19.-26.10.2025 … Nahe am Wasser…

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360 ehrenamtliche Sänger/innen im Alter zwischen 25 und 60 Jahren öffnen am Sonntag morgen die Herzen der Zuhörer.

Am bekanntesten ist der Tabernakel-Chor für seine Sendung „Musik und gesprochenes Wort“ die vom Tempelplatz in Salt Lake City jeden Sonntag ausgestrahlt wird. Sie ist die älteste, noch immer ausgestrahlte Radiosendung Amerikas. Sie singen für Präsidenten, füllen Konzerthallen in Nord- und Südamerika, Europa und Asien. An Wettbewerben gewinnt der Chor zweimal Platin und fünfmal Gold und ersingt sich einen Grammy für das Lied „Battle Hymn of the Republic“.

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Wir sitzen im Tabernakel und können kaum glauben, was wir sehen und hören. Ein unglaubliches Orchester von feinster Intonation begleitet den Chor, der wohl einem Engelchor sehr nahe kommt. Schon nach wenigen Minuten fliessen bei mir Tränen, ich bin so gerührt ob dem Chorklang, seinem Erscheinungsbild, der Orgelmusik und der stimmungsvollen Beleuchtung. So etwas haben wir beide noch nie gehört und gesehen, wir tauchen tief ein in die Klänge.

Zu Fuss erkunden wir die Sehenswürdigkeiten von Salt Lake City, das Capitol mit einer kleinen mexikanischen Schönheit……

Das Kongresszenter…..

…. Temple Squere…..

…. und sind einfach nur begeistert von Salt Lake City!

Eine malerische Autostrecke, mit Sitzheizung an, verbinden das stark befahrene Hollow Tal mit dem ruhigen Strawberry Valley. Frei campen in einem Wander- und Angelparadies ist nach einem Stadtaufenthalt schon was ganz tolles.

Es ist kalt auf 2400 m, die Fischer sind warm angezogen, der Wind zieht uns um die Ohren, der Spaziergang zum kleinen Hafen ist frisch.

Wie wir die Ruhe schätzen.

Ganz spontan biegen wir in das Dinosaurier Monument Tal ab. Das Spät-Nachmittag-Licht bescheint die Felsformationen prächtig. Die Dinosaurier Knochen, Skelette und Petroglyphen interessieren uns für einmal nicht aber Landschaft und Felsskulpturen.

Das Besucherzentrum ist auch hier geschlossen, dafür keine Regeln im Park, keine Ranger, wir stellen uns frei hin und geniessen den Abend.

Unsere Fantasie ist beflügelt. Gesichter, Schildkröten, Tiere und einfach nur kunstvolle Formationen entdecken wir auf unserer Fahrt Richtung Blue Mountain Hochplateau.

Den Feldweg möchten wir nicht bei Regen fahren, es ist ganz schön holprig. Die Landschaft erinnert uns an die Hochplateaus in Peru….

…. die Wanderung zum Harper‘s Corner ist eben so schön….

….wie die Weiterfahrt zum Steamboat Rock….

Hier ist es so schön, dass wir schon um 14 h den Zündschlüssel drehen, die Stühle auspacken und die Szenerie geniessen.

Was für ein Übernachtungsplatz!

Für 75 Kilometer Schotterstrasse brauchen wir über 3 Stunden und der 4×4 kommt wieder mal zum Einsatz. Einige Passagen sind ganz schön knifflig, die Landschaft entschädigt für alles.

Das Städtchen Steamboat Springs gefällt uns auf Anhieb. Es ist gepflegt, bereits für Weihnachten geschmückt und viele schöne Läden reihen sich der Hauptstrasse entlang.

Sie sehen schon toll aus diese Cowboy-Stiefel, aber wo verstauen im Büsli und wann tragen?

Mein Morgenkaffee wird mir um 05.45 ans Bett serviert. Einmal mehr wissen wir nicht wie unsere Reise weiter geht. Wir stehen mitten in den Rocky Mountains, möchten gerne ein paar Pässe fahren.

Auf nach Aspen, eine der teuersten Städte Amerikas!

Keine Frage, hier kann man ganz schnell ein Vermögen ausgeben. Im nahen Flughafen stehen Privatflugzeuge (hier parken an manchen Tagen so viele Maschinen, dass es keinen freien Platz mehr hat), Designer-Boutiquen gibt es einige,

Luxushotels und Nobel-Restaurants erwarten Gäste, Immobilien kosten gerne mal 15 bis 100 Millionen. Stars und Sternchen werden hier gesichtet und natürlich ist Aspen mit seinen 42 Liften/Gondeln mit mehr als 300 Pisten ein wahres Skiparadies.

Luxus und Glamour sind keine Fremdwörter und wir sehen ganz viele schöne Frauen, perfekt gestylt. Der teure Laden für Cowboy Hüte, Stiefel, Schmuck und Kleider ist voll mit jungen trendigen Girls und Boys, Cüpli (Champagner) trinkend – ich bin echt die graue Maus und komme mir auch so vor.

Was einst als Minenstädtchen beginnt (Silber) ist heute einer der mondänsten Wintersportorte der USA. Zu verdanken ist das mitunter Klaus Obermeyer.

Espen sind der Namensgeber der Stadt.

Der Allgäuer ist einer der bekanntesten Skipioniere und Erfinder der Daunenjacke. 105 jährig lebt Obermeyer heute auf einer Ranch am Roaring Fork River in Aspen und arbeitet noch täglich in seinem Unternehmen mit.

Das besondere Flair an Aspen? Die typischen roten Ziegelhäuser und die schöne Landschaft.

Zuerst kommen die coolen Leute, – bis es irgendwann weniger Coole aber unglaublich reiche Gäste nach Aspen zieht. Heute kann man hier Paris Hilton, Kendall Jenner und Justin Bieber treffen sowie unzählige Multimillionäre. Sie treffen wir auf unserem Streifzug durch das Städtchen nicht – erst recht nicht auf unserer Suche nach einem Parkplatz für die Nacht.

Odermatt schafft es in die Lokalzeitung von Aspen.

Die Passfahrt über den 3750 Meter hohen Independence Pass ist grandios. Die Natur ist die grösste Künstlerin,

…. im Kleinen wie im Grossen.

Der Great Sand Dunes NP ist ein weiteres Geschenk der Natur. Nicht dass wir noch keine Dünen gesehen hätten – aber sie sind immer wieder schön.

Die grossen Sanddünen, mit einer Fläche von rund 80 km², sind rund 12’000 Jahre alt. Der Rio Grande ist der Lieferant des Sandes. Westliche Winde tragen über Jahrtausende bis heute Sandkörner von den Flussufern durch das Tal. An der Ostseite der Bergkette Sangre de Cristo Range häuft sich der Sand zu wundersamen Dünen an.

Mit diesem Ausblick lässt sich der Abend geniessen.

Stampfen durch die Dünen ist unser Sonntagsprogramm. Einfach nur schön. Meine Barfuss-Schuhe lassen mich auch im Sand nicht im Stich.

Geniessen, staunen, bewegen.

 

Fazit der Woche:  Nur Freudestränen diese Woche 

 

Wochenfilm

Musik: Etta Marcus, Salt Lake City

 

 

 

6 Kommentare zu „19.-26.10.2025 … Nahe am Wasser…

  1. Sehr schöner Bericht über eure Erlebnisse in Salt Lake City. Der Chor mit der Battle Hymn is sehr berührend mit sehr schönen lyrics. His truth is marching on, was will man da noch mehr sagen als Amen. Wieder einmal ein sehr schöner Wochenfilm. Freue mich, wenn ihr etwas zur Ruhe kommen könnt nach den letzten nervenraubenden Wochen mit dem kranken Bänzli. Herzlichen Dank für das Teilen eurer Gedanken und Erlebnisse.

    Mit einem lieben Gruss und Umarmung

    Xaver & Bea & Janine

  2. Ganz herzlichen Dank für die wunderbaren Bilder und das beeindruckende Video 🙏 Es ist immer wieder schön, mit Euch Neues zu entdecken, dieser Chor war mir bisher völlig unbekannt. Ich habe sie eben auf YouTube angeschaut: wow, wirklich stark! So viel Ausdruck, so viel Kraft, da bekommt man glatt Hühnerhaut.

    Besonders schön finde ich auch die Bilder aus den USA. Hier in Europa liest und hört man ja meist nur noch negative Schlagzeilen, oft mit denselben Namen (TRUMP). Umso schöner, durch euch eine andere Seite kennenzulernen, das Land, die Menschen, die Kultur. Eine wohltuende Abwechslung, die berührt und inspiriert.

    Nochmals vielen Dank fürs Teilen
    Ich wünsche euch eine spannende Woche
    herzliche Grüsse aus Obwalden Juan 🙂

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