24.-31.10.2026, zurück in den USA

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Problemloser Grenzübertritt in Roosville.

Wir sind zurück in den USA. Inches, Yards, Fuss, Fahrenheit, Meilen, Gallonen – jetzt heisst es wieder Umrechnen. 

Die Fahrt dem Kootenai River entlang ist farbenprächtig, verkehrsarm, eine Augenweide mit vielen Tiersichtungen.

Es gefällt uns so gut, dass ich am Fluss einsam übernachten möchte.

Meinen Schatz zieht es aber weiter, die 180 Kilometer entfernte Pizzeria „The Old Ice House“ lässt Wernis Gaumensaft ansammeln und sein Verlangen nach Italien-Food ist so stark, dass wir ordentlich auf die Tube drücken.

Leicht angesäuert kann ich die schöne Fahrt nach Hope am Lake Pend Oreille trotzdem geniessen und zugegeben, die Pizza schmeckt sehr gut.

Diese Region zu besuchen ist ein Tipp von Thomas Moos der hier einige Jahre gelebt hat. Danke Thomas, wirklich schön hier – fast wie am Vierwaldstättersee.

Dank eines kurligen Einsiedlers (ehemaliger Schweizer Militärangehöriger) aus der Schweiz gibt es in Idaho einen Berg mit dem Namen Schweitzer.

Im Sommer ein Wander- und Bikegebiet, im Winter ein bekannter Skiort, ist jetzt Zwischensaison und fast alle Hotels und Gaststätten sind geschlossen. Nirgendwo ist eine Schweizer Flagge zu sehen. Dem müssen wir doch Abhilfe leisten.

…. und schwupps ist unser seit Jahren mitgeschleppter Schweizer Kleber sehr gut platziert – finden wir. Gut gemacht Werni!

Schön ist das Dorf nicht aber die Sicht auf den Lake Pend Oreille erinnert wirklich an den Vierwaldstättersee.

Das Städtchen Sandpoint liegt gleich um die Ecke. Es ist übersichtlich, adrett, sauber und wäre da nicht der bissig kalte Wind, hätten wir uns noch mehr zu Fuss angeschaut.

Es bietet eine schöne Uferpromenade….

… den bekannten Cedar St Bridge Market…

… und die Bluebird Bäckerei, die so feine und reichhaltige Mandel-Gipfel hat, dass wir zum Nachtessen nur noch eine Fideli-Suppe essen.

Auch in den USA sind viele Campingplätze geschlossen – auch offen, aber mit eingeschränkter Leistung, sprich ohne Sanitären Anlagen. Wie ich wildes Campen liebe, unser Vollmondplatz.

Wieder zaubern Herbstwälder Zufriedenheit auf unsere Gesichter. Viele unserer Leser können unsere Begeisterung für die USA nicht verstehen. Blenden wir die politische Situation aus, sind wir von den völlig anderen Landschaftsszenen (verglichen mit der Schweiz) fasziniert.

Durch geerntete Kornkammern erreichen wir den Palouse Fluss. Für Wasserfälle fahren wir normalerweise keine Umwege mehr. Oder doch?

Der Palouse Wasserfall ist ein schöner Anblick. Er gefällt uns nicht wegen des Wasserfalls selbst, sondern weil er in ein kreisrundes Becken stürzt, das von Millionen Jahre altem Basaltgestein umgeben ist.

Säulen, spannende Strukturen und am oberen Rand des Plateaus mit einer feinen Schicht aus Sedimentgestein überdeckt sieht es fast aus wie ein Wasserfall zwischen Dünen.

Und da gibt es immer wieder verrückte Erdenbürger wie Tyler Bradt (siehe Film am Ende). Im April 2009 bricht der Extrem-Kajaker den Weltrekord für den höchsten jemals befahrenen Wasserfall, als er sich die Klippe hinabstürzt und überlebt.

Eine gute Lösung!

Die Süsszwiebel vom Städtchen Walla Walla ist so berühmt, dass sie offiziell zum Staatsgemüse von Washington ernannt wird. So wundert es kaum, dass die französische Zwiebelsuppe in der Brasserie Four auf dem Speiseplan steht und die Bouillabaisse ist unglaublich lecker.



Walla Walla soll eine der renommiertesten Weinregionen der USA sein. Das wollen wir herausfinden. 120 Weingüter bieten sich für Degustationen an. Als Erstes wählen wir ein Weingut, das wir durch Harvest Hosts finden, das heisst, wir dürfen direkt beim Weingut übernachten. Wie praktisch – keine Promille Rechnerei. 

Die Patterson Weine schmecken uns, es ist ein kleines gemütliches Weingut und die Gespräche mit dem Personal sind von lustig bis ernst. So sprechen wir über die anstehenden Wahlen. Gerade mal 26 Prozent gehen bei den US-Midterm-Wahlen wählen in Walla Walla. 

Das renommierte Weingut L‘Ecole No. 41 ist eines der ältesten und am höchsten ausgezeichneten Weingüter der Region. International berühmt für erstklassige Bordeaux-Blends, Cabernet Sauvignon, Merlot und Sémillon geniessen wir nicht nur die Weine…

…. sondern auch das unterhaltsame Mädel, das uns kompetent verköstigt. Es ist Halloween heute – ihre Augen funkeln gefährlich zombisch Grün.

Wir lassen die Woche an einer Grusel Party ausklingen mit einer tollen Live-Band, Kostümen und Wein – es ist bitterkalt – schon bald verziehen wir uns in den vorgeheizten Sprinter.

Süsses oder Saures?

 

Fazit der Woche: Unsere erste Woche in den USA ist definitiv süss. 

 

 

Wochenfilm

Musik: Connor Jay Liess, Stück: Way Out In Idaho

 

 

YouTube Kajaker Tyler Bradt, Heute engagiert er sich stark im Naturschutz und fördert den Kajak-Nachwuchs in seiner Heimat im Nordwesten der USA.

https://www.google.com/search?q=tyler+bradt+palouse+falls&sca_esv=83f148050a27f47b&sxsrf=AKL5yDgC7GRQ-gcsGFwR8YRqSgJFfPn14Q%3A1793451154890&source=hp&ei=kuTlaoG8NKPXi-gPuLSRYA&biw=402&bih=532&oq=Tyler+Bradt&gs_lp=EhFtb2JpbGUtZ3dzLXdpei1ocCILVHlsZXIgQnJhZHQqBggBGBYYHjIFEC4YgAQyBhAAGBYYHjIIEAAYFhgeGAoyCBAAGBYYHhgKMgYQABgWGB4yBhAAGBYYHjIGEAAYFhgeMgYQABgWGB5I6DdQixhYixhwAHgAkAEBmAGQBKABvAuqAQU0LTEuMrgBAcgBAPgBAvgBAZgCAqACvAeoAh7CAgIQKcICBhApGBYYHsICBxApGAoYoAHCAgkQKRiABBgNGBPCAgUQKRigAcICEBAAGAMYjwEY6gIYtALYAQHCAhAQLhgDGI8BGOoCGLQC2AEBmAODBPEFt-UlDINDjG26BgQIARgKkgcDNC0yoAeEWrIHAzQtMrgHvAfCBwUyLTEuMcgHDYAIAQ&sclient=mobile-gws-wiz-hp#fpstate=ive&vld=cid:7f03d6ff,vid:uNXh9gXDd2Y,st:0

Ein Kommentar zu „24.-31.10.2026, zurück in den USA“

  1. Ahh wir haben uns in den USA auch seehhr wohl gefühlt. Marokko ist ja auch schön, aber die Amis liegen mir deutlich besser 😉. Und Pizza können sie hier auch nicht 🤭… Herzensgrüsse, Monica & Daniel

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