Autopflege,

….unsere Vorräte aufzustocken und zur Entspannung.

Reisebusse werfen am Hauptplatz Touristen für 15 Minuten aus um Fotos von der Kirche zu knipsen.

Da sind Armband All-Inclusive-Gruppe Orange, Blau, Gelb und Grün – sie alle irren um den Platz, kaufen Essen und Souvenirs und sind wieder weg. Wir sitzen auf einer Bank. Menschen und ihr Verhalten zu beobachten ist spannend, es gibt viel zu schmunzeln und ich kann wieder mal die Konstitutionslehre von Samuel Hahnemann üben.

2012 als „Pueblo Mágico“ ausgezeichnet verdient Valladolid den Namen.

Das nächste magische Dorf, Izamal, das Auge sieht gelb, besuchen wir nur kurz, nicht das es uns nicht gefällt – es ist einfach zu warm.

Am Golf von Mexiko in Dizilam de Bravo weht eine angenehme Brise, wir essen auf dem Balkon Heidi Essen.

Immer wieder faszinierend wenn der Tag der Nacht weicht.

Unsere Holzhütte ist romantisch, der Abend auch, bis Morgen liebe Sonne.

 

Fazit der Woche: In nur 3 Wochen Mexiko schon soviel erlebt und gesehen.

 

 

Wochenfilm:

Musik: Chéjere, Sobre la Marea

 

4 Kommentare zu „29.6.-06.7.2025, viele bunte Farben

  1. Was für ein tolles, farbenfrohes Filmli mit der passenden Musik dazu! Wirklich hervorragend!
    Liebe Grüsse zu euch zwei❤️

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