17.-24.8.2025 die Krone

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Die Krone setzen wir Puebla an unserem letzten Tag mit einer Führung mit dem Motto „die Ursprünge der Stadt der Engel und ihre versteckten Tunnel“ auf.

Das ist Erica. Sie hat ein grosses Wissen in Geografie, Geschichte, Politik und natürlich über Puebla. Sie erzählt viel, weiss aber genau wann zu schweigen um Bilder sprechen zu lassen.

In dieser Wäscherei wird das letzte Mal 1980 von Hand gewaschen.

San Francisco Kirche

Um die Ecke eine tolle Bäckerei.

Und immer wieder Tunnels.

Vor der Santa Agnes Kirche werden wir von Benito spontan zu einer Chancla Poblana eingeladen.

Das ist Weissbrot gefüllt mit Avocado und einer scharfen Fleisch/Chili Sauce.

Die Führung gehört zu einer der Besten und rundet unseren Aufenthalt in Puebla wunderbar ab.

Fast halbstündlich fahren Busse von Puebla nach Mexiko City, im ADO Bus haben wir zwei Plätze online reserviert.

Aus 2.75 werden 4 Fahrstunden. Stau lässt erahnen, was für ein Chaos in der 22.7 Mio Einwohner-Stadt herrscht. Ufff, wir sind endlich im Hotel, geschafft und müde. Dann passiert es, beim frühen Nachtessen beisse ich mir einen Teil einer Eckzahn Krone ab. Ein schneller Blick ins Internet und schon sind wir zu Fuss zur nächsten Zahnarztpraxis unterwegs. 2.5 h Mund aufsperren – nicht zuviel sorgen, einfach vertrauen – das versuche ich meinen unruhigen Gedanken immer wieder einzuschärfen.

Der erste volle Tag in Mexiko City ist definitiv nicht unser Tag. Wir laufen ins Zentrum, fühlen uns beide nicht wohl (ob es an der Höhe liegt?) versuchen einen Überblick über den City Bus und seinen 4 Linien zu bekommen, setzen Punkte die uns interessieren und werden fast verrückt ob dem Strassenlärm und dem Geschrei der Verkäufer. Die City und wir sind bis jetzt keine innigen Freunde – trotzdem freuen wir uns auf Entdeckungen.

Wie zum Beispiel auf Lucha Libre, eine Form des professionellen Freistil-Wrestling. Das Stadium ist in Fussweite von unserem Hotel, schon der Anmarsch ist amüsant.

Masken werden lautstark feilgehalten, bunt und fantasievoll schauen uns die Hüllen an.

Schnell ist das Stadium voll, die Stimmung ausgelassen, fröhlich, Partei ergreifend, unglaublich.

Essen und Trinken scheinen mindestens genau so wichtig zu sein wie die 6 Kämpfe. Lucha Libre spielt seit den späten 1950er Jahren eine wichtige Rolle in der mexikanischen Kultur. Berühmt durch seine maskierten Wrestler, den akrobatischen Sprüngen, den glitzernden Kostümen bringt die Show das Stadium zum kochen.

Die Übertriebenheit der Luchadores, die einstudierten Kämpfe mit Theatralik aber auch die Fitness, Körperbau und Falltechnik beeindrucken schon. Die Luft ist elektrisch geladen, mit den Wrestlern kommt eine Energie in den Ring die selbst Werni und mich zeitweise mitreisst.

Ja liebe Frauen, es gibt ganz schön was zu gucken. Die Superhelden in knappen Höschen mit durchtrainierten Körpern und Knackhintern zeigen Akrobatik vom Feinsten. Die tobende Menge dankt es ihnen mit Zurufen, Sprechchören und viel Applaus.

Das Adrenalin erreicht unsere Blutbahn jedoch nicht wirklich und so wissen wir bis zum Schluss der Veranstaltung nicht, was wir von Lucha Libre halten sollen.

Es ist wohl unser erster und letzter Wrestling Anlass🤭.

In Mexiko-Stadt gibt es 150 Museen, einige davon grandiose. Themen wie Kunst, Geschichte, Anthropologie, Literatur, Schokolade, Genozide usw werden dargestellt.

Niemand kommt an Frida Kahlo und Diego Rivera vorbei. Die explosive Beziehung des Paares, ihr Wohnhaus, ihr Schaffen, ihre Liebe, ihre Zerstörung und Schmerz findet man in ihrer Kunst wieder. Die Murales von Diego sind grossartig, lange sitzen wir in 3 Museen vor seiner Kunst, entdecken immer wieder Details.

Mit Frida haben wir weniger Glück, das Gaza Azul ist über 1 Woche ausgebucht,

..  ihr Wohnhaus interessiert uns nicht und das Museo Dolores Olmedo Patino, wo ein Grossteil ihrer Werke ausgestellt sind, ist wegen Umbau auf längere Zeit geschlossen.

Der Palacio de Bellas Artes ist ein beeindruckendes Gebäude mit Museum und 2 Konzertsälen. Bilder und Wandmalereien grosser mexikanischer Künstler sind ausgestellt.
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Der grosse Hauptplatz Zócalo ist heute belegt von Zelten und Bühnen. Diese Woche ist das Fest der indigenen Bevölkerung. Sie verkaufen ihre Spezialitäten, Handarbeiten, Medizin, landwirtschaftliche Produkte, Heilrituale – singen und tanzen auf der Hauptbühne.
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Diese Atmosphäre aufzunehmen ist zwar sehr schön, dafür kriegen wir keine Übersicht auf den Platz mit seinen Gebäuden und Grösse.
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Alles in Mexiko City ist riesig. So auch die Catedral Metropolitana, die grösste in Lateinamerika. Ihre Masse erschlägt uns fast, ihr Prunk auch….
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… die Besucher haben tatsächlich freien Zugang bis um 20 h.
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Am Donnerstag ist wieder Zahnarzt angesagt – die Form und Farbe der Krone passen nicht – das heisst die ganze Prozedur nochmals von vorne beginnen.
2 Tage Touri-Bus sind gebucht, unser erster Stopp ist das Museo Nacional de Antropología.

Das 1964, nach 18 Monaten Bauzeit eröffnete Museum hat 23 Ausstellungshallen und ist schon alleine durch seine Architektur beeindruckend. Die Ausstellungsfläche beträgt 79’700 Quadratmeter. Beim Eingang schwebt eine Stahlbeton-Aluminium Konstruktion (Regenschirm) – vor ihr stehen und staunen wir.
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Es bräuchte wohl Tage um alles sorgfältig anzuschauen. Die Zeit haben wir nicht und so beschränken wir uns auf vier Säle, für die nehmen wir uns aber Zeit. Gezeigt werden indigenen Kulturen und Epochen Mexikos.
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Harmonie in schönsten Farben und Licht fällt mir spontan ein wenn ich die Räume beschreiben soll. Alles, von Böden über Wände und Exponate sind lieblich aufeinander abgestimmt und die Beleuchtung ist das i-Pünktchen.
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Bekanntestes und wichtigstes Ausstellungsstück ist der Stein der Sonne (Piedra del Sol).
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Der Besuch des Museums ist ein Muss und das finden wohl auch die  2 Millionen Besucherinnen und Besucher pro Jahr.
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Es gäbe noch unglaublich viel zu erzählen von unserer City Tour, von besuchten Plätzen, Stadtvierteln, über Verkehrschaos, Platzregen, Düften, nicht funktionierenden Audioguides, Sehenswürdigkeiten, Geschichten, Persönlichkeiten und mehr.
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Ich will dich nicht überstrapazieren mit Text, Daten und Fakten. Mexiko City ist eine Stadt die einfach schwer in Worte zu fassen und zu beschreiben ist.
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Man muss die Ansammlung an Schönheit, Gewühl, Lärm, Staus, Prunk, Armut und Überfluss wohl selber gesehen und erlebt haben und ist selbst dann sprachlos über Mexiko-Stadt, die zu den fünf grössten Städten der Welt zählt.
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Wir möchten dieses Erlebnis nicht missen, aus der Stadt und uns ist jedoch kein Liebespaar geworden. Übrigens, das mit meiner Zahnkrone hat bis jetzt nicht funktioniert, mein Zahn samt  Zahnarzt haben eine letzte Chance am Montag.
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Fazit der Woche: Irre Woche in jeder Hinsicht 

 

Wochenfilm

Musik: Marlboro Rojo,  Fuerza Regida

 

 

4 Kommentare zu „17.-24.8.2025 die Krone

  1. Liebe Heidi, ich wünsche dir eine erfolgreiche Krönung. Bitte lass uns Lesende in einer Woche wissen, ob ihr das Eidgenössische Schwingfest schauen konntet und was das mit eurem Adrenalin machte, im Vergleich zum Wrestling. 🙂
    Führt ihr auch eine Statistik über die Schritte, die ihr täglich macht?
    Ich danke euch herzlich für euren Blog und wünsche euch weiterhin alles Gute. LG Irene

    1. Liebe Irene, ganz selten schauen wir CH TV direkt. Mit der Zeitverschwendung von 8 Stunden ist das nicht ganz einfach. Wir lesen aber beide CH Zeitungen, Werni fleissiger als ich, und sind bestens informiert was passiert in unserem Ländli.
      Ja wir zählen unsere Schritte, sind wir in Städten laufen wir im Schnitt 15‘000 Schritte. Bei reinen Fahrtagen sieht die Statistik dann schlecht aus. Wir versuchen uns aber fit zu halten, sei es mit turnen, laufen oder wandern.
      Danke für deine Nachricht, wir hoffen dass es dir gut geht liebe Irene. Umarmung

  2. Erneut konnten wir dank eurem Wochenbericht eintauchen ins interessante Land Mexiko – Tunnel in Puebla, Mexiko City eine pulsierende Metropole aber auch sehr eindrückliche Plätze, welche uns seinerzeit in ihren Bann gezogen hat und ich persönlich als nicht beängstigend empfunden habe (wie anfänglich vermutet). Sicher dank Jörn unser 2-meter grossen deutsch/mexikanischem Guide😏 Zum Glück konnten wir einen Zahnarztbesuch auslassen. Muchos saludos y un abrazo de Suiza
    Madlen Schaub

    1. Liebe Madlen
      Blog lesen, wenn man die Orte selber besucht hat, ist einfach spannender und oft erzählt man sich: „weisch nu?“
      Schön zählst du zu unseren treuen Leserin. Herzliche Umarmung

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