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Adieu Pazifik, wir sehen uns wieder!

2.5 Autostunden führen uns durch schönes Berggebiet nach Oaxaca auf 1600 Höhenmeter. Unterwegs passieren wir auf langer Strecke riesige und viele Hangsicherungen. Ganz schön kostspielig, kein Wunder wird Mautgebühr erhoben.

Seit langem treffen wir sehr nette Overlander aus Deutschland. Erfahrungsaustausch, Jammern, Lachen, Plagieren, Geschichten erzählen, Lebenssituationen teilen – und das bei genügend Bier und Tee – erwärmt ein jedes Camperherz. Danke Ritschi, Hermann, Gaby und Dirk, da wir alle Richtung Norden unterwegs sind sehen wir uns vielleicht wieder.

Hier wird Müll getrennt!

Wir sind im Bundesstaat Oaxaca – (wah-ha-kah) ist die Aussprache die wir erst mal üben müssen. Kunsthandwerkerszene, Naturschönheiten, bunte Feste, Wandergebiete, Schildkröten, tolle Strände – das alles und mehr ist Oaxaca.

Wenn er sprechen könnte? Die Mexikanische Sumpfzypresse soll der dickste und einer der ältesten Bäume der Welt sein und steht in El Tule. Über 2000 Jahre alte Geschichte, Klatsch und Tratsch könnte er erzählen.

Er strotzt vor Kraft, Gesundheit und knorrigen Auswüchsen. Ich würde so gerne mit ihm plaudern. Er verschenkt an seine Besucher/innen eine Würde und Energie die Gänsehaut erzeugt.

Hierve El Agua, kochendes Wasser, heisst dieses Naturwunder. Als Campinggäste sind wir zu früher Morgenstunde alleine an diesem Schauplatz.

Versteinerte Wasserfälle….

……natürliche Schwimmbecken mit herrlicher Bergsicht..

.. das alles entdecken wir auf unserer kleinen Wanderung um 6 h morgens.

Eine abgemagerte hungrige Hundemutter bettelt vor unserem Bänzli leise um Futter. Sie hat 4 Welpen zu füttern – und bekommt Hähnchen von uns.

Es regnet in der Nacht, ich werde von Wassertropfen geweckt die munter mein Kopfkissen nässen.

Irgendwo ist eine undichte Stelle und so fahren wir zurück zum Oaxaca View Camp mit dem Besitzer Stefan der eine grosse Werkstatt und ein grosses Camperwissen hat.

Oaxaca Stadt empfinden wir ganz anders als alles bisher Gesehene in Mexiko.

Traditionelle Märkte mit bunten Stoffen, farbenfrohe Gebäude, Strassenmusik, eine entspannte Atmosphäre aber auch kunstvoller Zerfall gibt es zu sehen und zu hören.

Die Einwohner feiern gerade Freitag und tanzen auf den Strassen. „Chapulines“ Heuschrecken und Mole Vielfalt (verschiedene Sossen) stehen auf dem Menü Plan, die französische Bäckerei bietet Brot und Gebäck in Vollendung und in der „Berlina“ gibt es deutsche Wurst in allen Varianten.

Gelassenheit scheint hier das Lebensmotto zu sein, eine Art „langsame Lebensweise“ bringt die Stadt in puren Genussmodus.

Und da ist noch was – Mezcal – der Schnapps der flüstert: „Nur noch einen!“

Es ist die Gegend der Agaven, die Pflanze die zur Mezcal-Herstellung verwendet wird. Geerntet wird sie im Alter zwischen ca. 6 und 12 Jahren, vor der Blüte, sie soll ja ordentlich Zucker liefern.

Mezcal wird an allen Ecken und Enden in grossem Umkreis angeboten.

Natürlich ist eine Mezcal Degustation Pflichtprogramm. Isabelle erklärt uns die Produktionsschritte. Sie erzählt von rauchigen, süssen, fruchtigen, herben, trockenen Abgängen. Mein Gaumen sagt zu den 12 verschiedenen „Testerlis“ nur Schnapps – erkennt lediglich Alkohol – höchstens den Rauchgeschmack.

Mezcal ist der freche, rebellische Verwandte von Tequila. Er flirtet mit Limette und Salz um den wahren Geschmack zu entfalten, bettelt um etwas Cannabis und flüstert dir ins Ohr: „nur noch einen, nur noch einen.“

Wer Mezcal trinkt, erlebt was! Ich bin froh haben wir die Degustation nur für 1 Person bestellt weil meine Zunge bereits nach den 12 Proben munter plaudert und dem steten Geflüster des Mezcals „nur noch einen“ fast nachgibt.

Zum ersten Mal sehen wir das Strassenschild nach Puebla.

Seit 3 Jahren haben wir die Aufforderung von Mercedes, den Airbag auszutauschen. Alle Bemühungen unsererseits scheitern in Süd- und Zentralamerika. Bei Camiones Rivera, der Mercedes Garage in Puebla, ist es nun endlich möglich und so klingt Puebla wie ein Zauberwort in unseren Ohren. Wir stehen wenige Kilometer vor der Stadt, ein unglaubliches Gefühl.

Fazit der Woche: mit Mezcal geht vieles einfacher
Wochenfilm
Musik: Caro Luna, El Silencio
Hallo ihr Lieben
Ja ein Mezcal geht immer noch… Mein Tequila Favorit ist Código (wie der Linedance) auch aus Mecico. Ist es dann noch den in der George Strait-Flasche heisst es: zwei, drei… gehen immer noch😉
Den trinken wir dann mal zusammen, Umarmung
So schöne Erinnerungen werden wach bei eurem aktuellen Wochenbericht und fast alle Fotos sind auch in unserem Album verewigt – grüsst Puebla von uns, in diesen hübschen Ort haben wir uns verliebt – qué sigaís disfrutando vuestro viaje!
Danke Madlen, gestern machten wir noch eine Tunnel Führung und heute geht es mit dem Bus nach Mexiko City. Herzlich liebe Grüsse Heidi und Werni